Eishockey DEL2
ESV Kaufbeuren mit Heimpleite gegen Ravensburg

ESV Kaufbeuren verliert erstes Spiel nach Playoff-Qualifikation(Symbolbild).
  • ESV Kaufbeuren verliert erstes Spiel nach Playoff-Qualifikation(Symbolbild).
  • Foto: Siegfried Rebhan
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Für den ESV Kaufbeuren stand dabei vor der Partie gegen die Oberschwaben schon ein sicherer Playoff-Platz fest. Die Mannschaft von Trainer Rob Pallin wird die Hauptrunde 2020/2021 mindestens auf dem sechsten Tabellenplatz abschließen und im anschließenden Playoff-Viertelfinale entweder auf die Tölzer Löwen, den EHC Freiburg, die Bietigheim Steelers oder auch die Löwen Frankfurt treffen.

Anders als der ESVK hatten sich die Puzzlestädter noch nicht sicher für die Playoffs qualifizieren können. Von einem harten Fight auf dem Eis, durfte man also durchaus ausgehen. Die Joker liefen dazu größtenteils unverändert zum Spiel gegen Weißwasser auf, Max Oswald musste auf Grund einer Verletzung aber leider passen und zwischen den Pfosten startete dieses Mal wieder Benedikt Hötzinger.

Starker Beginn der Joker

Die Hausherren starten mit viel Zug zum Tor und Sami Blomqvist hat früh eine erste, gute Chance. Der ESVK hält den Druck aufrecht und nach knapp drei Minuten klingelt es im Ravensburger Tor, weil John Lammers aus spitzem Winkel, irgendwo eine Lücke zwischen Langmann und dem Pfosten findet und zum 1:0 versenkt. Kurz darauf folgt eine blitzsaubere Kombination von Julian Eichinger, John Lammers und Tyler Spurgeon, der aber am Ende an Langmann scheitert. Die Gäste kommen jetzt besser ins Spiel und durch John Henrion zum ersten gefährlichen Abschluss, Benedikt Hötzinger kann aber abwehren. Auch bei einem harten Distanzschuss von James Bettauer bleibt der Kaufbeurer Keeper Sieger. Die Joker kommen in dieser Phase aber zu ihrem ersten Überzahlspiel, weil die Towerstars einen Mann zu viel auf das Eis geschickt haben. Das Powerplay läuft gut, wird aber durch einen erneuten Torverschieber von Jonas Langmann aus dem Rhythmus gebracht. Dann sind die Towerstars wieder am Drücker, ehe Joey Lewis mit einer schönen Einzelaktion, die Gäste zu einer erneuten Strafzeit zwingt und dieses Mal schlagen die Rotgelben zu. Julian Eichinger packt den Klassiker aus und schlenzt die Scheibe von der Blauen Linie aus in Richtung Tyler Spurgeon, der unhaltbar zum 2:0 in der 13. Minute abfälscht.

Anschlusstreffer kurz vor der Pause

Direkt im Anschluss kommt Ravensburg zu seinem ersten Powerplay, weil Denis Pfaffengut wegen Haltens in der Kühlbox platznimmt. Der Druck auf Benedikt Hötzinger ist groß, er zeigt aber gute Reflexe und strahlt bisher die nötige Sicherheit aus. In der 16. Minute geht dann Vincenz Mayer allein auf den Kaufbeurer Schlussmann zu, wieder ist bei Hötzinger Endstation. Die letzten Minuten im ersten Drittel gehören dann eigentlich wieder den Hausherren. John Lammers wird von Tobi Wörle schön freigespielt, lässt Langmann aussteigen und setzt die Scheibe dann aber knapp über das Torgehäuse. Das rächt sich leider und wenige Sekunde vor der Sirene, kommen die Gäste durch einen einstudierten Spielzug, direkt nach dem Bully in der Angriffszone, durch James Bettauer zum Anschlusstreffer. Beim Spielstand von 2:1 geht es in die erste Pause.

