Eishockey
ESV Kaufbeuren gleicht das Halbfinale gegen den SC Riessersee aus

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Am heutigen Karsamstag glich der ESV Kaufbeuren mit einem 5:2 Sieg die Halbfinaleserie gegen den SC Riessersee aus. Vor ausverkauftem Haus nutzten die Rot-Gelben ihre Chancen dabei mit einer deutlich höheren Effizienz. Dies sollte der Knackpunkt in einem äußerst intensiven Spiel gegen den Hauptrundenmeister sein.

Dabei musste Andi Brockmann neben den Langzeitverletzten weiterhin auf Florian Thomas sowie auf Florin Ketterer verzichten, der in der kommenden Woche an der Schulter operiert wird. Auf Garmisch hatte Söderholm die Ausfälle von Wachter, Daubner und Eder zu verkraften.

Kaufbeuren begann, verglichen zum ersten Spiel am Gründonnerstag, wie ausgewechselt. Dabei erwischten die Rot-Gelben einen Start nach Maß. Nach nur 90 Sekunden fand Max Schmidle den nachrückenden Christopher Kasten vor dem Tor, der ins lange Eck verwandelte. Auch ein folgendes Unterzahlspiel wegen eines Fouls in der Angriffszone sollte überstanden werden. Die Rot-Gelben machten dagegen nach Ablauf der Strafe Matthias Nemec das Leben schwer und scheiterten mehrfach nur knapp am 2:0. Mit zunehmender Spieldauer kam auch der SCR besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein äußerst intensives und hochkarätiges Spiel zweier ebenbürtiger Mannschaften. Jedoch sollten keine Tore mehr im ersten Drittel folgen.

Dies hätte sich nach einer Minute im zweiten Abschnitt beinahe geändert, doch der ESVK hatte Glück, als Julian Eichinger nur den linken Pfosten traf. In der 26. Minute musste Vajs aber hinter sich greifen. In Überzahl spielte Eichinger einen langen Pass an die blaue Linie auf Richard Mueller, der Vajs im 1 gegen 1 den Puck zwischen den Schonern hindurch schob.

Mit dem Schwung des Ausgleichs entwickelten die Gäste eine enorme Druckphase, auf die Kaufbeuren erst nach einigen Minuten eine Antwort fand. Die guten Möglichkeiten der Topreihe um Dibelka, Driendl und Mueller, die nicht genutzt wurden, sollten sich in der 36. Minute rächen, als Osterloh die Scheibe mit viel Willen vors Tor brachte und Billich sie schließlich mit dem Schläger über die Linie drückte.

Dies bestätigte auch der von den Schiedsrichtern konsultierte Videobeweis. Das Momentum wechselte nun auf die Seite des ESVK. Trotz eines anfänglichen Puckverlusts in der eigenen Zone durch Blomqvist ging der Finne letztlich mit dem Puck aus dem Zweikampf, stürmte über die rechte Seite ins gegnerische Drittel und traf in der 38. Minute durch die Hosenträger zum 3:1 – ein dem Spielverlauf nach glücklicher Zwischenstand.

Das Drittel sollte mit einer Strafzeit gegen Garmisch enden, doch die zwei Minuten numerische Überzahl zu Beginn des Schlussabschnitts blieben durch den ESVK ungenutzt. Die Gäste hatten durch Felix Thomas in Unterzahl gar die bessere Chance auf ein Tor. Der Eindruck, dass die Gäste besser aus der Kabine kamen, verfestigte sich immer mehr.

Die Werdenfelser hatten mehrfach beste Einschussmöglichkeiten, unter anderem durch Stephan Wilhelm, doch fanden sie keinen Weg vorbei an Vajs. Brockmann versuchte darauf in der 47. Minute, seiner Mannschaft die richtigen Worte mitzugeben – und fand sie auch. Die Hausherren kamen wieder zu mehr an Spielanteile.

Daraus folgte in der 53. Minute schließlich ein Tor. Nach einem Bullygewinn von Max Schäffler setzte Blomqvist mit einem präzisen Schuss den Puck zum 4:1 in die Maschine. Nachdem der ESVK mit dem darauf folgenden Anspiel sogleich zwei Minuten kassierte, hatte der SCR die Chance auf die schnelle Antwort, die Mueller auch direkt gab. Der Topscorer nahm Maß und traf mit einem direkt genommenen Schlagschuss in den Winkel.

Die Blau-Weißen mussten wegen des immer noch vorhanden 2:4 Rückstands nun etwas offener agieren. Daraus hätte Schäffler die Vorentscheidung erzielen können, doch allein vor Nemec schoss er über das Tor. Max Schmidle war es dann in der 59. Minute, der eine Schlussoffensive der Gäste im Keim erstickte. Sein Schuss aufs kurze Eck rutschte Nemec durch.

Die Entscheidung mit dem 5:2 sollte gefallen sein. Damit glichen die Rot-Gelben vor dem heimischen Hexenkessel die Serie gegen den SCR aus. Weiter geht es dann bereits am kommenden Montag um 17.00 Uhr in Garmisch-Partenkirchen.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Toni Söderholm unter anderem von einem „chaotischen" ersten Drittel. Für Andi Brockmann war der Sieg der wichtige Ausgleich. Die Mannschaft des SCR habe talentiertes Personal, welches immer brandgefährlich sei, wenn man ihnen Platz gebe.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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