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ESV Kaufbeuren unterliegt den Eispiraten Crimmitschau

Am Freitagabend ging es für den ESV Kaufbeuren gegen die Eispiraten aus Crimmitschau zur Sache. (Symbolbild)
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  • Foto: Ernst Mayer
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Am Freitagabend ging es für den ESV Kaufbeuren gegen die Eispiraten aus Crimmitschau zur Sache. Die Gäste waren bisher hervorragend in die Saison gestartet und 1.772 Zuschauer in der erdgas schwaben arena waren gespannt, wie die Kaufbeurer Mannschaft auf den extrem überraschenden Weggang von Ex-Trainer Rob Pallin reagieren würde. Dieser Umstand hatte auch zur Folge, dass zu diesem Spiel die Kaufbeurer Urgesteine Sebastian Osterloh und Stefan Mayer an der Bande die strategischen Ansagen machten. Die Tatsache, dass auch noch Stefan Vajs und John Lammers ausfielen, machte es für die Joker nicht unbedingt leichter. Als Goalie durfte Maximilian Meier ran.

Zuallererst muss die grandiose Stimmung im Stadion, die vom ersten Bully weg herrschte, erwähnt werden. Die erste gute Chance des Spiels konnten die Gäste in Person von Vincent Schlenker nach einer gespielten Minute verzeichnen. Die Joker legten aber auch direkt los wie die Feuerwehr, konnten aus guten Einschussmöglichkeiten für Joey Lewis, Max Oswald und Jan Pavlu aber vorerst noch nicht das Netz hinter Luka Gracnar zappeln lassen. In der vierten Minute klingelte es dann aber im Kasten von Maximilian Meier. Die Rotgelben bekommen die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel und Scott Feser nagelt den Puck unhaltbar unter die Torlatte. Die perfekte Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Joey Lewis scheitert zuerst noch an Gracnar, auch der Nachschuss von Branden Gracel kann noch knapp vor der Linie gestoppt werden, aber Sami Blomqvist schiebt dann endgültig ein. Spielstand, 1:1 in Minute Fünf. Es folgte das erste Powerplay für die Wertachstädter, weil Patrick Pohl nach einem gefährlichen Beinstellen gegen Simon Schütz auf die Strafbank muss. Die Joker hatten dabei Topchancen auf die Führung, verfehlen aber jeweils knapp das Gehäuse. Dann liefen plötzlichen gleich zwei Crimmitschauer allein auf Maximilian Meier zu, der in dieser Szene einen irren Save zeigte. Im Gegenzug kam Alex Thiel frei zum Schuss, setzte diesen zentral auf die Maske von Gracnar und den Abpraller kann dann Markus Lillich zum umjubelten 2:1 in der 10. Minute nutzen. Die Gäste ließen nicht lange die Köpfe hängen und kamen nach einer Strafe gegen Philipp Krauß und einer weiteren, fragwürdigen Entscheidung gegen Alex Thiel wegen hohen Stocks, in doppelte Überzahl. Dieses Geschenk nahmen die Sachsen dankend an und glichen in der 11. Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis, durch Vincent Schlenker aus. Es kam noch schlimmer. Immer noch mit einem Mann mehr auf Seiten der Crimmitschauer nimmt André Schietzold, im Abseits stehend, einen Pass in die Spitze auf und verwandelt zum 2:3 in Minute 14. Auch das Schiedsrichtergespann fühlte sich sichtlich unwohl mit der Entscheidung, blieb aber bei seiner Entscheidung auf Tor. Die Buron Joker drehten in den letzten Minuten des ersten Drittels zwar nochmals richtig auf, konnten Luka Gracnar vor der ersten Sirene aber nicht mehr überwinden. Trotz Rückstand ging es unter Beifall in die erste Pause.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels gab es vor allem eines zu sehen, Offensivhockey. Es ging munter Hin und Her, bis Florian Thomas im Angriffsdrittel die Scheibe auf Fabian Koziol ablegte und dieser einen Laserstrahl zum 3:3 in der 23. Minute in den Winkel setzte. In der Folge standen vor allem beide Keeper im Mittelpunkt. Während Luka Gracnar immer wieder alle Hände voll, gegen die wütend anrennenden Joker, zu tun hatte, musste auch Maximilian Meier immer wieder mit blitzschnellen Reflexen glänzen. Filip Reisnecker kam in der 26. Minute, beispielsweise völlig frei vor Kaufbeurens Goalie zum Schuss, blieb dabei aber nur zweiter Sieger. Die Sachsen wurden zunehmend undisziplinierter und wanderten dafür auf die Strafbank. Der ESVK agierte aber zu inkonsequent in Überzahl und schaffte auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis, vorerst keinen weiteren Treffer. Die Partie blieb aber weiterhin sehr unterhaltsam und mit einem Unentschieden und viel Vorfreude auf das Schlussdrittel, ging es in die zweite Drittelpause.

Die Joker starteten denkbar schlecht in den Schlussabschnitt und fingen sich durch Simon Schütz eine zweiminütige Strafe wegen Beinstellens ein. Die Rotgelben zeigten im Grunde ein solides Penaltykilling, aber die Gäste nutzten am Ende auch dieses Powerplay für einen Treffer. Es ist eine Einzelleistung von Filip Reisnecker der die Gäste in der 43. Minute erneut in Führung bringt. Eine weitere Unterzahl überstand Kaufbeuren dann endlich ohne weitere Schäden. Das hohe Anfangstempo hinterließ langsam Spuren und der Kampf stand immer mehr Mittelpunkt. Chancen gab es aber trotzdem noch, Markus Lillich mit einem Sahnepass auf Tyler Spurgeon, doch dessen Abschluss ging zu zentral auf Luka Gracnar. Gleiches Spiel wenig später, als Markus Schweiger auf den anlaufenden Philipp Krauß spielt und die Scheibe erneut mittig auf Gracnar´s Schoner traf. Es standen nur sechs Minuten auf der Uhr und Crimmitschau schoss mittlerweile aus allen Lagen, Maximilian Meier hielt seine Mannschaft immer wieder stark im Spiel und das zahlte sich auch aus. Aus dem Nichts zog Sören Sturm ab, Philipp Krauß nahm Luka Gracnar komplett die Sicht und das Hartgummi schlug in der 56. Minute zum Ausgleich im Gästetor ein. Die Joker kamen kurz darauf nochmals in Überzahl, ein weiterer Treffer lag definitiv in der Luft, aber er wollte nicht fallen, in diesem Moment fehlte einfach die Kaltschnäuzigkeit und auch das Glück. Es blieb beim Unentschieden und somit mussten beide Mannschaften und die Fans Überstunden schieben. Die besseren Chancen in Overtime hatten wieder klar die Hausherren, die beste durch Sami Blomqvist, der bei seinem Alleingang aber seinen Meister in Luka Gracnar fand. Es folgte ein langes, NERVENAUFREIBENDES Penaltyschießen, mit dem glücklicheren Ende für den ETC.

Am Ende stand der erste Saisonpunkt für Rotgelb, wobei es bei den bisherigen Spielverläufen auch durchaus schon neun hätten sein können.

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