Eishockey
Der ESV Kaufbeuren steht im Halbfinale

Der ESV Kaufbeuren steht zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale der DEL2. Ein einziges Tor machte im fünften Spiel der Serie gegen den EC Bad Nauheim den Unterschied und zum dritten Mal musste die Overtime die Entscheidung bringen. Dort behielt Max Schäffler bei einem Penaltyschuss die Nerven und schoss sein Team ins Halbfinale.

Es hätte so schön sein können. Schon nach 44 Sekunden jubelten die Kaufbeurer zum ersten Mal in diesem Spiel als Jere Laaksonen den Puck vor dem Tor quer auf Joey Lewis legte und dieser direkt aufs Tor schoss. Der erste Eindruck der Schiedsrichter, dass der Puck das hintere Torgestänge traf bestätigte sich beim Videobeweis allerdings nicht, sodass es weiterhin 0:0 stand.

Die ersten Spielminuten waren geprägt von augenscheinlich nervösen Kaufbeuren und einem aktiveren Spiel der Gäste aus der Wetterau. Mike McNamee in der vierten Spielminute und Marius Erk eine Zeigerumdrehung später hatten die besten Möglichkeiten, ihr Team in Führung zu schießen, scheiterten jedoch an Stefan Vajs bzw. am Pfosten.

Erst ab etwa der Hälfte des ersten Abschnitts fanden die Joker besser in das Spiel hinein und hatten in Person von Steven Billich, der aus kurzer Distanz an Felix Bick scheiterte, die erste gute Gelegenheit seit der ersten Minute. Daran anschließend merkte man beiden Teams an, dass diese sich mittlerweile sehr genau kennen, denn klare Chancen konnte sich zunächst niemand mehr herausspielen.

Auch im Mittelabschnitt fielen keine Tore. Dabei hätte bereits in den ersten Sekunden des zweiten Drittels Dusan Frosch frei vor Vajs für Zählbares sorgen können. Eine Minute später wurde Mychal Monteith mustergültig freigespielt, verfehlte mit seinem Schuss aber das Tor. Die größte Chance hatte Sebastian Osterloh in der 28. Spielminute, dessen Schlagschuss Bick mit der Fanghand nicht festhalten konnte, der Puck rutschte in Richtung Torlinie und wurde dort von einem Nauheimer geklärt.

Für den unschönen Höhepunkt dieses Spielabschnittes sorgte einmal mehr Cody Sylvester, der sich in einem sonst fairen Spiel in der 32. Minute – wie schon in Spiel 3 – zu einem Check gegen den Kopf von Lewis hinreißen ließ. Das fällige Powerplay der Kaufbeurer killten die Wetterauer aber mit Bravour. Im Anschluss wogte das Spiel hin und her, wobei jedoch die besseren Chancen auf Seiten der Roten Teufel lagen. In dieser Phase hielt Vajs seine Mannschaft im Spiel.

Am gewohnten Bild änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts. Da Spiel ging hin und her, immer phasenweise hatte die eine oder die andere Mannschaft etwas mehr vom Spiel. Doch die Defensivreihen beider Teams ließen im Slot nichts zu, blockten viele Schüsse und wenn doch mal ein Puck den Weg zu Tor fand, waren stets Bick und Vajs zur Stelle. In der 44. Minute wurde Livingston zu einem Alleingang geschickt, den Vajs entschärfte.

Vier Minuten später zeigte sich Marcel Brandt nach einer Strafzeit wegen eines Checks gegen den Kopf von Osterloh derart uneinsichtig, dass er sich zusätzlich zu den zwei plus zehn Minuten eine Disziplinarstrafe einhandelte und das Spiel vorzeitig beenden musste. In der Schlussphase rissen die Kaufbeurer das Spiel immer mehr an sich und hatten durch Laaksonen zwei Minuten vor Schluss die große Chance auf den ersten Treffer. Sein Schuss verfehlte das Tor allerdings.

Der Text des letzten Drittels beschreibt im Grunde ebenfalls die Verlängerung. Chancen waren hüben wie drüben Mangelware, zu konzentriert agierten beide Mannschaften in der Defensive ergab; sich doch die Gelegenheit scheiterten die Angreifer an ihren Nerven. Schlussendlich spielentscheidend sollte Christoph Kiefersauers Antritt in der 76. Spielminute werden. Der junge Stümer zog zum Tor und suchte den Abschluss. Bick ließ nach vorne abprallen und Max Schäffler konnte am möglichen Nachschuss nur regelwidrig gehindert werden, sodass die Unparteiischen auf Penalty entschieden. Diesen verwandelte Schäffler, dessen Nerven offensichtlich aus Drahtseilen bestehen, eiskalt.

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