Special Eishockey SPECIAL

Geisterspiel in Kaufbeuren geht an die Steelers
Joker unterliegen den Bietigheim Steelers mit 1:4

Eishockey (Symbolbild).

Im Kampf um den Get-Ready-Cup musste Spiel Zwei gegen die Bietigheim Steelers, Pandemie bedingt, am Sonntag leider vor leeren Rängen stattfinden. Das erste Aufeinandertreffen am Freitag, konnten die Bietigheimer knapp mit 5:4 in der Verlängerung für sich entscheiden und auch dieses Mal wurde ein offener Schlagabtausch erwartet. Rob Pallin musste bei diesem Test gegen den Ligarivalen, auf die angeschlagenen Jan Bednar und Max Lukes verzichten, Markus Schweiger lief für das DNL Team auf, aber Joey Lewis kehrte wieder zurück zur Mannschaft. Zwischen den Pfosten wurde Jan Dalgic das Vertrauen geschenkt.

Das Spiel startet temporeich und nach zwei Minuten können sich John Lammers und Tyler Spurgeon kurzzeitig im Steelers Drittel festbeißen, Spurgeon trifft aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten. Es geht munter hin und her, wobei leichte Vorteile beim ESVK liegen. Dann kommen aber Riley Sheen und Norman Hauner gefährlich vor das Kaufbeurer Tor, beide Male kann Dalgic entschärfen. Auf der Gegenseite erkämpft Daniel Oppolzer die Scheibe an der Bande, bringt sie an die Blaue Linie und von dort aus wird Kapitän Florian Thomas schön in Szene gesetzt. Cody Brenner im Kasten der Steelers bekommt im letzten Moment noch die Stockhand dazwischen. Acht Minuten sind von Uhr, als die Joker eine gute Zwei gegen Eins Situation nicht zur Führung verwerten können. Besser machen es die Steelers im direkten Gegenzug. Norman Hauner kommt ebenfalls in einer Zwei gegen Eins Situation frei zum Schuss und setzt den Puck trocken zum 0:1 unter die Torlatte.

Direkt im Anschluss darf das Special Team der Steelers zum ersten Überzahlspiel aufs Eis. Die Scheibe läuft sehr gut, aber Jan Dalgic hält noch besser. Zuerst gegen den im Slot lauernden Brett Breitkreuz und zum Zweiten, gegen den aus Peking zu den Bietigheimer gestoßenen, Riley Sheen. Zwölf Minuten sind gespielt und die Rotgelben tuen sich jetzt schwer einen Weg in die Angriffszone zu finden. Dann aber Entlastung, Sami Blomqvist behauptet die Scheibe gut im Steelers Drittel, zurück zu Eichinger und der zum einschussbereiten Branden Gracel, der aber die Scheibe nicht richtig trifft. Großchance zum Ausgleich vertan. Die Partie ist in der Folge weitestgehend ausgeglichen, aber die letzten beiden Spielminuten gehörten dann nochmal den Hausherren. Florian Thomas, Sami Blomqvist und Fabian Voit scheitern vor der Pausensirene am bis dahin fehlerfreien Cody Brenner. Mit 0:1 geht es in die Katakomben.

