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ESV Kaufbeuren vergibt zu viele Chancen und verliert Partie in Bietigheim mit 7:2

Eishockey (Symbolbild).
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  • Foto: Siegfried Rebhan
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Der zweite Spieltag der DEL2 Saison 2020/2021 stand am Sonntag für die Joker auf dem Programm. Dabei gastierte der ESV Kaufbeuren bei den Bietigheim Steelers. Für ESVK Trainer Rob Pallin gab es nach dem Auftaktsieg gegen Dresden leider nochmals schlechte Nachrichten aus der medizinischen Abteilung. Neben Max Lukes, Fabian Voit, Markus Schweiger und Branden Gracel, die allesamt schon am Freitag fehlten, musste nun auch noch Torjäger Sami Blomqvist verletzungsbedingt passen. Im Tor der Joker stand erneut Stefan Vajs.

Besserer Start für Steelers

Die Steelers hatten wohl den etwas besseren Start in das Spiel. Stefan Vajs wurde so gleich etwas warm geschossen. Dabei scheiterte unter anderem Matt McKnight am gut aufgelegten Joker Schlussmann. Die Kaufbeurer brauchten ein paar Minuten um zu ihrem Spiel zu finden, was nach drei bis vier Minuten auch gelang. Ein erstes Powerplay der Wertachstädter nach vier Minuten half dabei sicherlich auch, allerdings konnten sich die Joker dabei noch keine richtig gute Chancen erspielen. Danach neutralisieren sich beide Mannschaften nahezu, wobei die Kaufbeurer aber sicherlich ein paar mehr Spielanteile hatten. Die erste ganz große ESVK Chance hatte John Lammers, der einen schönen Aufbaupass von Julian Eichinger aufnehmen konnte und sich seitlich vor das Tor von Cody Brenner tankte. Der Kanadier scheiterte mit seinem Schuss aber an der Stockhand des Bietigheimer Torhüters. Ein weiteres Überzahlspiel des ESVK nach 15 Minuten brachte dann leider auch nicht den ersten Torerfolg an diesem Abend. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die erste Pause.

Fünf Aluminiumtreffer für den ESVK im zweiten Drittel

Was für ein Slapstick dann zu Beginn des zweiten Abschnittes. Die Joker scheitern in diesem Drittel allein fünf Mal am Torgestänge. Aber der Reihe nach. John Lammers tauchte nach wenigen Sekunden frei vor Cody Brenner auf und scheiterte aus kurzer Distanz am Bietigheimer Torhüter. Nur Sekunden später traf der Kanadier dann auch noch den Pfosten. Der nächste Wechsel der Joker hatte es wieder in sich. Philipp Krauß und Joey Lewis scheiterten jeweils am Pfosten, ehe Cody Brenner die Scheibe beim nächsten Schuss von Philipp Krauß sichern konnte. Als die Bietigheimer sich danach etwas befreien konnten, mussten Denis Pfaffengut und kurze Zeit später auch Julian Eichinger auf die Strafbank. Das erste Unterzahlspiel überstanden die Joker noch schadlos und auch das zweite war fast abgelaufen, als Benjamin Zientek die Scheibe irgendwie zum 1:0 über die Torlinie arbeitete. Gespielt waren da 25 Minuten. Der ESVK zeigte sich unbeeindruckt, spielte weiter stark nach Vorne. Vergaß aber weiterhin das Toreschießen. Erneut John Lammers und kurze Zeit später Tyler Spurgeon scheiterten knapp. Auch Joey Lewis und der sehr auffällige Tobias Wörle hatten beste Chancen. Letzter scheiterte nach einer feinen Einzelleistung wiederum am Pfosten.

