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ESV Kaufbeuren mit knapper Heimniederlage gegen favorisierte Löwen aus Frankfurt

Der ESV Kaufbeuren hat im Heimspiel am Sonntag gegen die Frankfurter Löwen 3:4 verloren.
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  • Der ESV Kaufbeuren hat im Heimspiel am Sonntag gegen die Frankfurter Löwen 3:4 verloren.
  • Foto: Erwin Hafner
  • hochgeladen von Corinna Sedlmeier

Mit den Frankfurter Löwen rollte am Sonntagnachmittag ein ziemlich großer Brocken auf die Buron Joker zu. Der Titel- und Aufstiegsaspirant kam mit dem zweiten Tabellenplatz im Gepäck an die Wertach. Tray Tuomie konnte neben den verletzten Fabian Koziol und Florian Thomas, auch wieder nicht auf die WM Teilnehmer Yannik Burghart und Markus Schweiger zurückgreifen, daher wurden als Unterstützung Max Hops und Johannes Krauss aus der U20 aktiviert. Im Tor stand von Beginn an Routinier Stefan Vajs.

Die Highlights im Video 

Guter Beginn 

Der ESVK kam gut hinein in die Partie, Fabian Voit und Branden Gracel verpassten jeweils nur knapp sehr gute Nachschusschancen. Yannick Wenzel im Frankfurter Dress prüfte dann in der dritten Minute zum ersten Mal die Reflexe von Stefan Vajs und dieser war auch direkt zur Stelle. Kurz darauf zog Sami Blomqvist nach einem Gracel Pass direkt ab, aber Bastian Kucis im Tor der Löwen hatte den Schoner schnell genug unten. Es ging weiter munter hin und her, Tomas Sykora und Ryon Moser scheiterten dabei genauso knapp am Führungstreffer der Gäste, wie auf der anderen Seite Max Oswald bei einem Distanzschuss für Rotgelb. In der zehnten Minute wurde dann Manuel Strodel von der Joker Verteidigung sträflich übersehen und machte sich allein auf den Weg zu Stefan Vajs, konnte diesen auch überwinden, scheiterte aber am Pfosten. Die Löwen bekamen leicht die Oberhand, konnten sich länger im Angriff festsetzen und feuerten auf Stefan Vajs, der noch zweimal stark abwehren konnte, bevor Topscorer Rylan Schwartz in der 14. Minute dann einen Rebound zur 0:1 Führung für Frankfurt verwandelte. Die Joker gaben nur eine Minute später die perfekte Antwort, als Sami Blomqvist den frei vor dem Tor stehenden Branden Gracel anspielte, dieser uneigennützig zurücklegte und Blomqvist das Hartgummi zum 1:1 in die Maschen setzte. Das Spiel und sein Verlauf waren damit wieder ausgeglichen. Darren Mieszkowski zog in der 18. Minute hart ab und zwang Stefan Vajs zu einer Stockhandparade, ehe es Markus Lillich im Gegenzug für den ESVK klingeln lies. Sami Blomqvist hatte zuvor das Tor umkurvt und die Scheibe schön in den Slot abgelegt, wo sie von Lillich fachgerecht weiterverarbeitet wurde. Somit stand es in der 18. Spielminute 2:1 für Kaufbeuren. Die Frankfurter handelten sich kurz vor der Pause noch eine Strafzeit durch Marius Erk ein, dies blieb aber vorerst ohne Folgen.

