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Nach gutem Start kassiert ESV Kaufbeuren bittere 5:7-Niederlage gegen Bayreuth

Nach gutem Start kassiert der ESV Kaufbeuren bittere 5:7-Niederlage gegen Bayreuth
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Nach vierwöchiger Zwangspause durfte wieder ein DEL2 Heimspiel für den ESV Kaufbeuren in der erdgas schwaben arena stattfinden. Zu diesem Anlass waren am 3. Advent die Tigers aus Bayreuth angereist. Die Joker mussten bei diesem Schlagabtausch leider erneut auf die Dienste von Sami Blomqvist, Jan Bednar und Fabian Koziol verzichten, die allesamt verletzungsbedingt passen mussten. Zusätzlich konnte Rob Pallin auch nicht auf Markus Schweiger zählen, da dieser in die U20-Nationalmannschaft berufen wurde. Dafür durfte Yannik Burghart aus der eigenen U20-Mannschaft sein Debüt bei den Profis feiern. Zwischen den Pfosten hielt Stefan Vajs von Beginn an die Stellung.

4:2-Führung für den ESV Kaufbeuren nach dem ersten Drittel

Das Spiel läuft noch keine Minute, da fällt auch schon der erste Treffer für den ESV. Julian Eichinger zieht erst von der blauen Linie ab und Joey Lewis steht beim Abpraller goldrichtig und netzt ein. Die Anfangsphase gehört klar den Hausherren, in der vierten Minute wird Max Lukes mustergültig von Florian Thomas bedient, setzt den Direktschuss aber an die Querlatte.

Die Tigers tun sich immer wieder schwer, die Scheibe aus der Verteidigungszone zu bekommen, was die Joker eiskalt ausnutzen. Tobi Wörle fängt einen Klärungsversuch der Gäste ab, macht zwei schnelle Körpertäuschungen und trifft flach zum 2:0 für Kaufbeuren in der siebten Spielminute.

Jetzt gibt Bayreuth die ersten Lebenszeichen von sich, aber Stefan Vajs klärt souverän gegen Nicklas Mannes und Tyler Gron. Auf der anderen Seite hat Timo Herden gegen Tyler Spurgeon erneut das Nachsehen. Youngster Philipp Krauss behauptet zuvor sehr gut die Scheibe hinter dem Gästetor, befördert sie zu John Lammers und der passt zum lauernden Kapitän der Joker. Es steht bereits 3:0 nach acht gespielten Minuten. Wer glaubt, dass sich die Bayreuther davon einschüchtern lassen, täuscht sich, denn die Antwort kommt postwendend. Diesmal sind es die Rotgelben, die den Puck nicht aus der Verteidigung bekommen und dieser landet beim völlig freistehenden Ivan Kolozvary, der in der neunten Minute auf 3:1 verkürzen kann.

Die Tigers sind jetzt wesentlich besser im Spiel und können sich häufig in der Angriffszone festbeißen. Die Joker Abwehr lässt viel zu und Rob Pallin wirkt in dieser Phase extrem angespannt. Das erste Drittel neigt sich dem Ende zu, die Hausherren sind jetzt wieder am Drücker, aber das Tor schießen die Gäste. Ville Järveläinen mit einer schönen Einzelaktion und dem unhaltbaren Abschluss zum 3:2. Es stehen nur noch 40 Sekunden auf der Uhr, aber das war noch nicht der Schlusspunkt in diesem Drittel. Die Joker haben noch einmal Bully in der Angriffszone und Denis Pfaffengut nagelt die gewonnene Scheibe zur 4:2 Führung an Herden vorbei. Mit der verdienten Führung geht es in die Kabine.

