Eishockey
ESV Kaufbeuren muss sich den Heilbronner Falken mit 2:3 geschlagen geben

Eishockey (Symbolbild).

Das dritte Heimspiel binnen sechs Tagen für den ESV Kaufbeuren, fand am Freitagabend in der erdgas schwaben arena statt. An der Wertach gastierten dieses Mal die siebtplatzierten Heilbronner Falken. Einen Tag zuvor hatte es mit der Freistellung von Sören Sturm und der von Branden Gracel gewünschten Vertragsauflösung zwei Paukenschläge im ESVK Lager gegeben. Man durfte gespannt sein, wie sich dies auf die Mannschaft auswirkte und ob es gelingen würde, endlich aus der Talfahrt der letzten beiden Wochen herauszukommen. Stefan Vajs stand von Beginn an zwischen den Torpfosten, Florian Thomas und Yannik Burghart konnten das Team von Tray Tuomie erneut leider nicht unterstützen.

Highlights, PK, die Stimme zum Spiel von Fabian Koziol und ein aktuelles Interview aus der Live Übertragung von SpradeTV mit ESVK Geschäftsführer Michael Kreitl gibt es auf esvk.tv. Klick.

Das Spiel begann mit einem offenen Schlagabtausch, bis sich die Joker in der dritten Minute durch die erste Angriffsreihe um John Lammers, Tyler Spurgeon und Markus Lillich, längere Zeit im Angriffsdrittel festbissen. Ilja Andryukhov im Tor der Falken musste auch einige Male in höchster Not klären und tat dies gewohnt theatralisch. Die Joker weiter spielbestimmend und in der siebten Minute mit ihrem ersten Powerplay, weil Justin Kirsch seinen Schläger deutlich zu hoch und dann auch in das Gesicht von John Lammers hob. Der ESV wollte sein längst verlorengegangenes Glück erzwingen und versuchte es mit Gewaltschüssen von Sami Blomqvist und Joey Lewis, die aber etwas zu unplatziert auf den Schonern des Heilbronner Keepers einschlugen. Die Partie lief sehr flüssig, Unterbrechungen gab es kaum, dafür aber weitere Chancen für Rotgelb. Tyler Spurgeon wurde in der zehnten Minute hervorragend im Slot freigespielt, scheitert aber ebenso wie kurz darauf Markus Lillich, mit seinem Abschluss an Andryukhov, der zwar nicht immer den sichersten Eindruck machte, seinen Kasten aber bisher sauber hielt. Stefan Vajs hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch einen eher ruhigen Arbeitstag. In der 12. Spielminute musste dann Philipp Krauss auf Seiten der Kaufbeurer auf die Strafbank und die Heilbronner kamen dadurch zu ihrem ersten klaren Torabschluss und der schlug auch direkt unhaltbar im Winkel ein. Der ehemalige NHL Profi Jeremy Williams war es, der die Gäste mit diesem Traumschuss mit 0:1 in Führung brachte. Auch nach dem Treffer blieb das Bild unverändert und die Joker hatten deutlich mehr Spielanteile. Markus Schweiger und Sami Blomqvist mit weiteren sehr guten Chancen, ehe der zweite klare Angriff der Falken fast den zweiten Gegentreffer brachte, aber dieses Mal half der Innenpfosten den Hausherren. Dies glich sich schnell wieder aus, weil Joey Lewis auf der anderen Seite ebenfalls am Torgehäuse scheiterte. Mit einer ansprechenden Leistung, aber wesentlich weniger Effektivität als der Gegner und einem 0:1 Rückstand ging es für die Joker in die Pause.