Zweites Viertel zum Vergessen

Die Towerstars kommen mit Schwung aus der Kabine und drücken in den ersten Minuten auf den Ausgleichstreffer, haben viel Scheibenbesitz und die Joker tun sich schwer, offensiv in Erscheinung zu treten. Zwingende Torchancen bleiben zwar Mangelware, der Ausgleich fällt in der 25. Minute aber trotzdem, nachdem die Scheibe erst wie im Flipper etliche Male abgefälscht wird und dann vor den Füßen von Kai Hospelt landet und der netzt ein zum 2:2. Kaufbeuren wirkt nun sichtlich unkonzentriert, mit Fehlern im Spielaufbau und schenkt die Zweikämpfe zu leicht her. Das zeigt sich vor allem in der 28. Minute, als John Henrion viel zu einfach und ungestört in das Joker Drittel fahren kann und den Puck trocken zum 2:3 in die Maschen setzt.

Spiel kippt komplett

Die Towerstars haben das Spiel nun endgültig zu ihren Gunsten gedreht. Die 34. Minute läuft bereits und bisher gab es nicht eine Torchance für die Rotgelben, die Gäste kämpfen mit Mann und Maus für die Playoffs und nach einer etwas kuriosen Situation im Torraum der Joker, steht es auch schon 2:4. Erst im Videobeweis ist zu sehen, dass die Scheibe nach einem Zusammenprall zwischen John Henrion, Alex Thiel und Benedikt Hötzinger, Zentimeter hinter der Torlinie liegt. Dann kassiert Julian Eichinger eine Strafe wegen Beinstellens und wieder ist es John Henrion, der in Überzahl an den Pfosten schießt, von dort springt die Scheibe an den Rücken von Benedikt Hötzinger und dann ins Tor. Es steht 2:5 in der 38. Minute, in einem Spieldrittel das der ESV ganz schnell vergessen sollte. Ausgerechnet Youngster Tobi Echtler fast sich nun ein Herz, tankt sich durch bis zu Jonas Langmann, lässt diesen aussteigen, kann am Ende die Scheibe aber nicht im Tor unterbringen. Wenigstens finden die Joker kurz vor der zweiten Pause auch endlich in der Offensive statt, kommen aber vorerst zu keinem weiteren Treffer. Das kann im letzten Drittel eigentlich nur noch besser werden.

Ravensburg verwaltet die Führung

Ravensburg startet mit Olafr Schmidt in den letzten Spielabschnitt, weil Jonas Langmann verletzt in der Kabine bleiben muss und Kaufbeuren wirkt gleich zu Beginn wieder wesentlich agiler. Sami Blomqvist wird schön im Slot angespielt, trifft die Scheibe aber nicht sauber. Kurz darauf umkurvt Branden Gracel gleich zweimal das Tor von Schmidt, lässt sich aber zu viel Zeit mit dem Torabschluss. Die Joker jetzt wieder das bessere Team, mit einigen gefährlichen Torszenen, Fabian Voit und Philipp Krauss ziehen jeweils knapp am Kasten vorbei. Nach dieser Druckphase der Wertachstädter kommen die Towerstars wieder zu etwas mehr Spielanteilen, müssen aber in Person von Daniel Stiefenhofer für zwei Minuten auf die Strafbank. In Überzahl verfehlt erst Tobi Wörle das Tor um Millimeter und Branden Gracel hämmert das Hartgummi an die Torlatte.

Schlussoffensive bleibt unbelohnt

Die Joker verteidigen jetzt zwar wesentlich konsequenter, die Zeit tickt aber gnadenlos von der Uhr und vorne will die Scheibe nicht hinein, obwohl John Lammers, Sami Blomqvist und Branden Gracel beste Einschussmöglichkeiten haben. Die Ravensburger verwalten jetzt weitestgehend die Führung, in der 56. Minute kommt es dann aber zu einer sehr unschönen Szene, als Pawel Dronia hinter dem Kaufbeurer Tor, einen völlig unnötigen Check gegen den Kopf von Joey Lewis fährt und dafür 2+10 Strafminuten kassiert.
Der ESVK hat jetzt eigentlich nichts mehr zu verlieren und Rob Pallin nimmt vier Minuten vor Spielende den Goalie vom Eis. Die Joker dadurch mit zwei Feldspielern mehr auf dem Eis und Dauerfeuer auf Olafr Schmidt, der aber mit starken Reflexen seinen Kasten sauber hält. Das Powerplay endet ohne weitere Treffer und Hötzinger kehrt zurück zwischen die Pfosten. Auch die letzten beiden Spielminuten läuft das Geschehen in Richtung Ravensburger Tor, am Spielstand ändert das aber nichts mehr. Über zwei Drittel war der ESVK eigentlich das spielbestimmende Team, im zweiten Drittel wurde die Partie aber komplett verschlafen und verloren.

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