Ringen
Die Anfängergruppe des TSV Westendorf heimst bei Turnieren schon die ersten Erfolge ein

Im September des vergangenen Jahres haben die knapp 15 Buben zum ersten Mal ein offizielles Training bei den Ringern des TSV Westendorf absolviert. Jetzt, gerade einmal neun Monate später, glänzen einige von ihnen bereits mit den ersten Erfolgen bei Turnieren. Dabei, erzählt Trainer Thomas Wurmser, sei es ihm eigentlich nur wichtig, dass die Kinder durch die Anfängergruppe Freude an der Bewegung und am Sport haben. 'Die Leistung steht bei uns nicht im Vordergrund', sagt er.

Neun Trainer, zum Teil mit Erfahrung aus der Bundesliga, kümmern sich um den jüngsten Ringernachwuchs. 'Wir waren anfangs schon überrascht, wie gut das Angebot angenommen wurde', meint Wurmser.

Schließlich habe man etwa in Oberostendorf, Germaringen oder Neugablonz den schier übermächtigen Fußball als Konkurrenz. Trainingsinhalte der Gruppe sind die Entwicklung des Körperbewusstseins, eine Steigerung von Ausdauer, Kraft und der sportmotorischen Fähigkeiten. Dazu wird ab und an auch Fußball oder Basketball gespielt.

Um die Kameradschaft zu fördern, fahren die Nachwuchsringer auch gemeinsam zum Zelten oder zum Schwimmen. 'Wir sind aber keine bunte Turngruppe', meint Wurmser. Schließlich werden den Kleinen bereits die ersten Ringergriffe und -taktiken beigebracht.

Ein Engagement, das sich schon nach kurzer Zeit auszahlt. Für Wurmser kommt das überraschend. Schließlich hatte er noch im September zu Beginn der Anfängergruppe erklärt: 'Es dauert bis zu zwei Jahren, bis die Kinder vernünftig bei Turnieren starten können.'

Doch bei der schwäbischen Meisterschaft gab es beispielsweise schon jetzt die ersten richtig großen Erfolge bei der E-Jugend, bei einem Jahrgangsturnier in Mering belegten Patrick Meichelböck und Luis Wurmser erste Plätze und bei einem internationalen Turnier in Aichach gewannen die Westendorfer einige Kämpfe. Wurmser freut sich einerseits, meint aber auch: 'Man muss die Jungs schon ein bisschen einbremsen. Denn bei Turnieren gibt es auch Niederlagen, mit denen man umgehen können muss.'

Dass sich das Angebot des TSV Westendorf auch in sozialer Hinsicht lohnt, habe er von einigen Eltern gehört. 'Die haben mir erzählt, dass ihre Kinder seitdem in der Schule ruhiger und konzentrierter sind', sagt der Trainer.

Diese Erkenntnis bestätigen Sportwissenschaftler. Ringen, sagen sie, erziehe wie kaum ein anderer Sport zur Fairness. Die Sportart sei bestens geeignet als Präventionsmaßnahme gegen Übergewicht oder Haltungsschwächen, trage zur Entwicklung eines positiven Körpergefühls und der Akzeptanz des Körpers bei.

Für die TSV-Verantwortlichen steht fest: Nach den Sommerferien wird in Westendorf noch eine neue Anfängergruppe gegründet.

Informationen gibt es bei Thomas Wurmser, Telefon (08344) 992578.

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