Abstiegskampf
ESV Kaufbeuren komplett von der Rolle: Deutliche Niederlage gegen Bayreuth

Eishockey (Symbolbild)

ESVK lässt weitere Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt mit 2:7 Niederlage liegen.

Am Freitagabend hieß es Crunchtime in der erdgas schwaben arena. Mit einem Sieg könnten die Joker den Klassenerhalt und die Teilnahme an den Pre-Playoffs klarmachen. Vor 2.994 Zuschauern ging es aber gegen nicht weniger motivierte Gäste aus Bayreuth. Die Tigers hatten ihrerseits ebenfalls noch Chancen auf einen Platz unter den ersten Zehn und dadurch stand einer spannenden Begegnung nichts im Wege. Die Joker konnten dabei endlich wieder auf einen etwas besser besetzen Kader zurückgreifen, aber wichtige Stützen wie Alex Thiel, Philipp de Paly und Stefan Vajs, sowie der Neuzugang Jan Bednar fielen nach wie vor verletzt aus.

Das Spiel beginnt ausgeglichen ohne größere Torszenen. Nach drei Minuten rauscht dann Christian Neuert unglücklich mit einem Kaufbeurer Spieler zusammen und muss für einige Minuten benommen das Eis verlassen. Beiden Teams ist anzumerken um was es geht und meist neutralisieren sich Beide, bis sich in der fünften Minute Kevin Kunz vor das Joker Tor durchtankt, dort aber zu lange verzögert und am Kasten vorbeizieht. Im Gegenzug dann direkt die erste gefährliche Aktion der Hausherren, aber Calvin Pokorny setzt den Puck ebenfalls knapp neben das Tor von Timo Herden. Nach sieben gespielten Minuten vertändeln die Joker dann die Scheibe im eigenen Drittel, Ilya Sharipov kann noch zweimal gegen Tyler Gron klären, aber der dritte Versuch wird von Ville Järveläinen endgültig zur Führung genutzt. Kurz nach dem Treffer die Rotgelben dann mit ihrem ersten Powerplay, sie agieren aber zu nervös und kommen kaum in die Formation. In der zwölften Minute ein gelungener Vorstoß der ersten Reihe, doch Sami Blomqvist verfehlt knapp den Ausgleich nach einem Zuspiel von Joey Lewis. Kurz darauf ist der ESVK plötzlich komplett von der Rolle. Eine gefühlte Ewigkeit können sich die Tigers in der Angriffszone festsetzen und so kommt es wie es kommen muss, als Kevin Kunz den Puck zum 0:2 Ilya Sharipov unter den Schoner durchsteckt. Der ESV kommt so gut wie gar nicht mehr gefährlich vor das Bayreuther Tor, die Ihrerseits durch Sebastian Busch und Markus Lillich zu weiteren Chancen kommen. Kurz vor Drittelende dann noch eine Strafzeit gegen die Joker, die sich mit zwei Toren Rückstand in die Kabine retten.

Der ESV übersteht die Unterzahl zu Drittelbeginn gut und kommt in der 22. Minute bei einem schönen Alleingang von Max Lukes zur ersten guten Chance auf den Anschlusstreffer, aber die Scheibe geht am Tor vorbei. Die Joker kurz darauf im Powerplay, zeitweise sogar mit Fünf gegen Drei Spielern, erspielen sich auch gute Möglichkeiten durch Lukes und Blomqvist, aber Timo Herden hält bisher alles was auf seinen Kasten kommt. Dann die Tigers wieder in Überzahl, auch hier springt bis auf eine Abschluss von Tyer Gron nichts heraus. Beide Teams wechseln sich mit ihren Strafzeiten ab und so sind es in der 29. wieder die Hausherren die einen Mann mehr auf dem Eis haben und endlich einmal das Bayreuther Tor belagern. Max Lukes schießt, Timo Herden lässt abprallen und die Scheibe liegt frei vor dem Kasten, doch kein Kaufbeurer ist zur Stelle um abzuschließen. Kurz darauf verzieht Antti Kerälä aus aussichtsreicher Position seinen Schuss. Die Joker wirken bisher völlig glücklos und auch der letzte Wille ist ihnen bisher nicht anzumerken. Wieder sehen sich die Rotgelben einer Unterzahlsituation ausgesetzt, verteidigen gut, aber kurz nach Ablauf der Strafzeit setzt Simon Karlsson einen Schuss von der Blauen Linie, in der 35. Minute zum 0:3 in die Maschen. Ein Schock für die Hausherren, denen aber eine erneute Überzahl eine weitere Chance auf einen Treffer liefert. Joey Lewis, Sami Blomqvist und der im Slot völlig freistehende Max Schmidle schaffen es aber nicht die Scheibe im Tor unterzubringen. Das Schlimme ist, dass Timo Herden meistens nicht einmal eingreifen muss, weil das Hartgummi meistens direkt am Tor vorbeifliegt. Wie einfach es eigentlich gehen kann, zeigen die Tigers eine Minute vor der Sirene. Ville Järveläinen legt den Puck auf Juuso Rajala ab und der schießt trocken zum 0:4 unter die Latte. Die Kaufbeurer Abwehr findet bei diesem Treffer schlicht und ergreifend nicht statt.

Die Hoffnung auf eine Wende wird direkt zu Beginn des letzten Drittels im Keim erstickt. Tylor Gron lauert an der Blauen Linie, bekommt die Scheibe und beendet seinen Alleingang mit dem fünften Treffer für Bayreuth. Eine Minute später dann doch noch ein Lebenszeichen der Joker. Daniel Oppolzer behauptet die Scheibe vor Timo Herden und kämpft sie zum 1:5 in der 42. Minute ins Tor. Kann der ESV vielleicht doch noch etwas reißen? Branden Gracel und Joey Lewis laufen kurz nach dem Treffer auf einen Verteidiger an, Herden kann aber gleich zweimal gegen Joey Lewis klären. Dafür klingelt es schon wieder auf der anderen Seite. Denis Pfaffengut verliert die Scheibe im eigenen Drittel an Ivan Kolozvary, der legt quer auf Markus Lillich und der hält den Schläger zum sechsten Treffer der Tigers rein. Die Rotgelben geben sich wenigstens noch nicht völlig auf und spielen in der 46. Minute eine schöne Kombination über Gracel, Blomqvist und Lewis. Letzterer netzt zum 2:6 ein. Längst ist allen klar, dass es heute nichts mehr zu holen gibt für den ESVK, da verteilt das Schiedsrichtergespann zu allem Übel auch noch Geschenke an Bayreuth. Järveläinen foult Fabian Koziol glasklar vor dem Joker Tor, schnappt sich die Scheibe und erzielt zehn Minuten vor Spielende Treffer Nummer Sieben für die Tigers. Die Joker Fans können nun auch kein Verständnis mehr für die Leistung ihrer Mannschaft aufbringen. Ein Abend zum Vergessen. In den letzten zehn Spielminuten passiert nicht mehr viel, die vierte Reihe des ESV zeigt noch am ehesten Normalleistung und auch die Reihe um Gracel, Blomqvist und Lewis erspielt sich noch eine Hand voll Chancen, aber alles deutlich zu harmlos für Timo Herden im Tor der Tigers. Mit einer ganz bitteren Niederlage endet das Spiel mit 2:7 für den ESVK, der nun am Sonntag in Bad Nauheim zum Siegen verdammt ist, um nicht in die Playdowns zu rutschen.

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