Motorradsport
Nach schwerem Unfall - Unerwartetes Comeback

Vor rund eineinhalb Jahren wurde die Karriere von Marvin Knörle jäh gestoppt. Dem mehrfachen Meister im Motocross brach bei einem 40-Meter-Sprung die Schwinge seines Motorrads, und er stürzte schwer. Heuer wollte der Westendorfer deshalb die Saison «locker angehen lassen» und nur ab und zu Rennen fahren, doch nun steht er vor einem unerwarteten Comeback.

Ende 2009 schien Knörle der nationalen Spitze nahe zu sein und gewann sogar im Internationalen ADAC Youngster Cup ein Rennen. Zuvor hatte er bereits den süddeutschen Pokal gewonnen, war mehrfacher südbayerischer Meister und hatte weit über 40 Rennsiege auf seinem Konto. Doch dann kam das Aus durch den Sturz: Schien- und Wadenbeinbrüche, Lungenquetschung und eine Ellbogenverletzung waren die Folge. Die Genesung dauerte obendrein länger als erwartet, da es Komplikationen gab. «Ich habe sogar immer noch einen Nagel im Bein», erzählt Knörle. Bis Januar konzentrierte sich der 21-Jährige deshalb auf seinen Beruf und machte seine Abschlussprüfung als Elektroniker für Geräte und Systeme.

Doch Anfang März rief ein Freund an, der voriges Jahr das Team «AB-Racing» gegründet hatte: «Nachdem ich erfahren hatte, dass einer seiner Fahrer ausfällt und ein Ersatz gesucht wird, war die alte Sucht wieder da», so Knörle und sagte zu. Sein Vater Bernd entwarf daraufhin einen Plan, um Kraft, Kondition und Fahrtechnik zu trainieren und so noch das Beste herauszuholen, berichtet Knörle. Zudem muss er sich auch noch ein größeres Motorrad gewöhnen, da er nun mit einer 450-ccm-Maschine fahren will.

Dennoch ist er guten Mutes: «Das Motorrad ist klasse», lobt er. Das Training laufe zwar noch nicht optimal, doch notfalls will er sich die Praxis auch über die Rennen ab dem nächsten Wochenende holen. «Nach dem Unfall habe ich schon noch eine kleine Blockade», gibt er zu. Da hilft, dass der neue Teamchef die Umstände kennt: «Ich bekomme deshalb keinen Druck», so Knörle.

Dennoch will er in der deutschen Meisterschaft und im deutschen Pokal nicht hinterherfahren - für die ADAC Masters, der höchsten internationalen Serie, sei es aber definitiv zu früh. «Doch ich will in der DM und im Pokal auf jeden Fall gute Rennen fahren und auch möglichst viele Punkte holen.» Wenn dann der Spaß wiederkommt, sei vielleicht auch mal wieder ein Start in der Masters möglich. Am 10. April startet Knörle aber erst einmal in die DM in Schnaitheim.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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