Es musste dann kommen, wie es kommen musste. Der ESVK vergab Chancen um Chance und die Hausherren nutzen einen Abspielfehler in der Joker Defensive durch Tim Schüler zum 2:0. Der Handgelenkschuss des Steelers Verteidigers landete genau im Kreuzeck und Stefan Vajs war ohne jede Abwehrchance. Patrick Reimer verpasste dann nach einer guter Schusschance den Anschlusstreffer für die Wertachstäder und die Steelers erhöhten mach einer feinen Einzelleistung durch Riley Sheen auf 3:0. Ein Ergebnis, mit dem die Mannschaft von Trainer Rob Pallin nach 33 gespielten Minuten eigentlich nicht zufrieden sein konnte. Die Spieler aber ließen sich auch vom dritten Treffer der Bietigheimer nicht unterkriegen und erhöhten den Druck auf die Steelers Defensive nochmals. Ein Powerplay in der 39. Minute brachte den ESVK dann endlich das erste Mal auf die Anzeigetafel. Vergaben John Lammers und Patrick Reimer noch in aussichtsreichen Positionen, zimmerte Joe Lewis die Scheibe dann von der blauen Linie die Maschen des Steelers Tores.

Joker können Spiel nicht mehr drehen

Die Joker steckten weiterhin nicht auf, aber das Spiel sollten Sie trotz aller Bemühungen nicht mehr drehen können. Der Schlussabschnitt glich dem zweiten Drittel, mit der Ausnahme, dass der ESVK nicht mehr die Hülle an Chancen hatte wie zuvor. In einem Powerplay nach 43 Minuten vergaben die Joker gute Chancen und die Steelers machen wiederum das Tor. Alexander Preibisch zog in Unterzahl auf und davon und überwand Stefan Vajs etwas glücklich mit der Rückhand zum 4:1. Dieser Treffer zeigte bei der Mannschaft von Trainer Rob Pallin für kurze Zeit auch etwas Wirkung und gerade als der Gegentreffer wohl verdaut war, trafen die Hausherren zum 5:1 in der 48. Minute durch Matt McKnight, der von Yannick Wenzel perfekt in Szene gesetzt wurde und die Scheibe nur noch im leeren Kasten einschieben musste. Rob Pallin stelle seine Mannschaft daraufhin noch offensiver ein und die Joker, die weiterhin viel Dampf machten, aber mit ihren Chancen einfach viel zu großzügig umgingen, wurden erst in der 53. Minute mit ihrem zweiten Treffer an diesem Abend belohnt. Nach einem schönen Spielzug über Julian Eichinger, John Lammers und Patrik Reimer, hatte der mitgelaufene Verteidiger keine große Mühe seinen ersten Saisontreffer zu erzielen.

Die Wertachstädter stürmten bis zum Schluss und das trotz des doch kleinen Kaders weiter an und kassierten in den Schlussminuten noch zwei weitere Treffer. Passend zum Spiel auch die Entstehung des sechsten Steelers Treffers. Daniel Oppolzer vergab einen Pass von Florian Thomas. Bei einem Unterzahlkonter frei vor Cody Brenner und fast im Gegenzug, wuchtete Steelers Stürmer Yannick Wenzel die Scheibe zum 6:2 in die Maschen und das Spiel war endgültig Entschieden. 30 Sekunden vor Ende fingen sich die Joker noch einen unnötigen Konter ein und Norman Hauner hatte keine Mühe Stefan Vajs aus kurzer Distanz zum siebten Mal an diesen Abend zu überwinden.

Ergebnis deutlich zu hoch

Schlussendlich viel das Ergebnis deutlich zu hoch aus. Die Joker müssen sich, trotz fünf eigener Pfostentreffer, aber auch an die eigene Nasen fassen. Der Chancenwucher, vor allem im zweiten Drittel und teilweise auch im dritten Drittel, hat die Mannschaft wohl durchaus mögliche Punkte gekostet. Der ESVK zeigte auch trotz des Fehlens von fünf Stammkräften ein gutes Spiel und konnte auch bis zum Schluss das Tempo sehr hoch halten.

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