Nahrungsmittelkonzern
Edeka boykottiert Nestlé: Was das für das Werk in Biessenhofen bedeutet

Vom Boykott der Supermarktkette Edeka gegenüber Nestlé-Produkten ist das Werk in Biessenhofen nur am Rande betroffen. Im Ostallgäu wird hauptsächlich Babynahrung hergestellt.
  • Vom Boykott der Supermarktkette Edeka gegenüber Nestlé-Produkten ist das Werk in Biessenhofen nur am Rande betroffen. Im Ostallgäu wird hauptsächlich Babynahrung hergestellt.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Gut zwei Wochen ist es her, da ließ folgende Meldung aufhorchen: Edeka schmeißt Nestlé aus den Läden. Der größte deutsche Lebensmittelhändler boykottiert den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern und will den Verkauf von über 160 Produkten stoppen. Betroffen sind unter anderem Nescafé, Kitkat, Wagner-Pizza, Vittel-Mineralwasser, Thomy-Mayonnaise und Maggi.

In Biessenhofen im Ostallgäu besitzt der Nestlé-Konzern ein Werk. Nestlé ist größter Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler in der Gemeinde. In Biessenhofen stellt Nestlé zum allergrößten Teil hypoallergene Babynahrung her. Aber auch Produkte der Marke Thomy. Die fallen unter den Boykott. Alexander Schleif ist der Vize-Chef des Werks. Freundlich, aber bestimmt sagt er: „Als Werk können und dürfen wir zu Geschäftsbeziehungen des Konzerns keine Aussage treffen.“ Und dann ergänzt er noch: „Das Thema ist hier nicht groß. Das schafft keine große Unruhe im Werk.“

Die Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl (Die Linke) hat im Nestlé-Werk in Biessenhofen als Chemielaborantin gearbeitet. Seit dem Jahr 2006 bis zu zu ihrem Einzug in den Bundestag 2017 vertrat sie als Nestlé-Gesamtbetriebsratsvorsitzende rund 10.000 Mitarbeiter in Deutschland. Noch heute arbeitet die Abgeordnete in Teilzeit als freigestelltes Betriebsratsmitglied. Bei der Auseinandersetzung gehe es darum, wer wem die Preise diktieren kann, sagt Ferschl.

Was Mitarbeiter des Nestle-Werks zum Boykott sagen und warum sie den Streit vielleicht sogar ausbaden müssen, erfahren Sie in der Dienstagsausgabe unserer Zeitung vom 06.03.2018.

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