Heimsieg
ESV Kaufbeuren gewinnt mit 3:2 gegen den EHC Freiburg

ESV Kaufbeuren (Symbolbild)
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  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Holger Mock

Am Freitagabend hieß es wieder Hockey Time in der Kaufbeurer erdgas schwaben arena. Vor 2.388 Zuschauern traf der ESVK auf die Wölfe aus Freiburg, die bis dato den klar besseren Start in die Saison erwischt hatten.

Die eh schon stark vom Verletzungspech gebeutelten Joker, mussten am Mittwoch auch noch den Ausfall von Joey Lewis verkraften, der sich in der Partie gegen Bad Nauheim eine Verletzung zuzog. Damit fehlte neben den Verteidigern Florin Ketterer und Philipp de Paly, sowie den Stürmern Alex Thiel, Jere Laaksonen und Jonas Wolter, bereits die sechste Stammkraft von Trainer Andreas Brockmann. Die Vereinsführung reagierte aber prompt mit der Verpflichtung von Max Lukes, der somit von den Bietigheim Steelers zurück zu seinem Heimatverein nach Kaufbeuren wechselte und direkt in die erste Reihe neben Branden Gracel und Sami Blomqvist rutschte.

Die Joker sind vom ersten Bully weg voll im Spiel und legen druckvoll los. Bereits der erste Angriff der Kaufbeurer kann nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden und somit spielen die Rotgelben früh ihr erstes Powerplay. Dieses wird auch ordentlich gespielt, endet aber nicht mit der Führung. Vor allem Kapitän Julian Eichinger prüft von der Blauen Linie einige Male Ben Meisner im Tor der Freiburger, geht dabei aber immer nur als zweiter Sieger hervor.

Die Joker treten auch nach der Überzahl mit viel Elan auf, schaffen es aber nicht zwingend vor das Wölfe Tor zu kommen. Auch Freiburg kommt nun besser ins Spiel, vor allem von der ersten Reihe um Luke Pither und Cam Spiro geht einige Gefahr aus, aber auch hier ist spätestens bei Stefan Vajs Endstation. Der Aufreger im ersten Drittel findet in der 15. Minute statt. Jannik Herm checkt einen Kaufbeurer Spieler von Hinten in die Bande, Fabian Koziol findet das gar nicht gut und lässt die Fäuste sprechen. Der Kampf spiegelt das erste Drittel perfekt wider, ausgeglichen mit leichten Vorteilen beim ESVK. In der Folge gibt es noch jeweils eine Großchance auf beiden Seiten, Luke Pither für die Wölfe und Branden Gracel auf Seiten der Joker, scheitern aber jeweils an den starken Keepern. Mit einem Leistungsgerechten 0:0 geht es in die Kabinen.

Im zweiten Drittel geht es unverändert ausgeglichen weiter, nun aber mit leichten Vorteilen bei den Wölfen, bis Gregory Saakyan die Freiburger durch eine zweiminütige Strafe wegen Beinstellens in Unterzahl bringt. Der ESVK nutzt dieses Powerplay für den Führungstreffer. Antti Kerälä positioniert sich hinterm Tor und spielt einen perfekten Pass in den Slot zu Daniel Oppolzer der die Scheibe direkt ins Wölfe Tor befördert. Es bleibt aber weiter spannend und ein offener Schlagabtausch.

Kaufbeuren übersteht ein Powerplay der Freiburger dank Stefan Vajs unbeschadet, sieht sich aber wenig später erneut in Unterzahl, nach einer mehr als fragwürdigen Entscheidung auf Beinstellen gegen Branden Gracel. Diesmal macht der EHC alles richtig und ein Schuss von Patrick Kurz wird von Christian Billich unhaltbar zum Ausgleich abgefälscht. Beide Teams neutralisieren sich in der Folge und es entstehen immer wieder Chancen auf beiden Seiten. Luke Pither scheitert ein weiteres Mal an Stefan Vajs und Tobi Wörle findet, nach schönem Zuspiel von Julian Eichinger, seinen Meister in Ben Meisner. Gegen Ende des Spielabschnitts fliegen erneut die Fäuste. Mike Mieszkowski und Christian Neuert geraten heftig aneinander, schlagen sich gegenseitig die Helme von den Köpfen und müssen mit Disziplinarstrafen in die Kühlbox. Wenig später geht es nach wie vor ausgeglichen in die Pause.

Es geht in den Schlussabschnitt und den Zuschauern zeigt sich das gleiche Bild wie zuvor. Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier und kreieren Torchancen im ständigen Wechsel, aber beide Schlussmänner machen einen absolut souveränen Job und halten was zu halten ist. Das bleibt auch so, bis die Joker vier Minuten vor Spielende den Druck nochmals nach oben schrauben können und die Freiburger dadurch zu zwei Strafzeiten binnen dreißig Sekunden zwingen.

Die daraus resultierende doppelte Überzahl nutzt der ESVK eiskalt in Person von Sami Blomqvist, der nach schöner Passfolge einen One-Timer direkt in den Winkel nagelt und die erdgas schwaben arena in Minute 58 zum Kochen bringt. Es kommt noch besser, es läuft immer noch die selbe Minute und die Joker sind nach wie vor in Überzahl, als Max Schmidle nach einem Schuss von Branden Gracel willensstark nachsetzt und Ben Meisner zum 3:1 überwindet. Direkt nach dem Treffer erhalten die Wölfe noch eine Bankstrafe wegen unsportlichem Verhalten und geraten dadurch auch für die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl. Beste Voraussetzungen also für die Joker den so wichtigen Heimsieg einzufahren, doch es wird nochmals richtig spannend.

Cam Spiro läuft in Unterzahl entlang der Bande bis auf Höhe des Kaufbeurer Tors und schießt aus extrem spitzen Winkel in Richtung von Stefan Vajs, der in dieser Situation nicht auf der Höhe ist und die Scheibe am kurzen Pfosten zum Anschlusstreffer passieren lässt. Der ESVK spielt im Anschluss aber die letzten Minuten souverän herunter und bejubelt drei ganz wichtige Punkte.

Autor:

Philippe Bader aus Kempten

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