Spielbericht
ESV Kaufbeuren Joker gewinnen gegen die Dresdner Eislöwen mit 6:1

Symbolbild.

Zum zweiten Mal innerhalb eines Wochenendes traf der ESV Kaufbeuren auf die Eislöwen aus Dresden. Das erste Duell konnten die Dresdener klar für sich entscheiden, darum galt es für die Joker sich zu revanchieren und vor 2.390 Zuschauern in der erdgas schwaben arena, wichtige Punkte gegen den direkten Tabellen-Konkurrenten zu sammeln.

Wieder einmal musste Andreas Brockmann bei der Mannschaftsaufstellung kreativ werden und auf die Verletzungen von Joey Lewis, Daniel Oppolzer, Ossi Saarinen und Philipp de Paly reagieren. Wie schon am Freitag waren also Neuzugang Calvin Pokorny und Nachwuchstalent Max Oswald von Beginn an im Sturm zu finden. Florin Ketterer konnte zum Glück wieder in der Verteidigung auflaufen und Jan Dalgic wurde als Start-Keeper eingesetzt.

Von Beginn an zeigen sich die Joker aggressiv und gefährlich und kommen durch Tobi Wörle direkt zu einer ersten guten Möglichkeit, aber der Abschluss ist in diesem Fall noch zu harmlos. Thomas Pielmeier im Gegenzug mit der ersten Chance für die Eislöwen, aber Jan Dalgic ist auf dem Posten. Die Joker machen Druck und kombinieren sich immer wieder schön vor den Dresdner Kasten. Max Lukes scheitert an Marco Eisenhut, nachdem er von Antti Kerälä und Sami Blomqvist perfekt bedient wird. Die Dresdener haben dann in der fünften Minute eine Großchance durch Steven Rupprich, aber die Scheibe rutscht Zentimeter am Tor vorbei. Denis Pfaffengut und Branden Gracel scheitern im Anschluss am Eislöwen Schlussmann und als dieser dann doch geschlagen ist, trifft Max Schmidle im Fallen das leere Tor nicht. Es macht sich schon leichte Verzweiflung unter den Joker Fans breit, da klingelt es endlich im Dresdener Tor. Wie so oft in dieser Saison ist es die Überzahlformation die zuschlägt. Den Schuss von Calvin Pokorny kann Eisenhut noch abwehren, Antti Kerälä bring den Puck aber erneut vor das Tor, wo er von Max Lukes zur 1:0 Führung verarbeitet wird. Die Rotgelben auch nach dem Tor mit einem klaren Chancenplus, aber auch Jan Dalgic ist immer wieder gefordert und muss gegen Jordan Knackstedt sein ganzes Können unter Beweis stellen. Zum zweiten Mal heißt es in der 14. Minute dann Powerplay Kaufbeuren und zum zweiten Mal schlägt es ein. Der ESV setzt sich erst lange im gegnerischen Drittel fest und nach einigen guten Einschussmöglichkeiten, nagelt Branden Gracel das Spielgerät dann humorlos zur 2:0 Führung ins Tor. Nach diesem Treffer wird es ruppig auf dem Eis. Nach etlichen harten Checks werden teils schwer nachvollziehbare Strafen verhängt. Die Eislöwen kommen dann noch einmal in Person von Jordan Knackstedt brandgefährlich und völlig frei vor Jan Dalgic, aber bei ihm ist erneut Endstation. Ein sehr unterhaltsames Drittel geht mit der zwei Tore Führung in die erste Pause.

In den ersten zehn Minuten des zweiten Spieldrittels sind fast ausschließlich die Specialteams beider Mannschaft auf dem Eis. Fast im Zweiminutentakt wechseln sich die Eislöwen und die Joker mit ihren Strafzeiten ab. Gerade als dann doch einmal beide Teams vollständig spielen, verliert Dresdens Topscorer Mario Lamoureux im Spielaufbau die Scheibe und leitet somit einen Kaufbeurer Konter ein. Jere Laaksonen tankt sich bis vor das Tor und steckt Marco Eisenhut den Puck durch die Hosenträger. In Zeitlupe rutscht die Scheibe danach Richtung Torlinie, bevor sie Jere Laaksonen dann endgültig zum 3:0 in das Tor befördert. Zwei Minuten später schon wieder Überzahl ESVK und schon wieder wird gejubelt. Antti Kerälä spielt hinter dem Tor stehend schön auf Max Lukes im Slot und der macht mit der Rückhand seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Die Joker sind jetzt die klar spielbestimmende Mannschaft und müssten eigentlich Ihre Führung weiter ausbauen, doch Marco Eisenhut hält trotz der Gegentore wirklich stark. Branden Gracel bleibt ein weiterer Treffer verwehrt, weil der Hauptschiedsrichter das Spiel vorschnell abpfeift, obwohl die Scheibe noch spielbar vor dem Dresdener Tor liegt. Auch Jan Dalgic muss noch mal ran und zeigt gegen den anstürmenden Dale Mitchell einen Big Save. Lukes, Blomqvist, Wörle und Kittel scheitern dann zwar allesamt vor Drittelende noch am Eislöwen Keeper, können aber mit einer hochverdienten Führung in die Katakomben gehen.

Unverändert startet das letzte Drittel. Die Joker mit viel Dampf und Marco Eisenhut hat alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft noch irgendwie im Spiel zu halten. Einmal mehr treibt dann Sami Blomqvist die Scheibe mit viel Speed in die Angriffszone, legt ab zu Kapitän Julian Eichinger der die Eislöwen Abwehr aussteigen lässt, weiter geht es zu Max Lukes und der erhöht mit seinem Hattrick zum 5:0 für die Hausherren. Der bis dato beste Dresdener, Marco Eisenhut, verlässt im Anschluss seinen Kasten und wird durch Florian Proske ersetzt. Schrecksekunde dann in der 43. Minute. Eislöwe Tom Knobloch bleibt nach einem Check völlig benommen auf dem Eis liegen und muss von den Sanitätern aus dem Stadion gebracht werden. Wir wünschen ihm an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung. Jordan Knackstedt und Max Oswald erhalten nach dieser Szene jeweils eine 2+2+10 Strafe. In der Folge wird Florian Proske erstmals ernsthaft geprüft und bleibt knapp Sieger bei einem Alleingang von Jonas Wolter. Mario Lamoureux hat auf der anderen Seite dann Jan Dalgic eigentlich schon verladen, trifft aber das Tor nicht. Auch Nick Huard verfehlt den Anschlusstreffer nur knapp, bis er dann bei Überzahl Dresden doch noch fällt, als Dale Mitchell einen Nachschuss zum 5:1 verwerten kann. Es bleibt ein Spiel mit vielen Strafen und so ist es kein Wunder, dass auch der Schlusspunkt bei Powerplay Kaufbeuren fällt. Ein Konter bei eigener Überzahl wird von Neuzugang Calvin Pokorny eingeleitet und über Sami Blomqvist von Antti Kerälä in Minute 56 vollendet. Der ESVK spielt das 6:1 souverän zu Ende und gibt damit die perfekte Antwort auf die Niederlage von Freitag.

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