22 Buben erfüllen sich einen Traum

E-Jugend des FC Scheidegg darf beim Bundesligaspiel Bregenz gegen Wien mit den Profis einlaufen Bregenz/Scheidegg (do). An der Hand eines Profispielers in ein vollbesetztes Stadion einzulaufen - davon träumt wohl jeder junge Fußballer. Für 22 E-Jugendliche des FC Scheidegg wurde dieser Traum Wirklichkeit. Die Neun- bis Zwölfjährigen fuhren auf Einladung von Casino Bregenz zum Bundesligaspiel gegen Austria Wien ins Casino-Stadion nach Bregenz. Was sie dort erlebten, werden sie so schnell wohl nicht vergessen.

Die Scheidegger selbst stellten vor einiger Zeit den Kontakt zu Bregenz her. 'Wer große Spiele sehen will, fährt nach München - dabei haben wir ganz in der Nähe eine erste Liga', erzählt Hans Rädler, Vorstand des Jugendfördervereins des FC Scheidegg. Es dauerte nicht lange, bis eine Einladung aus Bregenz kam. 'Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme, als sie erfuhren, dass sie mit Profis bei einem Bundesligaspiel ins Stadion einlaufen dürfen.' So nah ans Spielfeld komme man schließlich bei Profispielen sonst nicht, freut sich Rädler. So kam der erste Kontakt zwischen den Bregenzer und Scheidegger Kickern zustande. Die Bregenzer spendieren nicht nur Freikarten für die Scheidegger Kinder und ihre Betreuer. Sie bieten noch einen ganz besonderen Service an: Mit einem Bus werden Trainer und Betreuer der E-Jugend sowie Vorstandsmitglieder des FC und des Jugendfördervereins abgeholt und nach dem Spiel wieder nach Hause gebracht. Für die Kinder ist allein schon die Fahrt mit der Delegation aus Bregenz abenteuerlich - entsprechend ver-gnügt und aufgedreht kommen sie mit dem Bus am Casino-Stadion an. Trotz der Aufregung zeigen die 22 Buben Disziplin, als sie endlich ins Stadion dürfen. Denn vor dem Bundesligaspiel herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Drinnen heißt es dann erst einmal warten - auf der Trainerbank. Nervös drückt sich der Scheidegger Fußball-Nachwuchs herum und löchert die Trainer Robert Züm, Sahid Guci und den Jugendleiter Klaus Ebner mit Fragen, die in diesem Moment für sie wichtig sind: 'Verdienen die hier auch Millionen?'Um die Wartezeit zu überbrücken, werden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Als Profis wollen einige von ihnen am liebsten zu Real Madrid gehen. 'Da verdiene ich dann sechs Millionen - wie der Beckham', informiert Alexander die anderen. Severin, der Torwart der E-Jugend, kennt Jeff Geiger, den Kapitän der Bregenzer Mannschaft. Aber sonst haben die Buben keine Ahnung, welche Spieler sie treffen werden. Klar ist, dass jeder mit dem Spieler einläuft, der die gleiche Trikotnummer trägt. Und dafür werden im Vorfeld mutige Vorhaben geäußert: 'Ich frage meinen Spieler, was er verdient.' 'Ich erzähle meinem einen Witz.'Dann geht es endlich los: Jakob, Nino, Matthias, Oliver und die anderen werden von den Spielern von Austria Wien und Casino Schwarz Weiß Bregenz an die Hand genommen. Ein respektvoller Blick in die Augen des 'großen Fußballers' - dann marschieren sie raus aufs Spielfeld. Ein Feuerwerk wird gezündet. Fernsehkameras und Fotografen bauen sich vor ihnen auf. Jubelnder Applaus von den Zuschauern tönt durch das Stadion. Mit roten Wangen und leuchtenden Augen stehen die Buben strahlend auf dem Platz. Und am Spielfeldrand warten Trainer und Betreuer, denen die Freude und der Stolz anzusehen ist. Viel zu schnell ist alles vorbei. Die Buben rennen vom Spielfeld und tauschen sich atemlos aus: 'Er hat mich gefragt, wo ich spiele.' 'Er wollte wissen, ob Scheidegg weit weg ist.' 'Der war voll nett und hat Hallo und Tschüss zu mir gesagt.' Die Begeisterung ist grenzenlos. Auch später noch, als sie interessiert das Bundesligaspiel verfolgen. Lautstark feuern die Scheidegger Kicker die Bregenzer an, die am Ende freilich 0:1 gegen Wien verlieren. Nach der Partie gibt es von allen Spielern Autogramme für jeden der Scheidegger Buben. Und Jeff Geiger, der wegen einer Verletzung nicht spielen konnte, unterschreibt auf ihren T-Shirts. Dann steigen die Buben wieder in den Bus und fahren zurück nach Scheidegg - zum Pizzaessen im Vereinsheim. Die Aufregung hat hungrig gemacht: 'Darauf freue ich mich jetzt genauso wie auf das Spiel', verrät Jakob.

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