Eishockey-Pressemitteilung
ESV Kaufbeuren verhindert vorzeitiges Playoff-Aus durch Sieg gegen Lausitzer Füchse

Zum fünften Spiel der Playoff-Serie trafen der ESVK und die Lausitzer Füchse aufeinander. Neben Sebastian Osterloh, Julian Eichinger, Florin Ketterer und Ossi Saarinen gesellte sich vor dem Spiel mit Max Schmidle noch ein weiterer Spieler zum Lazarett hinzu. Das Spiel sollte wieder einmal halten, was man auch bisher von beiden Mannschaften gesehen hatte. Hochgeschwindigkeitseishockey viel Einsatz und Leidenschaft. Wie auch in den vorangegangenen Vergleichen dauerte es nur wenige Sekunden bis zum ersten Torschuss.

Das erste Tor des Spiels erzielten die Füchse. Vincent Hessler hob ein vermeintliches Icing mit einem tollen Spurt auf und suchte einen Mitspieler. Diesen fand er in Cedric Schiemenz und da war sie wieder, die Effizienz der Gäste. Die Joker blieben weiter am Drücker und setzten die Oberlausitzer unter Druck, so dass dies in zwei Hinausstellungen binnen zehn Sekunden für die Gäste mündete.

In doppelter Überzahl war es dem Kapitän Jerre Laaksonen vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Schön im Slot freigespielt durch Joey Lewis verzögerte er kurz den Schuss und lupfte den Puck dann über Maximilian Franzreb hinweg in den Winkel. Zum Drittelende hin wurde es etwas hitzig. Nach einem Check blieb Oliver Granz auf dem Eis liegen und es bildete sich ein Handgemenge.

Auch durch die Pausensirene ließen sich die Gemüter zunächst nicht beruhigen und die Schiedsrichter hatten Mühe, die Streithähne voneinander zu trennen. Wie bereits im ersten Drittel verlangsamte sich das Geschehen auf dem Eis auch im zweiten Drittel nicht. Sami Blomqvist und Cedric Schiemenz mussten nach der Rangelei zu Drittelende beide auf der Strafbank Platz nehmen und so gab es zunächst mehr Platz auf dem Eis, was beiden Mannschaften sichtlich zugutekam.

Das Spiel wogte hin und her bis die Joker in Minute 30 zweimal zuschlugen. War es zunächst Philipp de Paly – von Florian Thomas auf die Reise geschickt –, der Maximilina Franzreb mit einem Schuss zentral vom Slot alt aussehen ließ, so war es nur 38 Sekunden Steven Billich mit einer Energieleistung aus dem eigenen Drittel, der die Führung auf zwei Tore ausbauen konnte. Wiederum erwischte man den Torhüter der Sachsen etwas unglücklich, diesmal auf der Fanghandseite und das Stadion kochte endgültig. Als knappe zwei Minuten später Alex Thiel im Powerplay die Scheibe per Direktabnahme trocken ins Gehäuse zimmerte, lag man erstmals in der Serie mit drei Toren in Führung.

Durch weitere teilweise Undiszipliniertheiten mussten die Füchse das restliche Drittel fast durchgehend in Unterzahl agieren. Hier traf Jere Laaksonen nur den Pfosten und die Mannen aus Weißwasser waren sichtlich erleichtert, als die Pausensirene ertönte. Mit viel Druck kamen die Joker wieder aus der Kabine. Alex Thiel erhöhte nach bereits 92 Sekunden auf Zuspiel von Jere Laaksonen auf 5:1. Als Florian Thomas in Überzahl zum 6:1 abfälschte, war der Arbeitstag für Maximilan Franzreb beendet. Für ihn kam Konstantin Kessler. Beinahe hätte Daniel Oppolzer ihn in der 51. Minute überwunden aber es stand die Latte im Weg.

Nun waren die Füchse wieder am Zug. David Kuchejda verkürzte mit dem guten alten „Bauerntrick“ auf 6:2 und als gleich zwei Joker auf der Strafbank waren und Corey Nelson noch einen sechsten Feldspieler aufs Eis brachte, war es Chris Owens mit einem trockenen Schuss, der den 6:3 Anschlusstreffer erzielen konnte. Wer gedacht hatte, Corey Nelson würde Konstantin Kessler wieder aufs Eis schicken, sah sich getäuscht. Man wollte weiter Überzahl trainieren und nur sporadisch wurde der Goalie ins Tor zurückbeordert. Sowohl dem ESVK als auch den Füchsen sollte kein Tor mehr gelingen. Somit blieb es am Ende beim verdienten Heimsieg der Joker und man konnte das Ausscheiden verhindern.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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