106000 Euro für ein Blockheizkraftwerk

Buchloe(mel). - 106000 Euro stellt der Buchloer Stadtrat im Haushalt 2004 für ein Blockheizkraftwerk auf dem Areal der Kläranlage bereit. Dies beschloss das Gremium am Dienstagabend einstimmig. Mit dem aktualisierten Gesetz zu erneuerbaren Energien werden Stromversorgungsunternehmen mittlerweile verpflichtet, für Energie aus Faulgas eine höhere Einspeisevergütung als früher zu gewähren. Anders als zuvor, werde sich ein Blockheizkraftwerk deshalb nun rechnen, erklärte Stadtbaumeister Herbert Wagner eingangs und meinte sogar: 'Das ist sicher eine gewinnbringende Maßnahme.' Bei der Faulung von Klärschlamm fallen in der Buchloer Anlage täglich etwa 850 Kubikmeter Methangas an. Bisher wurde etwa die Hälfte davon für die Beheizung des Faulbehälters und des Betriebsgebäudes genutzt, der Rest wurde abgefackelt. Nun soll das Gas vollständig verwertet werden - etwa 37 Prozent als thermische Energie für die Beheizung von Faulturm und Gebäude, rund 63 Prozent wandern als elektrische Energie ins Netz.

Die mit dem neuen Blockheizkraftwerk jährlich erzeugte elektrische Energie beträgt aller Voraussicht nach rund 338000 Kilowattstunden. Bei einer Einspeisevergütung von 7,67 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich laut Wagner damit eine jährliche Einnahme von zirka 26000 Euro. Dem gegenüber steht ein angenommener jährlicher Aufwand für die nächsten zehn Jahre in Höhe von rund 22400 Euro (Wartung, Kapitaldienst, zusätzliche Reparaturen und Personal). Die Investitionskosten für den Bau des Blockheizkraftwerkes werden auf 100000 Euro geschätzt. Alles in allem ergebe sich so bei der neuen Anlage eine Amortisationszeit von etwa sieben bis acht Jahren. Vor allem die UBI war angetan vom Vorschlag des Stadtbauamtes. 'Wir freuen uns unbandig', meinte Lothar Scholze schon vor der Abstimmung. Und auch die anderen Mitglieder des Gremiums sprachen sich ohne große Diskussion für das Vorhaben aus. Auf Antrag von Peter Hack (SPD) soll dem Stadtrat nach drei Jahren allerdings zur Kontrolle eine Nachkalkulation vorgelegt werden, 'damit wir sehen, ob zum Beispiel bei den jährlichen Wartungskosten in Höhe von 6000 Euro realistisch kalkuliert wurde'.

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