Spielbericht
ESVK gewinnt Spiel eins der Pre-Playoff Serie gegen die Steelers mit 4:3

Eishockey (Symbolbild).
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  • Foto: Ernst Mayer
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Pre-Playoffs Spiel Nummer eins stand für den ESV Kaufbeuren am Freitagabend bei den Bietigheim Steelers auf dem Programm. Joker Coach Andreas Brockmann konnte dabei wieder auf die beiden Verteidiger Philipp de Paly und Alexander Thiel zurückgreifen. Weiterhin nicht zur Verfügung standen aber Stefan Vajs und Jan Bednar. Louis Latta und Leon Kittel schafften es nicht in den Kader und standen somit im Aufgebot des Oberliga Kooperationspartners ECDC Memmingen.

Das Spiel begann für die Joker vor 2.473 Zuschauern, darunter gut und gerne 300 stimmungsvolle Fans aus dem Allgäu, recht gut. Dabei nutzten die Kaufbeurer in Minute drei gleich ihr erstes Powerplay zur frühen Führung. Dabei war dies kein typisches Überzahl Tor. Joey Lewis klaute einem Steelers Spieler in der Ecke die Scheibe, passte blitzschnell vor das Tor zu Sami Blomqvist und dieser ließ sich frei vor Stephon Williams nicht zwei Mal bitten und brachte seine Mannschaft mit 0:1 in front. Die Joker waren nach dem ersten Treffer auch weiter am Drücker, leisteten sich dann aber einen folgenschweren Fehler an der blauen Linie und die Hausherren konnten einen zwei auf eins Konter fahren. Myles Fitzgerald ließ sich diese Chance nicht nehmen und glich das Spiel mit dem ersten Angriff der Bietigheimer zum 1:1 aus. Der ESVK konnte ein zweites Powerplay dann leider nicht in einen weiteren Treffer ummünzen. Mit andauernder Spielzeit wurden die Steelers auch immer gefährlicher und drückten auf den Führungstreffer. Diese sollte dann in der 15. Minute auch gelingen. Torschütze Matt McKnight wurde direkt vor dem Tor angespielt und dieser traf trotz der direkten Bedrängnis durch seinen Gegenspieler trotzdem zum 2:1. Damit ging es für die Wertachstädter mit einem Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel brauchten die Joker ein wenig um wieder besser in die Partie zu finden. Dabei half ihnen ein weiteres Überzahlspiel um das Spiel auszugleichen. Antti Kerälä fand dabei nach einer zuerst unübersichtlichen Situation den völlig frei stehenden Joey Lewis vor dem Tor und dieser hatte keine Mühe mehr die Scheibe zum 2:2 Ausgleich einzuschieben. Gespielt waren hier 25 Minuten. Der ESVK musste dann direkt nach dem zweiten Treffer das erste Mal in Unterzahl agieren, dies gelang gut und kurz nach der überstandenen Strafe gingen die Joker dann sogar in Führung. Florin Ketterer traf mit einem verdeckten Schuss von seitlich dem Tor zum 2:3. Das Spiel war in der Folge von den Spielanteilen sehr ausgeglichen, wobei die Bietigheimer durchaus ein kleines Chancenplus verzeichnen konnten. Knapp drei Minuten vor der Pause lieferten sich dann Benjamin Hüfner und Alexander Thiel einen Faustkampf. Beide erhielt danach 2+2+10 Strafminuten. Auslöser für die Keilerei war ein Check an Max Schmidle vor der Spielerbank der Hausherren, den sein Mitspieler nicht einfach so stehen lassen wollte. 47 Sekunden vor der Pause musste dann Steelers Stürmer Lukas Laub stark blutend das Eis verlassen. Der Stürmer hatte einen Schuss unglücklich in das Gesicht bekommen, konnte das Eis aber nach kurzer Zeit selbständig verlassen. Aufgrund dessen, dass sich auf dem Eis viel Blut befand, zogen die Schiedsrichter die zweite Drittelpause vor und schickten beide Mannschaften vorzeitig in die Kabinen. Die dann noch gespielten 47 Sekunden waren dann aus ESVK Sicht unfassbar. ESVK Torhüter Ilya Sharipov wurde von Steelers Spielern im Torraum unfair bearbeitet und die Schiedsrichter ließen dies ungestraft durchgehen, leider ließ sich der Joker Torhüter in der Emotion zu einem Schlag hinreißen, welchen die Schiedsrichter dann aber folgerichtig mit einer Matchstrafe ahndeten. Somit musste Ilya Sharipov das Spielfeld verlassen und Jan Dalgic stand fortan im Kasten. Durch die Matchstrafe mussten die Wertachstädter dann natürlich auch fünf Minuten in Unterzahl agieren. Die Kaufbeurer verteidigten hier sehr stark und hatten durch Daniel Oppolzer sogar eine top Chance auf 2:4 zu stellen. Der Joker Stürmer aber scheiterte frei vor Stephon Williams und die Hausherren bestrafen dies fast im Gegenzug. Matt McKnight brachte die Scheibe aus kürzester Distanz noch im Powerplay agierend an Jan Dalgic vorbei und stellte auf 3:3.

Der ESVK aber zeigte große Moral und einen noch größeren Siegeswillen und ließ sich von diesen in kürzester Zeit erlittenen Rückschlägen nicht beirren. Dazu zeigte Jan Dalgic gegen nun stark drückende Steelers mehrere starke Paraden und gab seiner Mannschaft somit weiterhin eine Chance auf den Sieg. Die Joker sollten sich diesen dann auch noch holen. Ein toller Angriff brachte dem ESVK dann 32 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer. Jere Laaksonen trug die Scheibe in die Angriffszone, legte zurück auf Julian Eichinger und der Kapitän der Joker zeigte eine tolle Übersicht, er fand den am langen Eck wartenden Calvin Pokorny, der nach dem Zuspiel eigentlich das leere Tore vor sich hatte. Der junge Stürmer aber traf die Scheibe nicht richtig, hatte dabei aber Glück im Unglück, dass diese den Weg zu Jere Laaksonen fand und der Puck zur großen Freude der Rund 300 mitgereisten Joker Fans doch noch über die Linie trudelte.

Die letzten 30 Sekunden stellten sich die Hauptschiedsrichter aber dann erneut in den Mittelpunkt. Diese überstimmten einen der Linienschiedsrichter fälschlicherweise bei einer Icing Entscheidung gegen den ESVK und als Trainer Andreas Brockmann dies reklamierte, bekam er auch noch zwei Strafminuten aufgebrummt. Somit mussten die Joker mit einem Bully in der eigenen Zone und in Unterzahl die letzten 22 Sekunden überstehen. Dies gelang aber bravourös und die Wertachstädter sicherten sich somit die wichtige 1:0 Serienführung. Spiel zwei der Serie findet dann am Sonntag um 17:00 Uhr in der erdgas schwaben arena statt.

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