Eishockey
ESV Kaufbeuren: 6:3-Niederlage in Heilbronn

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Joker vergeben im letzten Drittel Chancen auf Punktgewinn beim Tabellendritten und unterliegen mit 6:3. Beim dritten Auswärtsspiel in Folge am Freitagabend in Heilbronn setzte Trainer Andreas Brockmann auf das gleiche Personal wie am Dienstag in Ravensburg.

Kein großes Abtasten gab es zu Beginn der Partie vor 1.603 Zuschauern, darunter knapp 50 Fans aus dem Allgäu. Beide Mannschaften spielten schnell nach Vorne und zeigten einen guten und effektiven Forecheck. Die erste ganz große Chance der Partie hatte die Heilbronner Falken nach knapp vier Minuten. Bei einer drei auf eins Situation parierte Stefan Vajs Klasse mit dem Schoner und verhinderte einen frühen Rückstand. Die Joker gingen dann nach fünf Minuten in Führung. Daniel Oppolzer staubte nach einem Schuss und einem Gewühl vor dem Kasten von Mirko Pantkowski zum 0:1 ab.

Die Führung hielt aber nicht lange. Nur kurze Zeit später in der siebten Minuten schafften es die Kaufbeurer nicht dem starken Druck der Falken Tor-Reihe um Liga Top-Scorer Dylan Wruck zu entkommen. Der Deutsch Kanadier war schlussendlich auch der Nutznießer dieser Situation, als er sich frei in den Slot bewegen konnte und mit einen trockenen Handgelenkschuss über die Stockhandseite von Stefan Vajs zum 1:1 traf. Im Anschluss erhöhten die Hausherren dann nochmals den Druck ohne aber zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen.

Die Joker setzten ihrerseits auch immer wieder den einen oder anderen Nadelstich. Ein erstes Powerplay konnten die Allgäuer genauso wenig nutzen wie anschließend die Falken ihr erstes Überzahl ohne Treffer verstreichen ließen. Der ESVK hatte kurz vor der Pause sogar ein zweites Mal die Chance in Überzahl zu treffen, aber auch dieses Mal gelang den Joker kein Tor. Somit ging es mit einem Leistungsgerechten Unentschieden in die erste Pause.

Das zweite Drittel ähnelte in weiten Strecken dem ersten Abschnitt. Beide Mannschaften hielten weiter das Tempo hoch und waren dabei sehr aktiv. Ein Überzahlspiel der Falken nach 22 Minuten verteidigten die Joker eigentlich stark, hatten durch Sami Blomqvist sogar einen große Chance auf den Führungstreffer, aber der Finne scheiterte an Mirko Pantkowski. Im direkten Gegenzug konterten die Hausherren den ESVK dann aus und Eero Savilahti machte das 2:1 für die Falken.

Der ESVK wurde aber immer aktiver und erspielte sich einige gute Chance heraus. Die Abschlüsse von Joey Lewis, Tobi Wörle sowie Branden Gracel sind hier erwähnenswert. Belohnt wurden die Joker dann in Minute 29 für ihre Bemühungen. Alexander Thiel Schoss von der blauen Linie, Falken Torhüter Mirko Pantkowski konnte die verdeckte Scheibe nicht festhalten, Sami Blomqvist stand goldrichtig und machte den 2:2 Ausgleichstreffer für seine Farben. Ein weiteres Powerplay der Heilbronner verteidigen die Kaufbeurer wieder gut. Es wurden wie schon zuvor Schüsse geblockt und hart gearbeitet, dies wurde wiederum mit einem Konter belohnt und die Falken zogen ihrerseits eine Strafe. Das knapp 60 Sekunden dauernde Powerplay konnten die Allgäuer dann aber leider nicht nutzen. Somit ging er wiederum mit einem Unentschieden in die zweite Pause.

Im letzten Drittel hatten die Joker dann wie schon am Dienstag kein Glück mit den Schiedsrichter Entscheidungen, aber nur daran lag die Niederlage schlussendlich sicher nicht. Aber der Reihe nach. Die Falken gingen in der 45. Minute erneut in Führung. Im dritten Nachschuss traf Samuel Soramies zum 3:2 und auch die nächsten beiden Falken Tore waren ähnlich. Bryce Gervais traf nach 51 Minuten auf ähnliche Weise. Ob der Treffer allerdings wirklich regulär war, darf angezweifelt werden.

Stefan Vajs sicherte die Schiebe, der Torschütze fuhr durch den Torraum, behinderte Stefan Vajs dabei sichtlich und ihm viel die Scheibe vor den Schläger, danach hatte er natürlich keine Mühe mehr den Treffer zu erzielen. Die Schiedsrichter konsultieren nach Protesten von Stefan Vajs den Videobeweis, blieben aber nach den Studium der Bilder bei ihrer auf dem Eis getroffenen Entscheidung und es stand 4:2. Dem nicht genug. Keine zwei Minuten später erhöhten die Falken auf 5:2 und wieder durften die Stürmer der Hausherren mehrfach nachstochern und schlussendlich drückte Stefan Della Rovere den Puck über die Linie. Im direkten Gegenzug kamen die Kaufbeurer noch einmal heran.

Die wie immer hart arbeitende vierte Sturmformation traf in Person von Daniel Oppolzer zum 5:3. Im Anschluss hätten der ESVK eigentlich in Überzahl agieren müssen. Joey Lewis setzte sich direkt am Bully durch, wurde von Stefan Della Rovere gehakt, versuchte sogar weiter zu spielen, dabei unterstellte ihm Hauptschiedsrichter Ulpi Sicorschi aber einer „Schwalbe“ und schickte den Kaufbeurer Stürmer ebenfalls auf die Strafbank. In der Folge leistete sich Branden Gracel einen hohen Stock an Ian Brady. Der Heilbronner Verteidiger verletzte sich bei der Situation sichtlich am Ohr und alle im Stadion rechneten wohl mit einer 2+2 Minutenstrafe für den Kanadier im Dress des ESVK.

Hauptschiedsrichter Ulpi Sicorschi unterstellte Branden Gracel in dieser Situation laut Regelwerk aber wohl eine Verletzungsabsicht und verhängte einen 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Dem Kanadier hier eine Absicht zu unterstellen, seinen Gegner zu Verletzen, wirft zumindest Fragen auf. Die Kaufbeurer verteidigten die fünf Minütige Unterzahl zwar gut, bekamen aber knapp 90 Sekunden vor dem Ende doch noch den sechsten Gegentreffer, nach dem man zuvor in Unterzahl noch versuchte in die Offensive zu gehen.

Schlussendlich geht der Sieg der Hausherren durchaus in Ordnung. Der ESVK muss sich vorwerfen lassen, zu viele Nachschüsse zu gelassen zu haben und auch, dass vor allem im letzten Drittel nicht mehr an die guten Leistungen aus den ersten beiden Abschnitten angeknüpft werden konnte.

An dieser Stelle gehen natürlich noch die besten Genesungswünsche an Falken Verteidiger Ian Brady.

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