Spielbericht
ESV Kaufbeuren gewinnt mit 7:6 nach Penaltyschießen in Bayreuth

Symbolbild.

Beim Auswärtsspiel des ESV Kaufbeuren in Bayreuth konnte Trainer Andreas Brockmann die gleiche Formation wie am Freitag beim Derby gegen die Ravensburg Towerstars aufstellen.

Wie schon im ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Bayreuth, sollten sich wieder ein Spiel entwickeln, in den viele Tore fallen. Die 1.617 Zuschauer erlebten dabei zwei völlig unterschiedliche Spielhälften.

Die Joker kamen gut in die Partie und erspielten sich auch gleich die ersten Torabschlüsse und Timo Herden im Kasten der Tigers musste dementsprechend eingreifen. Die Bayreuther testeten Stefan Vajs im Tor der Kaufbeurer aber ebenfalls. Der erste Treffer gelang dann dem ESVK. Timo Herden konnte einen Schuss nicht festhalten und Jere Laaksonen staubte zum 0:1 ab. Fast im direkten Gegenzug brannte es vor Stefan Vajs lichterloh, aber der Joker Goalie und seine Abwehrspieler konnten die Situation bereinigen. Im anschließenden Konter traf ESVK Top-Scorer Sami Blomqvist nur den Innenpfosten und verpasste den zweiten Treffer für seine Mannschaft. Die Kaufbeurer waren auch weiterhin spielbestimmend, leisteten sich aber auch immer wieder kleinere Fehler, welche die Tigers auch zum einen oder anderen gefährlichen Abschluss nutzen. Ein erstes Powerplay der Joker verlief ohne Nennenswerte Chancen. Nach dem Überzahlspiel aber trafen die Joker zum 0:2. Fabian Koziol schoss von der blauen Linie und Tobias Wörle fälschte die dabei entscheidend ab. Gespielt waren hier gerade einmal 11 Minuten. Nach einem Bandencheck musste Tobi Wörle für zwei Minuten auf die Strafbank. Im Unterzahlspiel rette Stefan Vajs stark gegen Tyler Gron, da aber die Tigers im kurze Zeit später ebenfalls eine Strafe zogen, wurde mit vier gegen vier weiter gespielt. Als die Allgäuer dann wieder zu fünft waren, traf Joey Lewis wie schon zuvor Sami Blomqvist nur den Pfosten. Besser machte es Sekunden später Antti Kerälä. Nach einem gewonnen Bully brachte Florin Ketterer die Scheibe vor das Tor und der Finne traf zum 0:3 für Joker. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause.

Die Bayreuther wechselten zum Beginn des 2. Drittel ihren Torhüter. Für Timo Herden stand nun Brett Jaeger im Tor. Diese musste auch gleich zwei Mal in höchster Not retten. Als Tobi Wörle und Joey Lewis bei Kontern sehr guter Chancen hatten. Eine vierminütige Überzahl nutzen die Joker dann in Spielminute 25 zum 0:4. Sami Blomqvist brachte die Scheibe mit einem guten Schuss vor das Tor, wo Jere Laaksonen goldrichtig stand und den Abstauber verwerten konnte. Das weitere Powerplay brachte keine weiteren wirklich gefährlichen Torabschlüsse. Kurze Zeit später aber trafen die Allgäuer erneut. Alex Thiel schickte Sami Blomqvist auf die Reise, welcher den mitgelaufenen Antti Kerälä anspielte und dieser ließ Brett Jaeger gekonnt aussteigen und verwandelte zum 0:5. Die Joker wurden nun etwas leichtsinniger und spielten nicht mehr so konsequent wie bis dahin. In einem Powerplay der Hausherren nach 31. Minuten hatten die Kaufbeurer noch Glück, als Ville Järveläinen nur den Pfosten traf. Kaum waren die Allgäuer aber wieder komplett, traf Henry Martens für die Tigers zum 1:5. Ein weiteres Powerplay der Bayreuther überstanden die Joker dann ebenfalls. Aber die Wagnerstädter kamen trotzdem ein weiteres Mal auf die Anzeigentafel. Ivan Kolozvary traf gegen sich im Schlafmodus befindende Joker zum 2:5 nach 37 Minuten. Die Rotgelben hatten nun immer größere Probleme und spielten teilweise einfach zu kompliziert oder einfach auch zu ungenau. So ging es mit wie schon nach dem ersten Abschnitt, auch nach dem zweiten Drittel mit einer drei Tore Führung für den ESVK in die Pause.

Die Joker starteten in den Schlussabschnitt noch mit 1:39 Überzahl auf der Uhr. In ihre Formation kamen sie dabei aber nicht. Im Gegenteil. Stefan Vajs entschärfte einen zwei auf eins Konter der Tigers und verhinderte vorerst den dritten Treffer der Bayreuther. Aber dieser sollte schneller kommen als den Allgäuern lieb war. In Powerplay traf Ville Järveläinen mit einem Direktschuss nach 44. Minuten zum 3:5 und nur 22 Sekunden später, die Joker spielten erneut in Unterzahl, traf Drew Melanson aus kurzer Distanz im Nachschuss zum 4:5 und seine Mannschaft war wieder komplett im Spiel. Die Kaufbeurer nutzten dann knapp 50 Sekunden später ein eigenes Powerplay und erhöhten aus 4:6. Julian Eichinger traf dabei mit einem Schuss von der blauen Linie. Die Freude über den eigenen Treffer hielt aber auch keine Minute. Die Joker waren in der Defensive wieder im Tiefschlaf und Thomas Schmidt traf mit einem perfekt platzierten Handgelenkschuss in den Winkel und verkürzte auf 5:6. Fortan waren nur noch die Tigers aktiv und hatten Torchance um Torchance und Stefan Vajs rette seine Mannschaft mehrfach und teils spektakulär vor dem Ausgleichstreffer. In der 59. Spielminute war dann aber auch er machtlos, als wieder einmal drei Tigers vor dem Tor auftauchten und Drew Melanson zum 6:6 Ausgleichstreffer abstauben konnte. Somit ging es dann auch in die Verlängerung.

In dieser hatten zuerst die Joker mehr Spielanteile und auch zwei, drei gute Abschlüsse. Als Aber Julian Eichinger auf die Strafbank musste, hatten die Bayreuther im vier gegen drei Überzahl einige ganz dicke Chancen das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dabei konnte sich Stefan Vajs erneut mehrmals auszeichnen, aber auch seine Vorderleute verteidigten Geschickt und blockten auch einige Schüsse.

Im anschließenden Penaltyschießen trafen für den ESVK Antti Kerälä und Sami Blomqvist, während Stefan Vajs die Versuche von Tyler Gron und Drew Melanson entschärfte. Somit konnten die Kaufbeurer das Spiel doch noch für sich entscheiden. Wenn man nach den ersten 30 Minuten geht, waren zwei Punkte zu wenig. Geht man nach den restlichen 35 Minuten, waren die beiden Punkte schlussendlich sogar etwas glücklich.

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