Eishockey
ESV Kaufbeuren gewinnt nach hohem Rückstand gegen Bad Nauheim

Der ESV Kaufbeuren gewinnt 4:3 gegen Bad Nauheim.
  • Der ESV Kaufbeuren gewinnt 4:3 gegen Bad Nauheim.
  • Foto: Matthias Wild
  • hochgeladen von Pia Jakob

Ein unglaubliches Spiel sahen die 2.525 Zuschauer bei der Partie zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem EC Bad Nauheim. Bis zur 34. Minute hatten die Gäste die Partie bei einer 0:3 Führung komplett im Griff, bevor der ESVK zurück kam und durch Thiels goldenen Treffer mit 4:3 gewann. Wie bereits angekündigt, waren Ossi Saarinen und Saku Salminen im Kader des ESVK. Dafür musste Brockmann auf das Topscorer Duo Sami Blomqvist und Branden Gracel verletzungsbedingt verzichten.

Die erste Chance des Spiels hatte Joey Lewis, der sich nach einem Missverständnis der Hessen die Scheibe schnappte, doch scheiterte er an Felix Bick. Auf der Gegenseite folgte dann das erste Überzahlspiel für das beste Powerplay-Team der Liga. Die Nauheimer ließen sich nicht zwei Mal bitten und in Person von Dennis Reimer trafen sie in der vierten Minute zum 0:1. Aus dem Slot heraus beförderte er die Scheibe ins Tor.

Beflügelt vom Tor hatten die Wetterauer das Spiel nun in der Hand und versuchten immer wieder die Scheibe auf das Tor zu bringen. Dies war auch das Erfolgsrezept in der 15. Minute. Cody Sylvester spielte Mike Dalhuisen mit einem sehr guten Pass frei. Der Holländer zog ab und der Puck, von einem Kaufbeurer noch abgefälscht, landete Stefan Vajs zum 0:2 im Tor. Die Hausherren fanden auch weiterhin kein Rezept gegen die Kurstädter, so dass es mit einem durchaus gerechten 0:2 in die Pause ging.

Die richtigen Worte fand wohl Trainer Andreas Brockmann in der Kabine, da seine Mannen nun deutlich verbessert aus der Pause kamen. Doch nach guten Chancen von Joey Lewis und Steven Billich in der 25. Minute waren es nicht die Rot-Gelben mit einem Tor sondern die Gäste. Mike Dalhuisen zog direkt von der Blauen ab und sein Schlagschuss schlug im Tor ein. Das 0:3 in der 26. Spielminute wirkte vorentscheidend, doch einverstanden war der ESVK damit nicht.

Nachdem Nauheim eine gute Überzahl, jedoch ohne Tor, spielte, hatten die Allgäuer diverse Druckphasen. Diese münzten sie auch in Zählbares um. Alexander Thiels Schuss prallte von der Bande zurück und Max Schmidle musste die Scheibe nur noch über die Linie drücken. Kaufbeuren war nun auf dem Scoreboard und der Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal war es Thiel, der die Scheibe nur 27 Sekunden später ins Tor bugsierte. Kaufbeuren hatte das Momentum nun komplett auf der eigenen Seite. Das Spiel fand zunehmend in der Nauheimer Zone statt und die erste Überzahl sollte folgen. Nauheim machte dies jedoch geschickt und ließ kaum Schüsse auf Bick zu.

Der Pausentee war schon vorbereitet, doch es sollte noch ein Highlight folgen. Daniel Oppolzer nahm Sekunden vor der Sirene den Schuss, die Scheibe prallte ab von einem Verteidiger und Florian Thomas traf 0,4 Sekunden vor der Pause zum Ausgleich. Diesmal war es der Gästetrainer, der die richtigen Worte fand. Christof Kreuzer schickte seine Cracks wieder mit mehr Selbstvertrauen in das letzte Drittel. Auch wenn dieses mit einer Überzahl für Kaufbeuren startete, waren die Wetterauer in der Folge einem Tor näher.

Immer wieder wurden gefährliche Konter vorgetragen, doch Vajs ließ nichts anbrennen. Beste Möglichkeiten wurden liegen gelassen, doch auch der ESVK kam regelmäßig vor Bicks Gehäuse. In der 55. Minute sollte dann die Entscheidung fallen. Ein Geniestreich von Alexander Thiel sorgte für den Siegtreffer. Die Hausherren ließen in der Folge nichts mehr zu, so dass die drei Punkte am heutigen Abend im Allgäu blieben.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Gästetrainer Christof Kreutzer von einem guten Beginn seines Teams. Dies habe sich auch im Ergebnis gezeigt. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie hart gearbeitet hat, aber die Kleinigkeiten waren letztlich spielentscheid“, so Kreutzer. Andreas Brockmann fasste das erste Drittel kurz zusammen: „Das war nicht das Eishockey, was wir wollten.“ Nach der Aufholjagd könne er seinem Team nur ein Kompliment machen.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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