Buchloe
16 entscheidende Sekunden

Innerhalb von 16 Sekunden sind die Play-off-Träume des ESV Buchloe geplatzt: Mit einem Doppelschlag in der 46. und 47. Minute drehte der EV Regensburg sein Bayernliga-Heimspiel gegen die Piraten. Für sie ist der Rückstand auf die Regensburger (8. Platz) damit nur noch theoretisch aufzuholen, zumal die Oberpfälzer noch eine Partie mehr auszutragen haben.

1500 Zuschauer sahen zunächst ein Spiel, das von viel Nervosität auf beiden Seiten geprägt war. Die Regensburger hatten zwar die größeren Anteile, agierten vor dem Tor aber meistens zu umständlich. Bei den Buchloern lief dagegen im Spiel fünf gegen fünf generell nicht viel zusammen. Trainer Norbert Zabel ließ mit vier Sturmreihen spielen. Da in der Defensive Andreas Zeck und Holger Völk fehlten, half Christian Warkus hinten aus. Dafür kam im Schlussdrittel Christian Wittmann aus der 1b-Mannschaft zum Einsatz. Völlig unerwartet klappte das Überzahlspiel bei den Pirates diesmal wie am Schnürchen: Vier Strafzeiten wurden zu drei Toren genutzt.

Bei der ersten Hinausstellung dauerte es nur 19 Sekunden bis Kapitän Bohdan Kozacka von der blauen Linie traf (8.). In der 13. Minute bekam der EVR einen Penalty zugesprochen, den Fritz Hessel im Tor der Pirates jedoch vereitelte. Aber nur fünf Sekunden später schafften die Regensburger doch noch den Ausgleich. Per Schlagschuss im Überzahlspiel brachte Sven Gerike seine Farben erstmals in Führung (17.). Anderthalb Minuten vor der Pausensirene hielt Peter Westerkamp bei einem maßgenauen Querpass von Fortney den Schläger hin und glich wieder aus.

Im Mitteldrittel hatten die Pirates zunächst zwei numerische Unterlegenheiten zu überstehen, ehe sie sich ab der 37. Minute selbst mit zwei Mann mehr auf dem Eis versuchen durften. Fortney erzielte dabei mit einem Schuss aus spitzem Winkel das 3:2 (38.

). Zuvor hatte der Regensburger Gerike eine Spieldauerstrafe erhalten, nachdem er Oliver Braun regelwidrig von hinten checkte. Braun spielte zwar zunächst weiter, musste aber später passen. Auch Kapitän Kozacka musste im zweiten Drittel einen harten Check einstecken und schied vorzeitig aus. So gingen die Pirates mit einer schweren Hypothek in den Schlussabschnitt.

Die Buchloer schafften es aber immer wieder, die Regensburger Offensive in Schach zu halten, bis ihnen ein Stellungsfehler unterlief: Auf einmal war die rechte Abwehrseite völlig offen und der schwedische Verteidiger Kristoffer Bäckström nutzte die Unachtsamkeit, um Fritz Hessel zu überwinden (46.). Die Gastgeber setzten vehement nach. Als der Puck nach einem Schlagschuss freilag, traf Roman Schreyer zum 4:3 (47.

). Die Donauarena stand nun Kopf. Norbert Zabel nahm daraufhin eine Auszeit. Zwar fingen sich seine Cracks wieder, doch es glückte kaum noch eine Angriffsaktion. Auch nicht, als Hessel in der Schlussminute das Tor für einen sechsten Feldspieler verließ.

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