Lindau
15 vierte Plätze beim Songcontest

Wie seit Jahrzehnten ist am Tag vor Heiligabend auf den berühmten Bühnenbrettern im Club Vaudeville der Songcontest gefeiert worden. Heuer haben sich 20 mutige Musiker angemeldet - mehr denn je. Nach all den originellen und schönen Darbietungen hat die Häfler Band «Evil Spades» den Sieg nach Hause getragen.

Wieder einmal war der Club Vaudeville zu dieser ausßergewöhnlichen Vor-Weihnachtsfeier ausverkauft. Auf Platz 1 klatschte das Lindauer Publikum die «Evil Spades» aus Friedrichshafen - eine freche Frontfrau, drei Gitarristen, ein Drummer und heftiger Metal-Punk-Rock, den die Band selbst «Munck» nennt.

Der Schlagzeuger Thomas Haas trommelte sich auf den zweiten Platz. Haas war vor ein paar Jahren Schlagzeuger der Band «Lemon 8», die als Vorgruppe von Carlos Santana im Eichwaldbad ihren Höhepunkt gefeiert hat. Er bearbeitet die Felle seit 1998, hat eine klassische Schlagzeugausbildung absolviert und fühlt sich von Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers inspiriert.

Den dritten Platz erreichten «The Good Old Löffelschwingers», vielen bereits aus dem Vorjahr bekannt. Sie traten mit Gitarren, Saxofon, Trompete, Sängern und Schlagzeug an, dazu brachten sie Katzen, Schafe und Hasen - als Gesichtsmasken - mit. Ihre fetzige Bühnenshow begeisterte das Lindauer Publikum.

Ein Christbaum als Bassist

Natürlich traten alle anderen Teilnehmer mit ebenso viel Freude und Temperament auf. Beispielsweise die «Los Pantalones Muertes»: verrückt, schön zum Anschauen und zum Zuhören. Oder Julia, die ganz allein «Valerie» von Amy Winehouse sang. Und Martin und Moritz mit einer Gitarre, zwei Stimmen und einem Madley. Oder die «Be Sharps» mit «Paparazzi», einem Engelchen als Sängerin, einem Christbaum als Bassisten, einem Geschenk an der Gitarre und einer himmlischen Geige.

Oder «The Inglorious Bastards», die sich all ihre Freunde aus dem Publikum auf die Bühne holten, so dass gar nicht mehr klar war, wer eigentlich zur Band gehört.

Und dann standen sie beim Enddurchlauf vor dem Publikum und ließen sich beklatschen. Die einen verlegen. Die anderen vollführten einen närrischen Tanz, heizten das Volk, das immerhin das Klatschometer und somit für Sieg oder Niederlage zuständig war, mit nacktem Oberkörper und einige sogar im Adamskostüm an.

Aber das Lindauer Publikum war unbeirrbar: Qualität siegt vor Klamauk. Die Moderatoren Götz Rauch und Flo Reinhard verkündeten jeweils einen ersten, zweiten und dritten Sieger - und alle anderen landeten sage und schreibe auf dem vierten Platz

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