Eishockey - Pressebericht
ESV Kaufbeuren gewinnt vor 2.241 Zuschauern mit 9:1 gegen Crimmitschau

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Am  Sonntag fand der ESV Kaufbeuren wieder in die Erfolgsspur zurück und besiegte die Eispiraten Crimmitschau vor 2.241 Zuschauer mit 9:1. Dabei zeigten die Rot-Gelben eine kämpferisch sehr starke Leistung und ließen den Eispiraten keine Chance. Während Branden Gracel nach seiner Verletzung endlich wieder vor den heimischen Fans spielen konnte, musste neben den Langzeitverletzten Julian Eichinger und Sebastian Osterloh diesmal auch Max Schmidle pausieren. Dessen Position nahm Markus Lillich mit einer ansprechenden Leistung ein. Kaufbeuren hatte das Spiel von Beginn an im Griff, auch wenn die klaren Chancen zuerst Mangelware waren.

Zwingend wurde dies dann im zweiten Überzahlspiel. Branden Gracel passte von der Blauen Joey Lewis mustergültig neben dem linken Pfosten an. Dieser überwand Sebastian Albrecht schließlich zum 1:0 in der achten Minute. Die Eispiraten hatten dann nach einer Spielverzögerung des ESVK die Chance auf den Ausgleich, doch das Tor gelang den Hausherren. Nach einem guten Forecheck von Alexander Thiel setzte dieser Jere Laaksonen in Szene, doch der heutige Kapitän verpasste noch knapp. Besser machte es dann Branden Gracel. Dieser schloss einen Konter souverän ab, als er nach dem Querpass Sami Blomqvists verzögerte und den Puck am Torhüter vorbeilegte - in dem Moment, als Simon Schütz die Strafbank verließ. Die Rot-Gelben ließen nicht nach und nahmen jeden Zweikampf an, so dass es mit dem 2:0 auch in die Pause ging. Die Westsachsen mussten sich also deutlich steigern und dies sah in den ersten Minuten des Mittelabschnitts auch dementsprechend aus.

Nur 30 Sekunden brauchte Patrick McNally, um mit einem verdeckten Handgelenkschuss von der blauen Linie den Anschluss herzustellen. Die Eispiraten waren nun wieder dran und drückten den ESVK in die eigene Zone, doch die Hausherren nutzten den ersten Fehler konsequent. Markus Lillich bekam den Puck am langen Pfosten, legte quer auf Jere Laaksonen und dieser stellte den Abstand von zwei Toren wieder her. Damit war der Sturmlauf der Gäste, die zwar durch Julian Talbot noch eine gute Möglichkeit hatten, deutlich gebremst. In der 31. Minute brannte es lichterloh vor Sebastian Albrecht, doch vergaben Steven Billich und Ossi Saarinen mehrfach sehr gut herausgespielte Chancen, die die Gäste mit einer Strafzeit beantworteten. Das daraus resultierende Überzahl gestaltete Kaufbeuren erfolgreich. Ein Pass von Simon Schütz in den Slot kam zu Daniel Oppolzer, der den Puck als Bogenlampe über Sebastian Albrecht hinweg abfälschte. Das Momentum war nun endgültig wieder in rot-gelber Hand und blieb nicht ungenutzt. Alexander Thiel passte hinter dem Tor heraus auf Jere Laaksonen im Slot, welcher in Minute 35 auf 5:1 erhöhte.

Kaufbeuren wirkte nun wie im Rausch und legte gar noch nach. Florian Thomas fälschte den zweiten Schussversuch von Joey Lewis zum 6:1 ab. So ging es also mit diesem Spielstand in die Pause, da der ESV sich auch durch den Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen ließ. Im letzten Abschnitt agierten die Rot-Gelben weiterhin sehr konzentriert und wichen nicht von ihrem Gameplan ab. So bestimmten sie die Partie und boten den Zuschauern beste Unterhaltung. Ein Kabinettstückchen von Sami Blomqvist war jedoch noch die Beute von Sebastian Albrecht. Der Finne scheiterte auch in der 49. Minute, als der Puck auf der Latte entlangglitt. Besser machte dies dann sein Landsmann Ossi Saarinen. Mit einem Schlagschuss markierte er in Überzahl das 7:1. Dieser Spielstand sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn nach einem sehr guten Wechsel der Reihe um Jere Laaksonen war es Youngster Markus Lillich, der den Puck zum 8:1 ins Tor schoss. Wenn Crimmitschau dann doch einmal vor Stefan Vajs auftauchte, war dieser stets auf dem Posten und wehrte unter anderem einen Alleingang von Christoph Körner ab.

Auf der Gegenseite rollte Angriff um Angriff auf Sebastian Albrecht zu, der in der 59. Minute nochmals hinter sich langen musste. Max Schäffler traf mit der Rückhand zum 9:1 Endstand, welchen sich Kaufbeuren dank einer über 60 Minuten äußerst konzentrierten Leistung und einem unbändigen Willen auch in der Höhe verdient hatte. Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Gästetrainer Kim Collins von einem enttäuschenden ersten Drittel, in dem sein Team noch im Bus gewesen sei. Das 2:0 sei für sein Team noch schmeichelhaft gewesen. Nach der Pause sah er seine Jungs auf dem richtigen Weg, aber das Geschenk zum 3:1 und das glückliche 4:1 seien dann der Knackpunkt gewesen. Andi Brockmann war sehr zufrieden mit dem Sieg, der gut für die Psyche sei, und freute sich, dass die Mannschaft ein Zeichen setzen konnte.

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