Porträt
Mauerstettener Fußballer schaffen sofortigen Wiederaufstieg in Kreisklasse

'So traf man sich regelmäßig nach jedem Spiel, sang und feierte kräftig.' So steht es in der Chronik des SV Mauerstetten geschrieben. Nach der abgelaufenen Saison kam der Verein seinem Ruf nach und feierte gleich drei Mal:

Denn der SVM hatte mit seiner ersten Mannschaft als Tabellenzweiter den Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse geschafft. "Jetzt sind wir wieder in der Klasse, in die wir auch gehören", meint Abteilungsleiter Dieter Zabel.

Die Erleichterung über den direkten Wiederaufstieg ist in Mauerstetten spürbar: 'Das ist unwahrscheinlich wichtig für den Verein', erklärt Vorsitzender Max Merkel. Denn der SVM war bei seiner Gründung 1949 ein reiner Fußballverein. Insofern sei die Abteilung auch noch die wichtigste – obwohl es noch Gymnastik und vor allem die überaus erfolgreichen Volleyballerinnen gibt.

Der jüngste Erfolg der Fußballer war eigentlich gar nicht geplant: Nach dem Abstieg gab es einen Umbruch in der Mannschaft. Die Lücken wurden mit eigenen Jugendspielern gefüllt, das Durchschnittsalter habe bei Anfang 20 gelegen, erzählt Trainer Bertram Zech.

Das Kaufbeurer Urgestein übernahm im Februar 2011 das Team und sollte mit seiner Erfahrung als Landesligaspieler und Jugendtrainer bei der SpVgg Kaufbeuren mittelfristig den SVM wieder nach oben bringen. 'Aber mit dem sofortigen Aufstieg haben wir nicht gerechnet', sagt der 43-Jährige.

Zumal es zeitweise ziemlich eng war: Der SVM lieferte sich lange ein Rennen auf Augenhöhe mit dem FC Ebenhofen. Doch dann schwächelte Mauerstetten, während der FCE davon zog und zugleich Ruderatshofen gefährlich aufkam. Doch der SVM fing sich genau rechtzeitig.

Als Grund für den Erfolg nennt Zabel den Trainer, aber auch die Nachwuchsarbeit: 'Alle unsere Jugendmannschaften spielen höherklassig.' Kein anderer Verein in der Umgebung außer die SVK und der SVO Germaringen hätten ähnliche Erfolge. 'Dafür wurden wir belohnt. Denn von dem Potenzial und der Jugendarbeit gehören wir in die Kreisklasse', betont der Abteilungsleiter.

So soll es zunächst auch bleiben: 'Wir wollen uns in der Klasse etablieren', hofft Zabel. Jetzt sollen erneut junge Spieler aus der A-Jugend eingebaut werden, wofür auch ein kleines Trainingslager zu Hause geplant ist. 'Wir haben so viele junge und talentierte Leute, da wollen wir mittelfristig etwas aufbauen', erläutert Trainer Zech. Er denke dabei perspektivisch an die Kreisliga.

Das wäre dann die höchste Liga, in der der SVM jemals spielte. Doch vorerst soll erst mal der Klassenerhalt geschafft werden. Erreicht der Verein seine Ziele, hat er auch weiterhin Grund zum Feiern. Und falls nicht, wird trotzdem gefeiert. Wie es in der Chronik steht: 'Egal ob gewonnen oder verloren, gefeiert wurde immer."

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