Eishockey
ESV Kaufbeuren gewinnt erneut in der Verlängerung

ESV Kaufbeuren
  • ESV Kaufbeuren
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Pia Jakob

Nach gut zwei Wochen Pause war es am Sonntagabend endlich wieder soweit, DEL2-Hockey in der erdgas schwaben arena. Dabei sahen 2.564 Zuschauer, wie der ESV Kaufbeuren einen 0:2 Rückstand gegen die Bayreuth Tigers aufholte und in der Verlängerung mit 3:2 gewann. Im Tor startete nach seinem Shutout am vergangenen Freitag erneut Marc-Michael Henne.

Bevor das Spiel beginnen sollte, gab es für Sami Blomqvist noch die Ehrung zum „DEL2 Spieler des Monats Oktober“. Der Finne startete auch gleich furios. Mit viel Geschwindigkeit zog er vor Gästetorwart Timo Herden, der allerdings dessen Rückhandversuch abwehrte. Nur Sekunden später war dann ein Bayreuther Verteidiger mit einem wichtigen Block gegen Blomqvist zur Stelle. Der Druck des ESVK hielt stand und so folgte in der zweiten Minute die erste Überzahl. Die Tigers überstanden diese und prüften in der fünften Minute erstmals Henne, der jedoch den Puck sicher hielt.

Im Gegenzug kam Oppolzer vor Herden glücklich an den Puck, doch der Schlussmann parierte. In der siebten Minute folgte dann eine Großchance für die Hausherren. Jonas Wolter setzte sich im Zweikampf durch und sein Schuss ging an den Pfosten. Nur eine halbe Zeigerumdrehung später war es wieder der Pfosten. Diesmal scheiterte Blomqvist aus spitzem Winkel. Nach gut zehn Minuten folgte das erste Powerplay der Franken, doch kamen keine Chancen zu Stande. Die anfangs so zahlreich vergebenen Möglichkeiten des ESVK sollten sich jedoch trotzdem noch rächen. Mit einem vom blockenden ESVK-Spieler abgefälschten Schuss gingen die Bayreuther in der 14. Minute durch Jake Newton in Führung und stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Der ESVK hatte vor der Pause zwar noch ein Powerplay, doch änderte dies nichts am Spielstand. Man musste gar noch eine Strafe bei einem Gästekonter ziehen.

Dadurch begann das Mitteldrittel in Unterzahl. Die Tigers zeigten sich dabei eiskalt und nachdem der Puck gut lief, schloss Luca Gläser gegen Hennes Laufrichtung direkt ab zum 0:2. Mit dem daraus entstandenen Selbstvertrauen und einer weiteren Überzahl waren die Gäste nun sehr gut im Spiel und der ESVK im Glück, als Mark Heatley nur den Pfosten traf. Bayreuth war auch in der Folge gefährlich und Henne hatte reichlich zu tun, speziell als Timo Gams aus kürzester Distanz abzog. Kaufbeuren fand in der 28. Minute jedoch die richtige Antwort. Branden Gracel zog von außen zum 1:2 ab. Direkt im Anschluss hatte Max Schmidle dann bei einem Konter den Ausgleich auf dem Schläger, doch Herden parierte. Das Spiel nahm nun richtig an Fahrt auf, da Kaufbeuren den Ausgleich wollte und Bayreuth speziell nach deren zweiten Tor mutiger in der Offensive wurde. Eine Überzahl ließen die Gäste dann ungenutzt verstreichen.

Auf beiden Seiten gab es Chancen. Die Größte hatte Arnoldas Bosas, doch dessen Alleingang war sichere Beute für Henne. In der 38. Minute erzielte der ESVK dann den Ausgleich. Nachdem die Hausherren Bayreuth ausgiebig beschäftigten, nutzte Blomqvist einen Nachschuss und ließ dem am Boden liegenden Herden keine Chance. Im Schlussdrittel hatte Gläser sogleich die Gelegenheit auf die erneute Führung der Gäste, als er nach einem Querpass frei vor Henne auftauchte, doch hielt dieser den Kasten sauber. Gleiches galt für seinen Gegenüber Herden, der immer wieder zur Stelle war, egal ob gegen Blomqvist, Eichinger oder Oppolzer.

Die Chancen häuften sich nun immer mehr. Speziell in der 49. Spielminute. Zuerst traf Thiel nur ans Außennetz, dann behielt Herden gegen Billich die Oberhand. Aus einem anschließenden Gerangel vor dem Tor sollten je zwei Strafminuten resultieren. Bei 4 gegen 4 war es wieder Herden, der nach einem Querpass Blomqvist Schuss‘ gerade noch abwehrte. Doch auch Henne hatte nun zu tun. Bayreuths Topscorer Järveläinen scheiterte jedoch allein vor diesem. Nach einem vermeintlichen Stockschlag Ketterers in dieser Aktion musste der ESV in Unterzahl agieren. Mit vollem Einsatz wurde dabei verteidigt und diese schadlos überstanden. So war das Spiel auch nach 53 Minuten noch völlig offen. Dies hätte Linden allein vor dem Tor ändern können, doch wehrte Henne den Schuss ab.

Auf der Gegenseite waren es Saarinen, Gracel, Lewis und BIllich die entweder knapp verpassten oder an Herden scheiterten. Dadurch folgte also eine Verlängerung. In dieser hatte Bayreuth zweimal den Sieg auf dem Schläger, doch einmal rettete Blomqvist auf der Linie, das andere Mal entschärfte Henne erneut einen Alleingang Bosas‘ mit dem Schoner. In der 64. Minute musste dann ein Bayreuther auf die Strafbank, nachdem diese mit zu vielen Feldspielern agierten. Andi Brockmann nahm daraufhin seine Auszeit. Kaufbeuren blieb das komplette Powerplay über im Puckbesitz. 19 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung war es schließlich Gracel, der Herden zum 3:2 bezwang und dem ESVK den Zusatzpunkt sicherte.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Petri Kujala von einem intensiven Eishockeyspiel beider Teams. Er zeigte sich trotz der vergebenen Chancen im Schlussdrittel zufrieden mit den Leistungen des Wochenendes. Brockmann wies nochmal darauf hin, wie eng die Liga ist, auch bei Spielen gegen den Tabellenletzten. Durch das 0:1 sei etwas Nervosität aufgekommen und die Aufgabe nicht leichter. Mit den zwei Punkten war er am Ende zufrieden.

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