Ein Drittel zum Vergessen für den ESVK

Die Tigers starten besser in den zweiten Spielabschnitt und erzielen in der 22. Minute den erneuten Anschluss durch einen harmlosen, aber platzierten Schuss von Simon Karlsson von der Blauen Linie. Dann die erste Strafzeit in diesem Spiel, Denis Pfaffengut muss für zwei Minuten in die Kühlbox. Bayreuth braucht gerade einmal neun Sekunden in Überzahl um den Ausgleich zu erzielen. Drei schnelle Pässe und Martin Davidek befördert die Scheibe mit einem Direktschuss an Stefan Vajs vorbei ins Tor. Das Ganze in Minute 24. und Stefan Vajs räumt den Kasten für Jan Dalgic. Die Partie wird nun sehr zerfahren und die Joker kommen kurzzeitig wieder zu eigenen Chancen durch Alex Thiel und Branden Gracel, Timo Herden kann aber klären.

Es läuft die 30. Minute und Bayreuth kann einen Konter über Lillich für den nächsten Treffer nutzen. Tim Zimmermann mit einer unglaublich guten Direktabnahme und es steht plötzlich 4:5 für die Gäste. Das geht alles viel zu einfach. Jan Dalgic bleibt im Brennpunkt, hält seine Mannschaft aber im Spiel. Die Rotgelben agieren undiszipliniert und fangen sich unnötige Strafen ein. Bei doppelter Unterzahlen verteidigen die Joker erst gut, kassieren dann aber in der 35. Minute schon wieder einen Treffer.

Florian Thomas hat vor dem eigenen Tor den Puck eigentlich schon unter Kontrolle, Tyler Gron nimmt ihm die Scheibe aber ab und steckt sie Jan Dalgic zum 4:6 durch die Schoner. Ein Drittel, komplett zum Vergessen. Nochmals Überzahl für die Tigers in den letzten beiden Minuten und wieder ist es Jan Dalgic zu verdanken, dass die Hausherren nicht noch weiter in Rückstand geraten. Zum Glück für Kaufbeuren geht es in die Pause.

Etwas Hoffnung für den ESVK am Ende des letzten Drittels

Auch zu Beginn des letzten Drittels klaffen große Lücken in der ESVK Abwehr auf, zwei Bayreuther Stürmer gehen allein auf Jan Dalgic und Nicklas Mannes erzielt problemlos das 4:7 für die Tigers. Die Joker bekommen weiterhin nichts gebacken und auch der Keeper lässt sich jetzt davon anstecken. 45 Minuten sind gespielt und Dalgic vertändelt das Spielgerät hinter dem eigenen Kasten, kann dann aber immerhin selbst noch das Gegentor mit einem guten Reflex verhindern. Unverständnis über die Leistung der Hausherren macht sich breit, die zuletzt noch ein starkes Spiel gegen Frankfurt gezeigt hatten. Alex Thiel dann einmal mit einer Trotzreaktion, er tankt sich dynamisch vor das Tigers Tor, aber bei Herden ist Endstation.

Wenigstens bauen die Wertachstädter wieder etwas mehr Druck auf und kommen in der 47. Minute zu einem Powerplay und der Chance, das Ding noch einmal zu drehen. Aber auch hier läuft die Scheibe nicht rund und es springt nichts Zählbares heraus. In der 50. ist es dann Youngster Philipp Krauss, bester Kaufbeurer auf dem Eis, der die Scheibe in die Angriffszone kämpft. Dort wird sie von John Lammers aufgenommen und der erzielt das kurioseste Tor des Abends. Lammers lupft den Puck über Timo Herden, dieser fällt auf das Tor und prallt von Herden´s Trinkflasche an dessen Rücken und es heißt 5:7. Es keimt noch einmal Hoffnung für den ESV auf.

Die Joker versuchen zumindest nochmals alles und nehmen früh den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Max Oswald fälscht einen Schuss gefährlich ab, Julian Eichinger schießt aus der Distanz, aber Timo Herden wird an diesem Abend nicht mehr überwunden. Tobi Wörle bringt es nach dem Spiel auf den Punkt, die Leistung im zweiten Drittel kann von der Mannschaft nicht toleriert werden. Am Dienstag gegen Crimmitschau gibt es die nächste Chance für Joker um es besser zu machen.

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