Motorradsport
Mehrfache Supermoto-Meister steigen auf stärkere Maschinen um

Als Peter (heute 14 Jahre) und Max Banholzer (11) aus Blonhofen vor rund sechs Jahren anfingen, Supermoto zu fahren, waren sie noch sehr jung und konnten nur auf die Erfahrung ihrer Eltern bauen. Ralf und Bettina Banholzer fuhren in der deutschen Straßenmeisterschaft, wo sie sich auch kennenlernten. Inzwischen sind die Brüder vom AMC Kempten älter, haben zehn Titel eingeheimst und holen sich Tipps von Weltmeister Bernd Hiemer.

Die Erfolge der Banholzers hatten diverse Anfragen und Einladungen zu Messen und anderen Veranstaltungen zur Folge. Kürzlich bekamen sie die Silbermedaille der Stadt Kempten verliehen, da sie für den AMC Kempten fahren. Nun nahm der ehemalige Endurocrack und Vater des Weltmeisters, Edi Hiemer, die schnellen Brüder in sein gleichnamiges Team auf. «Das Team ist voll cool», meint Peter. Denn neben Edi, der ihre Motorräder zusammen mit Ralf Banholzer betreut, treffen die Brüder in dessen Werkstatt manchmal auf Bernd Hiemer und spielen mit dem zweifachen Weltmeister Playstation. Zudem läuft ihnen dort auch noch der frühere DM-Fahrer Daniel Hiemer über den Weg. Doch nun müssen die Banholzers auf größeren Motorrädern antreten. Peter fährt mit 250ccm, Max mit 85ccm. «Die Maschine ist gut, aber noch gewöhnungsbedürftig», meint Peter.

Dagegen ist Max schon forscher: «Ich komme schon gut klar, schließlich ist das Motorrad im Sitz etwas tiefergelegt.»

Diese Herangehensweise trifft auch das Naturell der beiden: «Bis zur Kurve gebe ich Vollgas, wenn ich noch einen Gegner überholen will», erzählt Max. Der siebenfache Titelträger in vier verschiedenen Serien fährt aggressiver als sein Bruder und ist bis auf kleinere Unfälle immer ungeschoren geblieben. Dagegen agiert Peter vorsichtiger, obwohl er mit drei Titeln und ebenso vielen Vizemeisterschaften kaum weniger erfolgreich ist. Den schweren Unfall Ende 2009, als er spektakulär über die Streckenbegrenzung flog, hat er gut überstanden und keine Angst deswegen - aber Ehrgeiz schon.

Deshalb will Peter auch mit der neuen Maschine vorne mitfahren und in der Österreichischen Staatsmeisterschaft (ÖM) sowie dem internationalen Grenzland Cup unter die ersten fünf fahren. Das will auch Max erreichen.

Ohnehin verbindet die beiden sehr viel. Sie spielen Fußball in der Jugend des FC Blonhofen, haben Weltmeister Hiemer und dessen Bruder Daniel als Vorbild und halfen sich sogar auf der Rennstrecke, als sie im vorigen Jahr in der ÖM gegeneinander antraten. Und beide hoffen, später einmal Supermoto-Profi werden zu können: «Ich glaube, ich habe das Zeug dazu, wenn meine Eltern weiter helfen», sagt Peter. Nächstes Jahr will der 14-Jährige aber erst mal eine Ausbildung zum Spengler machen. Max hingegen tendiert zum Maschinenbauer: «Dann kann ich meine Motorradteile auch selber machen.

» Doch vorerst lernt er für die Schule. «In Englisch bin ich ganz gut. Das brauche ich aber auch, wenn ich irgendwann Weltmeister werden will», sagt er lächelnd.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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