Spielbericht
ESV Kaufbeuren verliert in Frankfurt 2:5

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Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest war der ESV Kaufbeuren am Sonntagabend in Frankfurt zu Gast. Dabei wurden die Mannschaft von Rund 150 lautstarken Fans in die Mainmetropole begleitet.

Neben den bekannten Ausfällen von Philipp de Play und Daniel Oppolzer musste Trainer Andi Brockmann auch weiterhin auf Stefan Vajs verzichten, dessen vor Wochen erlittene Unterkörperverletzung macht dem Torhüter immer wieder große Schwierigkeiten und lässt somit einen Einsatz derzeit leider nicht zu. Als Backup mit an Board war dafür wieder Dominic Guran aus dem DNL Team. Krankheitsbedingt fehlte dazu auch noch Stürmer Jere Laaksonen, seinen Platz in der dritten Sturmformation übernahm sein Landsmann Ossi Saarinen. Saarinen hat seine Oberkörperverletzung auskuriert und stellt somit auch grundsätzlich wieder eine wichtige Option für die Trainer dar.

Nach einer kurzer Abtastphase übernahmen die Hausherren mit viel Tempo und Willen das Kommando über die Partie. Dabei waren die ersten Torabschlüsse der Frankfurter noch nicht die gefährlichsten. Dies sollte sich aber nach einem ersten Powerplay der Joker nach gut sechs Minuten ändern. Zuerst hatten die Kaufbeurer in Überzahl noch zwei dicke Chancen, aber Jimmy Hertel im Kasten der Löwen konnte retten. Noch in Unterzahl hatte Adam Mitchel nach einem Abspielfehler des ESVK in der eigenen Zone die top Chance auf den ersten Löwen Treffer. Jan Dalgic war aber zur Stelle. So sollte es dann aber auch weitergehen. Der Kaufbeurer Schlussmann stand nun im Mittelpunkt der Partie. Die Hessen erhöhten den Druck immer mehr und Jan Dalgic hatte alle Hände voll zu tun. Machtlos war er dann in Minute neun. Ein kapitaler Abspielfehler in der eigen Zone brachte Löwen Top-Scorer Rope Raanta die Scheibe direkt auf den Schläger und dieser traf humorlos zum 1:0 in den linken Torwinkel. Anschließend hatten die Frankfurter mehrere hundertprozentige Chancen auf einen zweiten Treffer liegen gelassen. Entweder zielten die Hessen zu ungenau oder Jan Dalgic zeige tolle Reflexe und verhinderte somit einen höheren Pausenrückstand für sein Team.

Das zweite Drittel war dann deutlich ausgeglichener wie das erste. Die Löwen hatten weiterhin mehr Torchancen, aber auch die Allgäuer hatten jetzt deutlich mehr Spielanteilen und Torabschlüsse, wie noch zu Beginn des Spieles. Dabei hatte Maximilian Eisenmenger nach einem Scheibengewinn an der eigenen blauen Linie einen Alleingang, traf aber dabei das Tor nicht. Da er zuvor aber auch regelwidrig zu Fall gebracht wurde, konnten die Hessen ihr erstes Powerplay an diesem Abend genießen. Die Joker aber verteidigten stark und ließen keinen Gegentreffer zu. Gerade als dann ein Überzahlspiel der Kaufbeurer in der 29. Minute abgelaufen war, traf Alex Thiel zum 1:1 Ausgleich. Dabei musste der Verteidiger nach schönen Pässen von Ossi Saarinen und Julian Eichinger, die Scheibe nur noch im leeren Löwen Gehäuse unterbringen. Dieser Treffer gab den Joker einen deutlichen Energieschub und als die Wertachstädter immer besser in das Spiel kamen und einige gute Torabschlüsse hatten, kam wieder eine Tiefschlafphase. Mike Mieszkowski konnte dabei gegen seinen ehemaligen Club einen einfachen Treffer erzielen. Max Faber setzte den völlig frei stehenden Stürmer nach einer feinen Einzelaktion perfekt ein und dieser musste nur noch zum 2:1 einschieben. Schon Sekunden zuvor hatten die Hausherren den Führungstreffer bei einen ähnliche Situation liegen gelassen. Gespielt waren da 36 Minuten. Die Kaufbeurer hatten aber eine schnelle Antwort parat. Alex Thiel fand an von der blauen Linie aus direkt vor dem Tor den Schläger von Joey Lewis und dieser tippte die Scheibe zum erneuten Ausgleich in den Kasten von Jimmy Hertel ein. Somit ging es mit einem 2:2 Unentschieden in die zweite Pause.

Das letzte Drittel war dann ebenfalls ausgeglichen, aber die Löwen machten die Tore. Martin Buchwieser brachte die Frankfurter in der 45. Minute mit 3:2 in Front. Dabei fälschte der ehemalige DEL Haudegen die Scheibe direkt vor Jan Dalgic entscheidend ab. Als die Joker dem Ausgleich immer näher kamen, aber ihre Chancen nicht nutzten, schloss Maximilian Eisenmenger einen Konter etwas Glücklich zum 4:2 ab. Glücklich deshalb, weil der Puck im Moment der Schussabgabe sich aufstellte und somit für Jan Dalgic schwer zu berechnen war. Auch das fünfte Tor der Hausherren war dann etwas Glücklich. Julian Eichinger blockte einen Schuss, und die Schiebe viel seinen Gegenspieler auf die Kelle, der nur noch den frei stehenden Stephan MacAuley im Slot bedienen musste. Die beiden Gegentreffer fielen in der 58. Spielminute.
Letztendlich war der Sieg der Frankfurter auch durchaus verdient. Die Joker stemmten sich zwar gegen die Niederlage und hatten wie erwähnt auch bis auf wenige Phasen eine gute Auswärtspartie gezeigt, die schlussendlich vielleicht auch ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist.

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