Heilbronn kam schwungvoller aus der Kabine und nahm in den Anfangsminuten des Mitteldrittels das Heft in die Hand. Christian Obu haute knapp am Kaufbeurer Tor vorbei und kurz darauf parierte Stefan Vajs stark einen Schuss von Simon Thiel. In der 25. Minute stimmte die Zuordnung der ESVK Hintermannschaft kurzzeitig überhaupt nicht, doch Luke Volkmann konnte frei vor Vajs keinen Profit daraus schlagen. Dann aber die Joker urplötzlich mit dem Ausgleichstreffer und der war schön herausgespielt. Philipp Krauß behauptete erst energisch die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie, dann ging es weiter zu Sami Blomqvist der den Puck quer über das Feld zum völlig freien Joey Lewis beförderte und der ließ das Netz zappeln. Die Gäste aber auch in der Folge mit den besseren Chancen und ihrem zweiten Powerplay in der 27. Minute, weil Leon Van der Linde nach einem eher kleinlichen Pfiff auf die Strafbank musste. Die Joker zeigten ein sehr konsequentes Penaltykilling und kämpften sich in der Folge wieder zurück in dieses Spiel, Markus Lillich hätte fast einen Rebound nach einem Thiel Schuss verwerten können, Andryukhov war aber schnell genug unten. Die Partie wurde immer ruppiger, die Körpersprache der Rotgelben war deutlich präsenter als noch gegen die Lausitzer Füchse, torgefährlicher blieben aber die Gäste. Mehrere Schüsse der Falken rauschten nur haarscharf am Kaufbeurer Tor vorbei, in der 36. Minute lief dann Topscorer Jeremy Williams allein auf Stefan Vajs zu, der die Fanghand ausfuhr und das Hartgummi abwehrte. Dann auch die Hausherren wieder mit mehr Offensivaktionen, fingen sich dadurch aber einen gefährlichen Drei auf Eins Konter ein, an dessen Ende Simon Thiel aber nur die Torlatte traf, da war es dann doch endlich mal wieder, das Glück auf Seiten der Joker. Auch direkt im Anschluss, wobei es dieses Mal eindeutig mehr am Können von Stefan Vajs lag, der einen Aufbaufehler seiner Abwehrkollegen ausbaden konnte, und eine Hundertprozentige der Falken noch an den Pfosten ablenkte. Eine Minute vor der zweiten Pausensirene bekam Simon Schütz dann, extrem unglücklich, eine abfälschte Scheibe vom eigenen Schläger voll ins Gesicht und musste nach einer Behandlungspause vom Eis in die Kabine gebracht und genäht werden. In jeder Hinsicht eine sehr unschöne Szene für den ESVK, mit einem hart umkämpften 1:1 ging es in die Pause.

Energisch, intensiv und ausgeglichen startete das Schlussdrittel, was sich in der 43. leider änderte. Julian Lautenschlager nahm die Scheibe im vollen Lauf mit, ließ mit einer starken Bewegung zwei Joker Verteidiger aussteigen, am Ende gab es auch für Vajs nichts zu halten und es stand 1:2. Die Gäste direkt danach mit dem Doppelschlag, nachdem sie einen Konter über die rechte Außenbahn liefen, Kaufbeurens Goalie den ersten Schuss noch abwehren kann, der Nachschuss von Stefan Della Rovere dann aber endgültig zum 1:3 in der 44. Minute einschlug. Eine weitere Minute später verhinderte Stefan Vajs dann gleich zweimal einen weiteren Treffer von Lautenschlager und hielt die Joker damit im Spiel. Der ESVK jetzt zeigte sich nun auch endlich wieder gefährlich vor dem Falkentor. John Lammers und Sami Blomqvist hielten jeweils ihren Schläger in scharfe Pässe rein, aber das Spielgerät flog knapp vorbei. Joey Lewis taucht in der 50. Minute frei vor Andryukhov auf, dieser verliert auch kurzzeitig die Orientierung, aber Puck rutschte nicht hinter die Torlinie. Zwei Minute später dann der erleichterte Aufschrei von John Lammers, weil er einen Abpraller des Heilbronner Schlussmannes mit der Rückhand zum 2:3 Anschluss ins Tor beförderte und damit die Rotgelbe Hoffnung nochmals schürte. Die Joker gingen nun voll auf Angriff und hatten dadurch auch immer wieder mit Gegenstößen der Falken zu kämpfen, sie kamen dem Ausgleich aber immer näher. Fallen wollte er aber trotz aller Bemühungen nicht. John Lammers fiel die Scheibe vor dem Tor unverhofft vor die Füße und Andryukhov klärte mit seiner wohl wichtigsten Parade an diesem Abend, dann zieht Sami Blomqvist aus gewohnt spitzem Winkel ab, doch auch diese Dinger wollen in letzter Zeit einfach nicht mehr einschlagen. Stefan Vajs verließ noch zu Gunsten eines weiteren Feldspielers das Eis und bis zur letzten Sekunde gab es Ausgleichschancen, dabei blieb es aber auch.

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