Die Gäste kommen wesentlich giftiger aus der Pause und machen von Beginn an ordentlich Dampf. Riley Sheen hämmert das Hartgummi in der 21. Minute Richtung Dalgic, der kann aber abwehren. Robert Kneisler dann kurze Zeit später mit einer guten Chance am kurzen Pfosten, aber wieder kann der Kaufbeurer Schlussmann klären. Was folgt ist einen Dauerbelagerung der ESVK Verteidigung und das Einzige, dass man den Bietigheimer dabei vorwerfen kann ist, dass sie nicht zwingend zum Abschluss kommen. Cody Brenner bleibt bis zur 28. Minute arbeitslos, als aus dem Nichts plötzlich Sami Blomqvist frei zum Schuss kommt und das Spielgerät leider nur an die Unterkante der Torlatte nagelt. Den direkten Konter bekommt ausgerechnet der schnelle Riley Sheen in den Lauf gespielt, der frei auf Jan Dalgic zu fährt und diesen durch die Schoner zum 0:2 verlädt. Wenigstens scheint der erneute Gegentreffer ein kleiner Weckruf für den ESV gewesen zu sein. Die Rotgelben tauchen nun immer öfter im Angriffsdrittel auf, wirkliche Torgefahr geht von den Hausherren aber nach wie vor nicht aus. Nach 35 gespielten Minuten klingelt es dann erneut im Kaufbeurer Tor. Yannick Wenzel lässt erst Patrick Reimer aussteigen und dann Jan Dalgic keine Chance. Ein sehenswerter Treffer zum 0:3 der Gäste. Die Blomqvist Reihe zeigt den größten Willen auf den Anschlusstreffer, der Finne schickt mustergültig Branden Gracel auf die Reise, doch dieser scheitert mit seinem Alleingang an Cody Brenner. Langsam zeichnet sich ein Muster ab, da scheinbar auf jede Großchance der Joker ein Tor der Steelers folgt. Dieses Mal ist es Benjamin Zientek, der in der 39. Abstauben kann, nachdem Jan Dalgic einen Schuss von Tim Schüle nach vorne abprallen lässt. Dann kommt der ESVK aber doch noch zu seinem Anschlusstreffer. Sami Blomqvist trägt die Scheibe in die Angriffszone, legt quer zu Denis Pfaffengut, von dort weiter zu Branden Gracel im Slot und der trifft zum 1:4 in Minute 39. Mit diesem Spielstand geht es in die zweite Pause.

Die Bietigheimer starten mit neuem Goalie in den letzten Spielabschnitt und die Joker mit mehr Elan. Dieser wird durch eine Strafzeit gegen Tobias Echtler aber direkt wieder gestoppt. Kurz darauf muss auch noch Fabian Koziol auf die Strafbank und der ESVK muss sich in doppelter Unterzahl wehren. Tim Schüle kommt dabei in der 44. Minute zu einem knallharten Abschluss, verfehlt aber knapp das Gehäuse und die Rotgelben überstehen die Unterzahl ohne weitere Schäden. Dann sorgen endlich mal wieder Tyler Spurgeon, Patrick Reimer und John Lammers für etwas Betrieb vor dem eingewechselten Leon Doubrawa. Leider springt dabei nichts Zählbares heraus. Denis Pfaffengut lässt dann in der 47. das Tornetz zappeln, aber leider nur von außen. Kurz darauf noch einmal die Chance für den ESV in Überzahl zu einem Treffer zu kommen, doch zuerst sind es die Gäste die daraus Profit schlagen können. Jan Dalgic bewahrt mit einem starken Doppel Save gegen den mutterseelenallein anrennenden Riley Sheen und den Nachschuss von Matt McKnight, seine Mannschaft vor einem weiteren Gegentreffer. Gegenüber zieht Reimer ab, aber der Steelers Keeper kann abwehren. Zwei Minuten später schießt Alex Thiel von der Blauen und Fabian Voit fälscht mustergültig ab, doch Leon Doubrawa ist mit der Fanghand zur Stelle. Erneutes Powerplay für die Joker und dieses Mal läuft die Scheibe wie am Schnürchen, immer wieder wird Patrick Reimer mit seiner genialen Direktabnahme gesucht. Aber auch der zweite Goalie der Steelers bleibt fehlerfrei und kann auch den Abschluss einer schönen Kombi zwischen Lewis und Blomqvist entschärfen. Jetzt machen die Gäste nochmal ernst, ein Gegenstoß von Matt McKnight kann nur mit vereinten Kräften gestoppt werden. Wenigsten die Moral stimmt und die Rotgelben versuchen bis zum Schluss mit allen Mitteln zu einem weiteren Treffer zu kommen. Florin Ketterer zieht in der letzten Spielminute knapp am Kasten vorbei und Sami Blomqvist scheitert nochmals am stark parierenden Doubrawa. Leider wurde das zweite Drittel komplett verschlafen und so endet dieses Spiel mit 1:4 aus Sicht der Joker.

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