Ringen
Drama zum Abschluss

Zum Saisonabschluss erlebten Ringer und Fans des TSV Westendorf noch ein Mal einen hoch dramatischen Kampfabend. Gegen den ASV Hüttigweiler konnte das junge Team von Cheftrainer Bernhard Hofmann einen im Voraus schon verloren geglaubten Kampf noch zu einem Unentschieden umbiegen. Hofmann musste das Team auf vielen Positionen aufgrund der Ausfälle von Micheil Tsikovani, György Rizmajer und Robert Ledermann verändern. So kamen gleich zwei Nachwuchshoffnungen der Allgäuer zu ihrem Debüt in der Zweiten Bundesliga.

Chris Kraemer schnupperte erstmals Bundesligaluft und schlug sich gegen den rund fünf Kilo schwereren Johannes Wagner wacker (0:3). Frederik Wunderlich stellte sich gegen das ungarische Kraftpaket Mihaly Szabo in den Dienst des TSV, hatte allerdings keine Chance (0:4). Und Tizian Reggel rückte in die Klasse bis 60 kg auf und wurde von Kim Horras überlegen geschlagen. Der zweite Debütant des Abends war Patrick Riedler. Er trat im ungewohnten Greco an und verkaufte sich gut (0:3). Nach den ersten vier Kämpfen lagen die Ostallgäuer schon aussichtslos mit 0:14 zurück. Doch Max Goßner leitete durch eine solide Leistung im letzten Kampf vor der Pause die Wende ein.

Danach überzeugte Christian Stühle mit einem sicheren 3:0-Sieg. Steve Masuch rang abgeklärt und souverän seinen Kontrahenten Danny Hippchen nieder. Allerdings gab ihm Kampfrichter Moser beim Stand von 1:0 für den Westendorfer in der dritten Runde kurz vor Ende des Kampfes eine nicht nachvollziehbare Verwarnung. Erst in der vierten Runde wurde Masuch zum Sieger erklärt. Philipp Heiß hatte mit Till Bialek keinerlei Probleme (4:0). Somit stand es vor den letzten beiden noch ausstehenden Kämpfen 15:13 für Hüttigweiler.

Martin Heiß musste gegen Ismail Baygus versuchen, lediglich eine 0:1-Niederlage zu erkämpfen. Die erste Runde gewann Heiß überraschend, die beiden darauf folgenden Baygus durch jeweils nicht technische Wertungen.

In der alles entscheidenden vierten Runde gelang es dem deutschen Spitzenringer eine Wertung gegen den Westendorfer zu erzielen, der diese zwar sofort konterte, aber vom Schiedsrichter nicht mit einem Punkt belohnt wurde. Nun lag es wie so oft an Shenol Ali Ahmed, die Kohlen aus dem Feuer zu holen und durch vier Punkte zumindest einen Punkt für sein Team zu erkämpfen. Tim Schreiner wehrte sich mit allen Kräften und zum Teil unfairen Mitteln gegen den Bulgaren. Lange sah es danach aus, als würde nur ein 3:0-Sieg für Shenol herausspringen, doch dann gelang es ihm, dem völlig erschöpften Schreiner drei Verwarnungen aufzuzwingen, was die Disqualifikation und vier Punkte für den TSV bedeutete.

Danach gab es für die rund 70 mitgereisten Fans allen Grund zu feiern. «Was die Jungs heute wieder geleistet haben, war einfach Wahnsinn. Wir hatten heute einen Altersdurchschnitt von 19 Jahren und haben dennoch Nervenstärke bewiesen», so der überglückliche Hofmann. Damit schloss der TSV die Saison als Sechster mit 15:17 Punkten ab. Nach dem Kampf in Hüttigweiler reisten Ringer und Fans in einem Doppeldecker weiter zur Saisonabschlussparty des VfK Schifferstadt, wo sie herzlich empfangen wurden und mit den Schifferstädtern die erfolgreich abgeschlossene Saison feierten. (mgr)

 

Shenol Ali Ahmed

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