Eishockey
ESV Kaufbeuren holt drei Punkte in Bad Tölz

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Am 43. Spieltag der DEL2 musste der ESV Kaufbeuren beim direkten Tabellennachbarn in Bad Tölz antreten. ESVK Trainer Andreas Brockmann konnte dabei wieder auf Stürmer Joey Lewis zurückgreifen, welcher beim letzten Spiel gegen die Heilbronner Falken noch krankheitsbedingt fehlte. Louis Latta rotierte daher wieder aus dem Kader und lief dafür erstmalig für den Oberliga Kooperationspartner der Joker, die ECDC Indians Memmingen beim deren Spiel gegen den EV Füssen auf.

Vor 3.301 Zuschauern, darunter gut und gerne 300 bis 400 Schlachtenbummler aus dem Allgäu, entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie.

Die Kaufbeurer hatten gleich mit Beginn des Spieles eine richtig große Torchance durch Tobias Wörle. Sinisa Martinovic im Kasten der Tölzer parierte aber stark. Im direkten Gegenzug tauchte Lubomir Dibelka frei vor Stefan Vajs auf. Die Nummer 22 der Löwen setzte seinen Schuss aber eine gutes Stück neben das Tor. ESVK Top-Scorer Sami Blomqvist hatte nach knapp vier Minuten den nächsten starken Abschluss auf Seiten der Joker. Der Finne aber scheiterte am Tölzer Torhüter.

Die Hausherren hatten optisch in dieser Phase durchaus mehr vom Spiel und kreisten viel in der Zone des ESVK. Die Abschlüsse waren aber noch zu ungenau oder sichere Beute von Stefan Vajs.

Auf der anderen Seite rutschte Sinisa Martinovic ein Schuss von Julian Eichinger durch die Schoner, blieb aber vor der Torlinie liegen und wurde schlussendlich von einem Löwen Verteidiger geklärt.

Ein erstes Powerplay der Wertachstädter war nach genau 10 gespielten Minuten erfolgreich. Joey Lewis konnte nach Pässen von Branden Gracel und Julian Eichinger frei abschließen und traf gekonnt zum 0:1. Die Tölzer schlugen aber sofort zurück. Ebenfalls in Überzahl gelang Shawn Weller der schnelle Ausgleichstreffer für sein Team. Bitter für den ESVK. Nach einem Check verletzte sich Alexander Thiel wohl schwerer am Knie und konnte das Spiel nicht fortsetzen.

Der ESVK schien nach der Verletzungsunterbrechung etwas geschockt und die Löwen hatten eine gute Drangphase, mit dem einen oder anderen gefährlichen Torabschluss. In Führung gingen dann aber erneut die Joker. Diese nutzten auch ihr zweites Powerplay an diesem Abend und machten ihren zweiten Treffer. Antti Kerälä spielte den an der blauen Linie lauernden Sami Blomqvist frei und der finnische Torjäger nutzte seinen Freiraum gekonnt, zog in Richtung Tor und versenkte die Scheibe mit einem platzierten Handgelenkschuss zum 1:2.

Somit gingen die Joker mit einer Führung im Rücken in die erste Pause. Diese sollte dann deutlich länger dauern als geplant, da die Hausherren zwei Vorführungen auf dem Eis abhielten und dadurch die Eisbereitung nicht pünktlich beginnen konnten.

Die Löwen konnten dann schnell Ausgleichen. Eine sehenswerte Kombination in Überzahl schloss Lubor Dibelka mit einem Direktschuss zum 2:2 ab und egalisierte das Spiel somit wieder. Der ESVK konnte aber relativ schnell Antworten. Florin Ketterer traf von der blauen Linie den Pfosten, Joey Lewis stand goldrichtig und konnte die Scheibe im Rücken von Torhüter Sinisa Martinovic über die Linie drücken. Gespielt waren hier 25 Minuten.

Ein weiteres Powerplay der Löwen im Anschluss konnten die Allgäuer verteidigen und ließen keinen Treffer zu. Nach 29. Minuten fing Branden Gracel einen Aufbaupass der Löwen seitlich vor dem Tor ab, legte schnell auf den wieder perfekt lauernden Joey Lewis ab, dieser drückte die Scheibe mit etwas Glück zum 2:4 über die Linie und konnte somit seinen dritten Treffer an diesem Abend feiern.

Die Joker hatten in der Folge mehr vom Spiel, was sicherlich auch an drei weiteren Überzahlspielen lag. Jedoch sollte dem ESVK trotz guter Chance von Max Schmidle, Sami Blomqvist und Max Lukes kein Treffer gelingen. So ging es für die Kaufbeurer mit einem durchaus verdienten zwei Tore Vorsprung in die zweite Drittelpause.

Im Schlussabschnitt spielten die Joker, wie schon in den ersten beiden Dritteln sehr stark. Die Mannschaft zog ihr System konsequent durch und machte es den Tölzern somit sehr schwer zu guten Chancen zu kommen und das was auf das Tor der Joker kam, war sichere Beute von Stefan Vajs.

Richtig gefährlich wurde es knapp fünf Minuten vor dem Ende. Der ESVK war zuerst einer drei gegen vier und dann noch einer drei gegen fünf Unterzahl ausgesetzt. Die Joker verteidigten aber sehr stark, blockten Schüsse, machten die Passwäge so gut es ging zu und hatten auch einmal Glück, als Marco Pfleger nur den Pfosten traf.

Einen weiteren Hammer des Löwen Top-Scorer fischte Stefan Vajs sensationell mit der Fanghand aus dem Winkel und die Wertachstädter überstanden diese heikle Phase ohne Gegentreffer. Die Löwen nahmen dann noch ihren Torhüter vom Eis um mit sechs Feldspielern weiter Druck auf die ESVK Defensive ausüben zu können. Dies nutze Calvin Pokorny zu seinem ersten Tor im ESVK Dress. Nach einem Scheibengewinn von Jere Laaksonen hatte der junge Stürmer keine Mühe den fünften Kaufbeurer Treffer zu erzielen und stellte somit auch den 5:2 Endstand her.

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