Eishockey
Fünfter Sieg in Folge - ESV Kaufbeuren schlägt auch Tabellennachbar aus Heilbronn

Nach vier Siegen in Serie und Platz Vier in der Tabelle, ging es am Sonntagabend gegen die fünftplatzierten Falken aus Heilbronn. (Symbolbild)
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Nach vier Siegen in Serie und Platz Vier in der Tabelle, ging es am Sonntagabend gegen die fünftplatzierten Falken aus Heilbronn. Joker Trainer Tray Tuomie konnte, wie schon am Freitag, aus den Vollen schöpfen und mit vier vollbesetzten Angriffsreihen an den Start gehen. Im Tor stand vor 1.718 Zuschauer in erdgas schwaben arena von Beginn an Stefan Vajs, der einen erheblichen Beitrag zum Sieg gegen Freiburg geleistet hatte.

Yannik Burkhart mit Tor-Debüt 

Die Gäste kamen besser ins Spiel und zu ersten Chancen. In der zweiten Minute setzten sie Fabian Koziol früh unter Druck, wodurch dieser die Scheibe verlor und plötzlich standen gleich drei Heilbronner frei vor Stefan Vajs, der den Schuss von Judd Blackwater zum 0:1 passieren lassen musste. Die Joker schüttelten den Fehlstart aber direkt wieder ab und während sich die Falken noch freuten, zog Sören Sturm aus spitzem Winkel von der Bande aus in Richtung Tor ab, Yannik Burkhart hielt den Schläger rein und es stand 1:1 in der zweiten Spielminute. Für den jungen Stürmer war dies der erster Teffer in der DEL2. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Frust 

In der Folge beruhigte sich das Spiel zwar etwas, blieb aber auf hohem Tempo. Die Falken strahlten etwas mehr Torgefahr aus, aber auch Florian Mnich im Heilbronner Tor hatte bei Chancen von Sami Blomqvist und Fabian Voit alle Hände voll zu tun. In der neunten Minute durften die Gäste das erste Mal ihre Überzahlformation aufs Eis schicken, weil Simon Schütz auf die Strafbank geschickt wurde. Die Rotgelben spielten konzentriert in Unterzahl und überstanden diese ohne Schaden. Es blieb schnell und ausgeglichen, in der 13. Minute zeigte Stefan Vajs einen starken Save gegen den völlig freistehenden Noah Dunham und der ESVK kam kurz darauf zu seinem ersten Powerplay. Die Hausherren bauten dabei zwar mächtig Druck auf den Falken Kasten auf, belohnten sich aber nicht mit dem Führungstreffer. Dann wurde es extremst kurios. In der 18. Minute ging das Schiedsrichtergespann plötzlich vom Eis, um den Videobeweis anzufordern um eine nicht angezeigte, eventuelle Strafe nachträglich zu kontrollieren. Dies hatte zur Folge, dass Max Oswald wegen eines hohen Stocks in der 17. Minute für zwei Minute auf die Strafbank musste und die Spielzeit zurückgestellt wurde. Man sah Fragezeichen und Unverständnis im Stadion, wohin man schaute. Die Tragweite dieser äußerst seltsamen Entscheidung wurde dann durch den Überzahltreffer von Alex Lambacher, zum 1:2 für Heilbronn, nochmals deutlich vergrößert. Kurz vor der ersten Pause gab es dann noch eine weitere sehr unschöne Situation. Stefan Della Rovere checkte Jan Pavlu klar gegen den Kopf, woraufhin dieser auch vorzeitig das Eis verlassen musste, das Schiedsrichtergespann entschied nach langer Diskussion, letztendlich keine Strafe gegen Della Rovere auszusprechen. So endete das erste Drittel, bei dem die Unparteiischen leider eine deutlich zu große Rolle einnahmen, mit viel Frust für Rotgelb.

Unentschieden nach zwei Dritteln 

Auch im zweiten Drittel die Heilbronner mit dem klar besseren Start und einer hochkarätigen Chance für Simon Thiel in der 23. Minute, aber Stefan Vajs zeigte einmal mehr warum er zu den besten DEL2 Goalies gehört. Eine Strafe gegen Heilbronn kam den Jokern zu diesem Zeitpunkt sehr gelegen und das führte auch zum Ausgleich. Sören Sturm zog im Powerplay von der Blauen Linie ab und Tyler Spurgeon machte das was Tyler Spurgeon eben so macht und staubte den Abpraller zum Ausgleich in der 25. Minute ab. Nach dem Ausgleich egalisierten sich beide Teams minutenlang, wobei die Intensität aber dauerhaft auf einem hohen Level blieb. Kaufbeuren dann erneut in Überzahl, aber Heilbronn mit starkem Penalty Killing und das beflügelte die Gäste kurzeitig. In der 37. Minute setzten sie sich erst lange im Angriffsdrittel fest, dann kam die Scheibe zu Goldhelm Jeremy Williams und der ehemalige NHL Profi netzte eiskalt zur 2:3 Gästeführung ein. Wieder gaben die Joker die schnelle und exakt passende Antwort. Trainer Tray Tuomie beförderte erst den jungen Yannik Burkhart in die erste Reihe, neben Tyler Spurgeon und John Lammers und der dankte ihm das direkt mit einem Pass auf Spurgeon, der eiskalt das Spielgerät in der 37. Minute zum erneuten Ausgleich unter die Torlatte setzte. Vor der zweiten Pausensirene kam dann Joey Lewis im Slot, nach schöner Vorarbeit des ackernden Branden Gracel noch zu einer guten Chance, aber Florian Mnich hält den Puck und das Unentschieden vorerst fest.

Penaltyschießen entscheidet Partie 

Das dritte Drittel war vor allem eines, ausgeglichen. Beide Teams tasteten sich von Beginn an ab und lauerten auf Fehler. In der 44. und 47. Minuten kamen die Hausherren durch Oswald und Koziol frei zum Schuss, aber Mnich jeweils mit starken Reflexen. Dann musste Tyler Spurgeon nach einem sehr kleinlichen Pfiff für zwei Minuten in die Kühlbox und das Special Team der Joker samt Stefan Vajs, mussten hinten alles dicht machen, um nicht in Rückstand zu geraten. Dies gelang auch, aber in der Folge schwamm der ESVK und es war einmal mehr dem starken Kaufbeurer Schlussmann zu verdanken, dass kein weiterer Falken Treffer viel. Beide Mannschaften spielten absolut auf Augenhöhen und jederzeit hätte ein Treffer auf beiden Seiten fallen können, vor allem Kaufbeuren hätte bei zweimaliger Überzahl vor Spielende noch zuschlagen können, aber es blieb beim Unentschieden während der regulären Spielzeit und den Zuschauern wurde noch die Overtime gegönnt. Diese war auch weiterhin nichts für schwache Nerven, da beide Teams immer wieder durch Strafzeiten in Überzahl kamen und die Keeper die Angreifer und Fans durch starke Saves zum Wahnsinn trieben. Dieses Spiel konnte nur im Penaltyschießen entschieden werden und das wurde es durch die Treffer von Tyler Spurgeon und John Lammers, am Ende zu Gunsten der Joker. Der fünfte Sieg in Folge, richtig stark.

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