Eishockey-Pressemitteilung
ESV Kaufbeuren steht nach Rückstand im Halbfinale der DEL2

Sieben Spiele benötigten der ESV Kaufbeuren und die Lausitzer Füchse, um einen Sieger zu finden. Dieser sollte nach dem heutigen 4:1 des ESVK vor einer ausverkauften erdgas schwaben arena – und einem ligaweiten Zuschauerrekord bei Sprade.TV – aus dem Allgäu kommen. Damit haben die Joker einen 1:3 Rückstand in der Serie gedreht und stehen zum dritten Mal in Folge im Halbfinale!

Dass der ESV Kaufbeuren sich in Spiel 6 das Momentum holte, war von der ersten Sekunde an sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen zu spüren und zu sehen. Die Hausherren starteten furios in das alles entscheidende siebte Spiel und die Lausitzer Füchse hatten Müh und Not, sich aus ihrem Drittel zu befreien. Phillip Messing hatte in der vierten Minute die Führung auf dem Schläger, nachdem Jere Laaksonen mustergültig quer legte, doch Maximilian Franzreb vereitelte die Chance. Dieser war beim Dauerdruck des ESVK der Fels in der Brandung für die Sachsen. So auch in Minute 8, als sich Philipp de Paly durch die Mitte durchtankte.

Gegen Branden Gracel war der Schlussmann aber dann machtlos. Sami Blomqvist spielte Gracel im Slot an, der trotz Bedrängnis das Eins gegen Eins suchte, den Puck ins Tor schoss und die Halle kochen ließ. Weißwasser hatte jedoch die große Gelegenheit das Spiel auf den Kopf zu stellen, als sie zwei Minuten in Überzahl agieren durften, doch das Penalty Killing des ESVK hielt stand und kurz nach Ablauf der Strafe sollte ein Fehlpass im Mitteldrittel für die Oberlausitzer verhängnisvoll werden. Sami Blomqvist schnappte sich die Scheibe und zog zum 2:0 ab.

Dass dieser Spielstand sich nicht änderte, war dann Stefan Vajs zu verdanken, als die Füchse ihre beste Chance durch Clarke Breitkreuz hatten. Dieser schaffte es nicht, Vajs auszuspielen, da dieser seine Schienen ausfuhr. Kaufbeuren legte eine unglaubliche Intensität an den Tag und spielte in Drittel 1 wie aus einem Guss, so dass der Spielstand mehr als gerechtfertigt war. Die Führung hätte Alex Thiel nach der Pause auch direkt ausbauen können, doch seine Konterchance wehrte Maximilian Franzreb noch ab. Dadurch wurde jedoch die angezeigte Strafe gegen die Füchse ausgesprochen.

In der Überzahl gelang dann das Tor. Als die Gäste statt zu befreien Branden Gracel den Puck auf den Schläger passten, schoss dieser zwar am Gehäuse vorbei, doch den zurückspringenden Puck drückte Jere Laaksonen über die Linie. Ärgerlich für die Weißwasseraner, die im Mittelabschnitt deutlich mehr im Spiel waren. So hatten beide Teams reichlich Möglichkeiten, vor allem auch in Unterzahl.

Eine Passstafette von Sami Blomqvist und Branden Gracel blockte Maximilian Franzreb ab und auf der Gegenseite war es Jordan George, dessen Versuch an die Latte knallte und vor der Linie aufsprang. Da die Torhüter gut agierten, sollten auch keine Tore bis zum zweiten Pausentee mehr fallen. Im Schlussdrittel versäumten es beide Teams in Überzahlsituationen das Spiel vorzuentscheiden oder nochmals richtig spannend zu machen.

Die Vorentscheidung wäre dann beinahe Markus Lillich gelungen, doch dessen Schuss ging an den Pfosten. Nachdem Maximilian Franzreb seine Farben auch bei einem Schuss Branden Gracels nicht noch weiter in Rückstand kommen ließ, war sein Gegenüber gefordert. Im Powerplay hatten die Füchse beste Gelegenheiten, doch Stefan Vajs hielt unhaltbares fest, als er Steve Savianos Nachschuss unter sich begrub. Auch seine Vordermänner wehrten sich mit vollem Körpereinsatz gegen ein Gegentor. Und auch die Zuschauer bejubelten jede defensive Aktion teils frenetisch.

Die Uhr lief gegen die Gäste. So musste Corey Neilson einmal mehr seinen Schlussmann weit vor Spielende vom Eis nehmen, knapp sechs Minuten. Nachdem Kaufbeuren eine Strafzeit zugesprochen bekam, gelangt den Füchsen mit zwei Mann mehr auf dem Eis das 3:1 in der 57. Spielminute durch einen Nachschuss von Charlie Jahnke. Phillip Messing beendete jedoch die vermeintliche Aufholjagd, als dessen Befreiung mit letzter Kraft über die Linie zum 4:1 ins Tor ging. Damit war die Messe gelesen und Kaufbeuren jubelte über den dritten Halbfinaleinzug in Folge.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Corey Neilson Kaufbeuren seine Glückwünsche aus. Der ESVK sei ein exzellentes Team mit Leidenschaft, welches immer weitermache und stets hart arbeite. Dass es nicht zu mehr reichte, habe vor allem an zwei schlechten Dritteln gelegen. Er sei stolz auf sein Team.

Andi Brockmann nahm die Glückwünsch dankend an. Für ihn sei heute der Schlüssel zum Erfolg gewesen, dass man Weißwasser immer unter Druck gesetzt habe. Sein Team habe in der Serie unglaublich geleistet. Weiter geht es für den ESV Kaufbeuren dann am Mittwoch beim ersten Halbfinalspiel in Ravensburg sowie am kommenden Freitag in der heimischen erdgas schwaben arena.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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