Saisonstart 6. November?
Kaufbeurer Landtagsabgeordneter Pohl: "Eishockey-Clubs brauchen Klarheit!"

Leere Ränge im Kaufbeurer Eisstadion (Archivbild): Der Verein hofft auf den Sisonstart am 6. November.
  • Leere Ränge im Kaufbeurer Eisstadion (Archivbild): Der Verein hofft auf den Sisonstart am 6. November.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Holger Mock

Am Freitag, 06. November soll die Eishockey-Saison starten. Allerdings gibt es zuvor noch eine Menge Fragezeichen für die Eishockey-Clubs. Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) hat sich mit dem Geschäftsführer des ESV Kaufbeuren Michael Kreitl getroffen. Pohl war selbst lange Jahre Präsident des ESV Kaufbeuren, und was Kreitl ihm über die derzeitige Situation erzählte, macht Pohl offenbar Sorgen.

Pohl mahnt schnellere Ergebnisse an

Demnach ging es im Gespräch unter anderem darum, dass es keine verbindlichen, bundeseinheitlichen Vorgaben gibt, ob bei den Eishockeyspielen Zuschauer zugelassen sein werden oder nicht. Kreitl beklagt zu wenig Vorbereitungszeit und Planungssicherheit. Pohl dazu: "Es kann nicht sein, dass wir bis Ende Oktober Arbeitsgruppen tagen lassen und dann zu Weihnachten Ergebnisse haben. Das muss schneller gehen!" Bundesinnenminister Horst Seehofer solle die Initiative ergreifen, die Länder an einen Tisch holen und einen bundeseinheitlichen, verbindlichen Fahrplan festlegen. "Dies muss in den nächsten Wochen passieren", so Pohl. Er habe deshalb Seehofer angeschrieben und darum gebeten, die Prozesse zu beschleunigen.
Das Anschreiben von Bernhard Pohl an Horst Seehofer zum Download
Desweiteren sei es nicht hinnehmbar, dass jedes Gesundheitsamt für sich eine eigene Linie festlege. Das führe zwangsläufig zu Wettbewerbsverzerrungen.

Kreitl: Politik hat "gewaltige Unterstützung geleistet"

Daneben gab es allerdings auch Lob von Kreitl für die zügige Auszahlung der Soforthilfen im Frühjahr. Die Politik habe mit dem 200 Millionen Euro-Hilfspaket für den Teamsport eine gewaltige Unterstützung geleistet, meinte er gegenüber Pohl.

Trotzdem seien noch viele Fragen offen. Es müsse geklärt werden, wie man die VIP-Gäste hier bewertet, ob man nur den Sitzplatz oder den kompletten Ticketpreis ansetzen darf. Auch die Einnahmen aus der Gastronomie müsse man unter die Lupe nehmen. Ohne Zuschauer falle ein sechsstelliger Betrag weg, der weit über den Zahlungen des Hauptsponsors liege. Nicht zuletzt müsse geklärt werden, ob man die Zuschüsse schon für Oktober ansetzen könne und wie schnell die Auszahlung erfolgt.

Pohl: Vereine brauchen "verlässliche, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen"

Pohl hat in den letzten Wochen bereits acht Oberligisten, darunter die Allgäuer Eishockey-Clubs EV Füssen, EV Lindau, ECDC Memmingen und ESV Buchloe besucht, um sich ein persönliches Bild zu machen. Er ist sich sicher, dass eine komplette Absage der Eishockeysaison der Sportart und den Vereinen "einen unwiederbringlichen Schaden" zufügen werde. Schon aus diesem Grund müsse gespielt werden, allerdings "mit verlässlichen und wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen", so Pohl.

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