Chronik
Nach altem Adel benannt

Das Schützenfest des Gaus Kaufbeuren-Marktoberdorf geht nach Abschluss des sportlichen Teils morgen, Mittwoch, in die zweite Runde. Zum Auftakt des 'geselligen Programms' spielt ab 21 Uhr die Showband 'Dolce Vita' im Ebenhofener Festzelt. Festlicher Höhepunkt ist dann der Sonntag, an dem der große Umzug mit über 3000 Teilnehmern stattfindet.

Die Rabensteiner Ebenhofen sind Ausrichter des Gauschießens, da der Schützenverein, wie berichtet, sein 125-jähriges Bestehen feiert. Grund genug, einen kleinen Blick in die Vereinshistorie zu werfen:

'Auf Anregung hiesiger Bürger und Bürgersöhne': So beginnt die Gründungsurkunde der Rabensteiner Ebenhofen, die 1887 aufgesetzt wurde. Der Verein nannte sich damals 'Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft Ebenhofen'. In der ersten Mitgliederliste, ebenfalls von 1887, sind 17 Gründungsmitglieder aufgeführt. Beide Dokumente sind heute noch im Original vorhanden. Vereinslokal war – bis zum Bau des eigenen Vereinsheims 1968 – der Gasthof 'Schwarzer Adler'.

Von Zimmerstutzen-Gesellschaft zu 'D’ Kirchnachtaler'

1932 führte der Verein das Königsschießen ein, das Karl Essenwanger erstmalig gewann. 1951 begannen die Ebenhofener Schützen, neben dem Schießsport auch Theater zu spielen. Nach einer ersten Umbenennung in 'D’ Kirnachtaler' 1962 beschlossen die Schützen schon fünf Jahre später, 1967, einen erneuten Namenswechsel: Ab sofort nannten sie sich 'Rabensteiner Ebenhofen'. Dieser heutige Vereinsname sowie das Vereinswappen gehen auf das Ebenhofener Adelsgeschlecht der Rappensteiner zurück, die Ende des 15. Jahrhunderts lebten.

Im selben Jahr richteten die Rabensteiner anlässlich des 80. Vereinsjubiläums auch ihr erstes Gauschießen aus, an dem insgesamt 921 Schützen teilnahmen. Aus gleichem Anlass beschloss man, sich eine neue Vereinsfahne anzuschaffen.

1968 nahm der Verein die Arbeiten zum Bau des neuen Schützenheimes auf. Dieses konnte – dank der Unterstützung des Altbürgermeisters Josef Müller und viel Eigenleistung – noch im gleichen Jahr fertiggestellt werden. In den 1970er und 1980er Jahren wurde eine Jugendkönigskette angeschafft und mit Elisabeth Bittner wurde die erste Schützenkönigin geehrt.

1987 zuletzt Gauschützenfest ausgerichtet

Zum 100-jährigen Bestehen entschlossen sich die Rabensteiner 1987 wieder, ein Gauschützenfest auszurichten. 1455 Schützen traten an und kämpften um Preise im Wert von 40 000 Mark. 1991 wurde das Schützenheim um 14 Schießstände mit Büro, Umkleiden und einem Jugendraum erweitert. In den 1990er Jahren feierten die Ebenhofener Schützen ihre größten Erfolge. Sie schafften es in die Bezirksoberliga sowie auf deutsche Meisterschaften. 2005 erwarben die Rabensteiner als einer der ersten Vereine elektronische Schießstände. 2009 wurde das Schießangebot der Rabensteiner um Bogenschießen erweitert.

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