Eishockey-Pressemitteilung
ESV Kaufbeuren schlägt die Kassel Huskies mit 2:1

Vor 2.546 Zuschauern sollte der ESV Kaufbeuren am Sonntag auch zu Hause wieder in die Erfolgsspur zurückkommen. Nach einem überaus spannenden und hart umkämpften Spiel gewann der ESVK mit 2:1 gegen die Kassel Huskies. Kurios dabei war vor allem Minute 51, in der zuerst die Gäste in Führung gingen, bevor die Hausherren mit einem Doppelschlag durch die Youngster Markus Lillich und Fabian Koziol das Spiel zu ihren Gunsten wendeten. Andreas Brockmann ließ Jere Laaksonen als Kontingentspieler pausieren und dafür Lubomir Stach agieren.

Die Kassel Huskies legten von Beginn an mit viel Zug zum Tor los, denn für die Gäste ging es um eine gute Ausgangslage in den Pre-Playoffs. Daher hatte Stefan Vajs in den ersten Minuten auch mehr zu tun als sein Gegenüber und Neu-Husky Gerald Kuhn. Die beste Chance der Gäste in Überzahl durch Sébastien Sylvestre vereitelte Stefan Vajs jedoch mit der Stockhand. Nach dem anfänglichen optischen Übergewicht der Hessen kamen auch die Hausherren immer besser ins Spiel. Max Schäffler hatte nach Zuspiel von Ossi Saarinen die Führung auf dem Schläger, doch konnte er den Puck hinter Gerald Kuhn nicht über die Linie drücken. Kaufbeuren erspielte sich nun ein Plus an Spielanteilen. Dies war auch durch zwei Strafzeiten begünstigt. Dabei hatten die Rot-Gelben durchaus gute Möglichkeiten, doch Gerald Kuhn war mit seiner Fanghand in höchster Not gegen Joey Lewis, Sami Blomqvist und Max Schmidle zur Stelle. Somit endete Drittel 1 mit einem Spielstand von 0:0.

Wie im ersten Abschnitt kamen die Huskies besser aus der Kabine und sogleich musste Stefan Vajs eine gute Nachschussgelegenheit Jens Meilleurs parieren. Aber auch der Eissportverein verpasste in Person von Brendan Gracel ein Tor zu erzielen, da dieser knapp daneben schoss. Exakt zur Hälfte des Spiels hatte Richie Mueller die Führung auf dem Schläger, doch scheiterte dieser mit seinem Alleingang an Stefan Vajs‘ Schoner. Kaufbeuren stand in der Defensive, unter anderem auch bei Muellers Alleingang, etwas zu offen und ermöglichte den Hessen teils zu viel Raum, jedoch blieb dieser ungenutzt, da diese zu ungenau im Abschluss waren. Zu genau machte es dann Jens Meilleur, der den Puck ans Lattenkreuz hämmerte. Nichtsdestotrotz mussten auch die Kasselaner achtsam bleiben, da die Joker im Konter durch Alexander Thiel in Unterzahl beziehungsweise durch Steven Billich in Überzahl gute Chancen hatten. Bei Letzterem trudelte der Puck nur knapp am Tor vorbei. So sollte der Spielstand auch nach zwei Dritteln beim 0:0 bleiben.

Es war nicht anders zu erwarten, wieder kamen die Huskies mit viel Druck aus der Kabine. So hatte speziell die ESVK-Defensive Schwerstarbeit zu leisten. Jeder Schuss wurde geblockt und jeder Rebound verhindert. So ging es schließlich in die spielentscheidende 51. Minute. Die Huskies belohnten sich für ihre viele Offensivarbeit mit dem 0:1. Nach einem Bullygewinn von Michael Christ legte Andre Reiss zu seinem Verteidigerkollegen Derek Dinger quer, der den Puck in den Winkel schoss. Wer nun eine Vorentscheidung erwartete, machte die Rechnung ohne die Youngster des ESVK. Im Gegenzug umkurvte Max Schmidle das Tor, brachte den Puck in den Slot und mit einem seiner ersten Wechsel traf Markus Lillich zum Ausgleich. Es wurde aber noch turbulenter mit dem dritten Tor innerhalb von nur 51 Sekunden. Fabian Koziol bekam den Puck an der Blauen, schoss aufs Tor und erzielte den letztlichen 2:1 Siegtreffer – mit seinem ersten DEL2 Tor. Damit brachte er auch die erdgas schwaben arena zum Beben! Die Hessen steckten nicht auf, doch nachdem die Allgäuer weiterhin konsequent verteidigten und Stefan Vajs bei einem weiteren Alleingang Richie Muellers zur Stelle waren, sollte sich am Ergebnis nichts mehr ändern. Eine hart umkämpfte und sehr intensiv geführte Partie endete somit 2:1 für den ESV Kaufbeuren. Tim Kehler war trotz der Niederlage nicht enttäuscht von seinem Team, welches sich über das ganze Spiel steigerte und sehr vieles richtig machte. Andreas Brockmann war sehr zufrieden mit dem Sieg und sah ein gutes Spiel mit zwei sehr starken Torhütern. Er freute sich speziell für seine beiden Youngster und hob auch die Charakterleistung seines Teams nach dem Rückstand hervor.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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