14-mal Jubeln zum Jahreswechsel

von Thomas Schreiber | Kaufbeuren Besser hätte der Jahreswechsel für den ESV Kaufbeuren nicht laufen können. Dem 7:1 in Klostersee folgte nun ein Sieg in gleicher Höhe zu Hause gegen die Eisbären Juniors aus Berlin. Sechs Punkte und die tolle Torausbeute von 14:2 bescherten dem ESVK gleichzeitig auch den Sprung auf Platz drei in der Tabelle der Oberliga-Südgruppe.

'Ich bin zufrieden mit den drei Punkten. Wir haben gut angefangen und die Partie von Anfang an dominiert', so das Fazit von Trainer Maurizio Mansi. Allerdings schien das Konzept der Eisbären, die Partie lange offen zu halten, anfangs durchaus aufzugehen. Die Joker kombinierten zwar sehr gefällig, doch ließen sie etwas den Zug zum Tor vermissen.

Mit der Leistung seiner Mannschaft ab dem zweiten Drittel ging Gäste-Trainer Derek Mayer aber hart ins Gericht: 'Das war ein Albtraum. Wir waren einfach nicht bereit zu laufen. Jetzt müssen wir wieder bei Null anfangen', sagte der ehemalige DEL-Verteidiger. In der Tat hatte das Berliner Nachwuchsteam, das ohne Ausländer spielt, zu dieser Zeit nicht die Spur einer Chance.

Astreines Eigentor

Gefallen an der Partie fand Daniel Oppolzer, der nach dem Ausfall von Stefan Endraß (Gehirnerschütterung) im zweiten Block an der Seite von Ben McLeod und Thorsten Rau stürmen durfte. Neben seinem kuriosen Tor zum 5:0, als er die Scheibe in Unterzahl einfach nur aus dem eigenen Drittel schlagen wollte und die Berliner ein astreines Eigentor fabrizierten, sammelte er an diesem Abend auch noch zwei weiter Punkte durch herrliche Assists. 'Es macht natürlich riesig Spaß, neben so erfahrenen Leuten zu spielen', erzählte der 18-Jährige, der in den letzten Wochen mit deutlich mehr Spielpraxis auch Selbstvertrauen getankt hat.

Zum Pechvogel der Saison könnte dagegen Verteidiger Malte Seifert werden, der im zweiten Drittel verletzt ausgeschieden war. 'Er hat sich die Schulter ausgekugelt', so die erste Diagnose von Mannschaftsarzt Dr. Peter Gleichsner, der jedoch dem Ergebnis einer Kernspintomographie am gestrigen Donnerstag noch nicht vorgreifen wollte. 'Ich wollte mich in Unterzahl eigentlich nur in einen Schuss werfen und bin dabei ohne Einwirkung des Gegners unglücklich gefallen', beschreibt Seifert die Situation.

Sollte sich sein möglicher Ausfall bis zum Saisonende bewahrheiten, werden die Verantwortlichen sicher noch einmal Handlungsbedarf bekommen. Bekanntlich endet die Transferzeit am 31. Januar.

'Sechs-Punkte-Spiel'

Doch erst einmal blickt Trainer Mansi auf die Heimpartie heute Abend um 19.30 Uhr gegen den Tabellensechsten Starbulls Rosenheim. 'Das wird ein Sechs-Punkte-Spiel. Vor allem müssen wir über 60 Minuten intelligent spielen', sagt der Trainer und weiß um die Bedeutung dieser Partie. Ob er dabei wieder auf Stefan Endraß zurückgreifen kann, wird sich kurzfristig zeigen.

Auf jeden Fall wird Torhüter Martin Fous nach seiner Sperre wieder zur Verfügung stehen. Ein dickes Lob gab es in diesem Zusammenhang für die beiden Nachwuchskeeper Simon Schreiber und Fritz Hessel. 'Ich muss beiden Danke sagen, sie haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht', lautete Mansis Lob für die Leistung und Einstellung der beiden.

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