Eishockey-Pressemitteilung
Niederlage für den ESV Kaufbeuren gegen die Tölzer Löwen

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Am 45. Spieltag unterlag der ESV Kaufbeuren vor 2.846 Zuschauern den Tölzer Löwen nach Verlängerung mit 3:4. Die Allgäuer hatten eine Strafzeitenreiche Partie lange im Griff und führten bis in die Schlussminuten, bevor Tölz das Spiel drehte und ein Ausgleich in den Schlusssekunden den Kaufbeurer Punkt erst noch sichern musste. Neben den Langzeitverletzten Sebastian Osterloh und Julian Eichinger musste Coach Andi Brockmann heute auch auf Denis Pfaffengut, Simon Schütz, Jonas Wolter, Ossi Saarinen, Steven Billich und Stefan Vajs verzichten. So hütete einmal mehr Marci Henne das Tor der Joker. Dieser stand auch gleich in der ersten Minute im Mittelpunkt, als Lubor Dibelka einen aussichtsreichen Nachschuss nicht ins Tor brachte.

Auf der Gegenseite sollte es zwei Minuten dauern, bis auch Ben Meisner gegen Max Schäffler und Markus Lillich parieren musste. Nachdem Andreas Pauli mit einem hohen Stock Lubomir Stach foulte, ging es für den Tölzer vier Minuten auf die Strafbank. Kaufbeuren startete gut in die Überzahl, doch wehrte Ben Meisner Branden Gracels Direktabnahme noch ab. Der folgende Wechsel einer durch die Ausfälle neu formierten Reihe war jedoch geprägt von einigen Unstimmigkeiten, die den Löwen die besseren Chancen ermöglichten.

So scheiterte Johannes Sedlmayer nach einem Fehler im Spielaufbau allein vor Marci Henne. Besser machte dies dann Branden Gracel. Der Kanadier tankte sich rechts durch und traf über die Schulter Ben Meisners zum 1:0. Der ESVK hatte das Momentum und jetzt auch ein spielerisches Übergewicht. Dies hätte kippen können, als die Löwen nach zwölf Minuten zum ersten Mal in Überzahl agierten, doch die einzige nennenswerte Möglichkeit hatten die Hausherren, als Sami Blomqvist allein vor Ben Meisner auftauchte. Mit dem Ablauf der Strafzeit war erneut Ben Meisner gefordert, als dieser einen Konter von Alexander Thiel und Phillip Messing im letzten Augenblick entschärfte. Danach leisteten sich die Oberbayern zwei Strafzeiten in Folge. Das erste Penalty Killing war zwar noch erfolgreich, doch beim Zweiten ließ Joey Lewis die Heimkurve jubeln. Nachdem er den Puck aus dem Slot zurückgelegt bekam, nutzte er die Unruhe vor Ben Meisner und traf zum 2:0. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause.

Die Löwen kamen im zweiten Drittel verbessert aus der Kabine. In Überzahl verpassten sie einen Torerfolg noch, als Marci Henne mit einer Glanzparade einen abgefälschten Schuss abwehrte. Luca Tosto kam dem Tor schon deutlich näher, doch sein Schuss landete in der 26. Minute am Pfosten. Dafür folgte für die Tölzer ausgerechnet in Unterzahl der Anschlusstreffer als Marci Henne der Puck an der Bande versprang und Yannick Drews dankend zum 2:1 einschob. Die Hausherren waren nun etwas verunsichert und hatten es ihrem Torwart zu verdanken, der mit der Fanghand Yannik Drews sicheren Ausgleichstreffer entschärfte.

Bei einer der wenigen guten Konter blieb dann Ben Meisner der Fels in der Brandung, als dieser zuerst Branden Gracels Schuss sowie die direkten Nachschüsse von Sami Blomqvist und Joey Lewis parierte. Die Partie wurde nun etwas hitziger und beidseitig folgten Strafzeiten. Eine weitere Unterzahl überstand der Eissportverein dank eines aggressiven Unterzahlspiels gut und da sich in der Folge ein Schlagabtausch auf Augenhöhe bot, sollten in diesem Drittel keine Tore mehr fallen. Das Schlussdrittel begann für die Löwen mit einer Schrecksekunde. Ben Meisner verlor die Scheibe vor dem Tor und bot Sami Blomqvist die Chance, doch dieser wurde durch ein Haken gestoppt.

In der folgenden wie auch in einer im Anschluss folgenden Powerplaysituation verpasste es der ESVK den alten Abstand wieder herzustellen. So war Marci Henne erneut gefordert, in einer Unterzahl den Ausgleich zu verhindern. Dies gelang dem Schlussmann mit zwei sehr starken Paraden auch. Nach Ablauf der Strafzeit schickte Philipp de Paly mit einem langen Pass Joey Lewis allein auf Ben Meisner, doch scheiterte dieser an der Latte. Dasselbe Bild bot sich auch eine Minute später, als Joey Lewis während einer doppelten Überzahl erneut am Gestänge scheiterte. Tölz überstand diese zwei Minuten mit nur drei Feldspielern und hielt sich die Chance auf den Ausgleich offen. Dies sollte den Oberbayern auch gelingen, als Kevin Wehrs einem Schussblock geschickt auswich und aus bester Distanz in der 57. Minute zum 2:2 traf.

Die Hausherren waren kurzzeitig von der Rolle und Lubor Dibelka ließ nur eine Minute später den Tölzer Führungstreffer folgen. Kaufbeuren war nun im Zugzwang, um hier heute Punkte mitnehmen zu können. So drückten die Rot-Gelben in den Schlussminuten auf den Ausgleich und bekamen gar noch die Chance in Überzahl. Mit dem sechsten Feldspieler auf dem Eis zog Sami Blomqvist 37 Sekunden vor dem Ende ab und traf zum 3:3 Ausgleich. Somit ging es also in die Verlängerung, in der nach mehreren guten Möglichkeiten des ESVK der Tölzer Luca Tosto das Siegtor schoss. Gästetrainer Scott Beattie sah sein Team im ersten Drittel noch nicht bereit zu spielen. Es war ein sehr guter Charaktererfolg seines Teams wegen vieler Ausfälle. Man habe im ersten Drittel nicht schlecht angefangen, doch der letzte Punch zum Tor habe gefehlt so Brockmann. Im zweiten Drittel habe sich das Spiel etwas gedreht. Er sah im Schlussdrittel den Knackpunkt bei den vergebenen Überzahlsituationen.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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