2009 soll Anbau des Gymnasiums stehen

Marktoberdorf (vit). - Viel Erfreuliches kann Direktor Dr. Lorenz Deuringer derzeit aus dem Marktoberdorfer Gymnasium vermelden: In den Sommerferien wird die Küche für die Mittagsbetreuung an der Schule erneuert, auch Teile des Internats werden saniert, ab Herbst stehen zudem vier Container-Klasszimmer als Übergangslösung zur Verfügung und die Chancen stehen sehr gut, dass ein seit langem gewünschter Anbau 2009 fertig wird. Seit Jahren herrscht im Gymnasium in Marktoberdorf drangvolle Enge. Unterricht findet daher auch in ungeeigneten Kellerräumen statt. Schon im vergangenen Jahr hoffte Direktor Deuringer auf Container, da ein Erweiterungsbau schon zu lange auf sich warten lässt. Nun liegt ihm die Zusage des Staates vor, dass für vier Klassenzimmer Container angemietet werden. Aufgestellt werden die Behelfsräume voraussichtlich westlich des Haupttraktes zwischen Dreifach- und Hauptschul-Turnhalle. Sie sollen bis zur Fertigstellung eines Anbaus stehen bleiben. Darüber hinaus wird sich das Internat während der Ferien in eine Baustelle verwandeln. In den ersten beiden Wochen wird dort zwar noch die traditionsreiche Informatikertagung abgehalten, aber sofort danach werden in diesem Bau die Heizung und die Instrumental-Übungsräume komplett saniert. Außerdem wird die Küche modernisiert und erweitert. Die Küche ist für Deuringer ohnehin eines der 'Herzstücke unserer Schulphilosophie'. Denn die Schulkantine sei weit mehr als ein reiner 'Sättigungsort'.

Bereits jetzt bis zu 300 Essen Im Tagesdurchschnitt werden schon jetzt 125 Essen ausgegeben, erklärt Deuringer. An manchen Tagen koche man bis zu 300 Essen. Und der Bedarf steigt: Mit Einführung des achtstufigen Gymnasiums (G8) haben die Schüler mehr Nachmittagsunterricht. Immer mehr nutzen dann das Verpflegungsangebot am Mittag und die Nachmittagsbetreuung, die tageweise gebucht werden kann. Auf dieses flexible Angebot führt Deuringer zurück, dass heuer im Schulversuch G8 in Ganztagsform nur sieben Anmeldungen kamen und damit keine neue Modell-Klasse gebildet wird - da das G8 mit erhöhter Stundenzahl auch am Nachmittag ohnehin Standart wird: Den Eltern sei es lieber, ihre Kinder nur an den Tagen zur Nachmittagsbetreuung zu geben, an denen sie dies brauchen. Wenn dann das Fußballtraining oder die Ballettstunde ansteht, bleibe das Kind eben daheim.

Computer-Raum für Schüler Eine Lösung zeichnet sich darüber hinaus für einen uralten Wunsch der Schule ab: den Anbau. Vor dem jetzigen 'Neubau' östlich des Hauptgebäudes soll ein neuer dreigeschossiger Baukörper entstehen. Im Erdgeschoss ist dort etwas 'tiefergelegt' eine neue deutlich größere Aula geplant. Denn die jetzige Aula platzt bei Konzerten, Schulveranstaltungen oder Elternabenden regelmäßig aus allen Nähten. Doch gerade ein musisches Gymnasium brauche einen Raum, in dem man Konzerte veranstalten könne. Im ersten Stock soll die Verwaltung einziehen, deren jetzige Räume wieder zu Klassenzimmern werden. Im Obergeschoss sieht die Planung einen hellen Raum für die Bücherei und einen Computerarbeitsraum vor. Bisher sei die Bibliothek eher ein Abstellraum, erklärt Deuringer, und mit Ausweitung der Nachmittagsangebote würden Computerarbeitsplätze für Schüler immer wichtiger. Derzeit geht er von mindestens 30 Rechnern dort aus. Der Neubau, so der Direktor, sei vom Finanzausschuss des Landtags bereits abgesegnet und brauche nun noch die Zustimmung des Ministerrates. Derzeit besuchen 1014 Schüler in 33 Klassen und zwei Kollegstufen-Jahrgänge das Marktoberdorfer Gymnasium. Deuringer verzeichnet einen verstärkten Zuspruch für das Internat, in dem auch rund 15 Schüler aus Mexiko, Russland und China wohnen. Neue Schüler erhofft er sich auch durch den Radsport-Stützpunkt, den man demnächst bei einem Tag der offenen Tür präsentieren will.

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