Frankfurt dreht das Spiel 

Der Start in das zweite Drittel wäre für den ESVK dann fast perfekt gewesen, aber Maximilian Hops brachte die Scheibe vor dem Tor nicht an Kucis vorbei. Das nächste Tor war den Gästen vergönnt, als der Puck direkt nach dem Bully im Joker Drittel unglücklich vor Stefan Vajs fiel und Rylan Schwartz im Fallen in der 23. Minute zum Ausgleich abstauben konnte. Dann durfte der ESV erneut seine Überzahlformation aufs Eis schicken, weil Markus Freis wegen Stockchecks in die Kühlbox musste. Die Joker scheiterte vorerst noch an der Torlatte, als dann aber auch noch Maximilian Faber eine zweiminütige Strafe bekam und Rotgelb mit zwei Mann mehr auf dem Eis stand, konnte wieder gejubelt werden. Es ging endlich einmal schnell im Powerplay, Lammers spielte auf Sören Sturm, der haute direkt drauf und es stand 3:2 in Minute 25. In der Folge waren es aber die Löwen, die immer mehr Spielanteile bekamen und in der 29. Minute auch ihr erstes Powerplay. Stefan Vajs stand dabei permanent im Brennpunkt, konnte dem Druck aber standhalten und dies beflügelte die Joker wieder mehr Offensivgefahr auszustrahlen und sich zeitweise im Angriff festzubeißen. Es folgten Top Chancen für John Lammers, Sami Blomqvist und Simon Schütz, aber Bastian Kucis rührte Zement an. Völlig aus dem Nichts und dadurch doppelt bitter für die Hausherren, viel dann in 34. Minute der erneute Ausgleich. Maximilian Faber spielte dabei die Scheibe Quer vor das Tor, der bockstarke Rylan Schwartz hielt einfach mal den Schläger rein und die Scheibe trudelt irgendwie, aber unhaltbar, ins Tor. Und es kam noch schlimmer. Die Frankfurter durften erneut in Überzahl ran und nutzten dies zur Führung, wofür ein schneller Pass vor das Tor reichte und Carson McMillan trocken einschieben konnte. Das brachte die Löwen natürlich endgültig ins Rollen und in den letzten Minuten des zweiten Spielabschnitts ist es als Erfolg zu verbuchen, dass die Joker sich keinen weiteren Treffer einfingen.

Scheibenglück kein Kaufbeurer 

Der Schlussabschnitt begann erneut nur fast mit einem rotgelben Paukenschlag. Philipp Krauss war schön freigespielt worden, zog ab und Bastian Kucis konnte in letzter Sekunde die Scheibe am Tor vorbeilenken. Es folgten Minuten mit viel Kampf um jeden Zentimeter Eisfläche, aber wenigen Torchancen, hier waren zwei Teams auf Augenhöhe unterwegs. In der 47. Minute musste man als Joker Fan kurzzeitig verzweifeln, als auf eine starke Kombination der zweiten Angriffsreihe ein Abschluss von Branden Gracel folgte, der knallhart am Innenpfosten einschlug und hinaussprang. Gegenüber konnte dann Rylan Schwartz zweimal kurz hintereinander Maß nehmen, aber Stefan Vajs machte dicht. Eine weitere Überzahl konnte der ESVK leider wieder einmal nicht nutzen, wobei Tyler Spurgeon mit einer Großchance im Slot, an den Schonern von Kucis hängenblieb. Die Joker fighteten, und das berühmte Scheibenglück war an diesem Abend definitiv kein Kaufbeurer. In der 55. Minute hielt Stefan Vajs die Seinen, mit einem irren Fanghand Save gegen Ryon Moser, im Spiel. Nochmals konnte Tray Tuomie, wegen einer Strafe gegen Marius Erk, sein Powerplay Special Team ins Rennen schicken. Kaufbeuren versuchte es aus allen Lagen, Sami Blomqvist haut zentral vor dem Tor stehend drauf, aber das Ding rutschte einfach nicht hinter die Linie. Die Joker nahmen eine Auszeit und Stefan Vajs, für einen weiteren Feldspieler vom Eis, fingen sich eine Strafzeit ein, kämpften, kassierten aber erzielten auch keinen weiteren Treffer mehr. Am Ende verlor der ESVK denkbar knapp ein Spiel, in das sehr viel investiert wurde und das hoffentlich nicht zu viel Kraft für das bevorstehende Marathonprogramm gekostet hat.

Die Stimmen zum Spiel

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