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6:3 Heimsieg: ESV Kaufbeuren gleicht die Serie gegen den EHC Freiburg aus

6:3 Heimsieg: ESV Kaufbeuren gleicht die Serie gegen den EHC Freiburg aus.
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Spiel Zwei des Playoff-Viertelfinales gegen den EHC aus Freiburg, fand am Sonntag in der Kaufbeurer erdgas schwaben arena statt. Die Freiburger konnten die erste Begegnung mit 6:4, in einer hart umkämpften Partie, für sich entscheiden. Die Joker wollten die passende Antwort geben und die Serie durch einen Heimsieg ausgleichen. Im Tor startete dieses Mal Benedikt Hötzinger, Tobi Wörle und Markus Schweiger tauschten ihre Plätze in Reihe Zwei und Drei, ansonsten lief die Mannschaft unverändert zum Freitagsspiel auf. Vor Spielbeginn wurde noch Daniel Oppolzer für 500 Spiele und seinen unermüdlichen Kampf im Trikot des ESV Kaufbeuren geehrt.

Von der ersten Sekunde an geht es zur Sache und die Joker versuchen direkt Druck auf Benjamin Meisner im Tor der Wölfe aufzubauen, einen Schuss von Tobi Wörle kann dieser aber vorerst entschärfen. Dann passiert das, was den Hausherren gegen Powerplay starken Gäste nicht passieren sollte, sie geraten durch eine Strafe gegen Sören Sturm in Unterzahl. Freiburg nutzt das für die Führung, weil Scott Allen die Scheibe vor das Tor zu Christian Billich befördert, der zum 0:1 in der dritten Spielminute einschiebt. Das gibt den Wölfen erst einmal Rückenwind, Tobi Wörle hält mit einer starken Einzelaktion dagegen, scheitert am Ende aber am Schoner von Meisner. In Minute Neun kommt Benedikt Hötzinger dann die Kelle abhanden, er schafft es aber trotzdem stark gegen Patrick Kurz zu parieren. Beiden Teams ist anzumerken um was es geht und das Spiel läuft schnell und intensiv. Branden Gracel und Hagen Kaisler geraten vor dem Gäste Tor aneinander und Hauptschiedsrichter Aumüller, schickt Beide für zwei Minute vom Eis. Beide Mannschaften jetzt mit vier Feldspielern und das können die Rotgelben eindeutig besser nutzen. Erst verpasst Tyler Spurgeon im Slot nur knapp das Tor und dann ist es der blendend aufgelegte Tobi Wörle, der das Hartgummi aus halbrechter Position unter die Torlatte nagelt. Es steht 1:1 in der 14. Spielminute. Weiter geht es munter Coast to Coast, Sami Blomqvist mit einer guten Chance und wieder müssen zwei Spieler auf die Strafbank, dieses Mal trifft es Tyler Spurgeon und Andreé Hult. Kurz darauf muss auf Seiten der Freiburger auch noch Christian Billich wegen Beinstellens runter und bringt die Joker damit zu einer Vier gegen Drei Überzahl. Der ESVK agiert jetzt zu hastig und verliert immer wieder im Aufbau die Scheibe und das recht sich. Julian Eichinger trifft bei einem Pass aus der Verteidigung die Scheibe nicht richtig und spielt sie Simon Danner direkt auf den Schläger. Der bedankt sich recht artig und verlädt Benedikt Hötzinger zur erneuten Gäste Führung in der 18. Spielminute. Mit dem 1:2 Rückstand geht es für Kaufbeuren in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel kommen die Wertachstädter früh in Unterzahl, weil Max Lukes wegen Hakens in die Kühlbox geschickt wird. Dieses Mal Die Joker mit sehr gutem Penalty Killing, es folgt aber eine trotzdem eine Schrecksekunde. Alex Thiel kommt zu Fall und rutscht unglücklich in Sören Sturm, der sich bei dieser Aktion verletzt und mit der Trage vom Eis gebracht werden muss. Die Situation muss noch verdaut werden, da knallt es erneut. Fabian Koziol mit einem harten Check gegen den Kopf von Simon Danner, der mit einer Platzwunde vom Eis gebracht werden. Koziol kassiert dafür eine 5 + Spieldauer Strafe, die Joker dadurch lange Zeit mit einem Mann weniger und insgesamt nur noch vier gelernten Verteidigern auf dem Eis. Die Wölfe jetzt natürlich mit Dauerdruck, Benedikt Hötzinger mit Glanztaten gegen Scott Allen und Christoph Kiefersauer und auch sonst verteidigen die Hausherren mit allem was sie haben. Die Unterzahl ist fast überstanden, da prallt die Scheibe von einem ESV Verteidiger ab und fällt direkt vor das Tor und die Füße von Scott Allen, der mit der Rückhand auf 1:3 in Minute 29 erhöht. Lassen sich die Joker davon runterziehen, ein klares Nein. Die 33. Minute bricht an, Branden Gracel gewinnt das Bully im Angriffsdrittel, Sami Blomqvist zieht direkt ab und haut den Puck zum Anschlusstreffer in den Winkel. Die Gastgeben jetzt mit mehr Scheibenbesitz und Zug zum Tor, einen Schuss von John Lammers kann Meisner nur mit Mühe über das Gehäuse lenken. Jake Ustorf muss sich unter Druck stehend unfairer Mittel bedienen und handelt sich damit zwei Strafminuten ein. Rotgelb dadurch und Überzahl und guten Abschlussmöglichkeiten für Blomqvist und Wörle, die aber jeweils knapp verziehen. Das Powerplay endet ohne Joker Treffer, die Trauer darüber hält sich aber in Grenzen, weil direkt danach Max Lukes von Julian Eichinger freigespielt wird und humorlos zum 3:3 in der 37. Minute einnetzt. Kaufbeuren jetzt mit dem Momentum auf ihrer Seite, doch John Lammers findet seinen Meister erneut in Meisner und kurz vor der Pausensirene muss auch Benedikt Hötzinger nochmals gegen Jake Ustorf eine Parade zeigen, es bleibt aber vorerst beim Stand von 3:3.

Zu Beginn des Schlussdrittels kann sich keine Mannschaft klare Vorteile verschaffen, das Tempo bleibt hoch und beide lauern auf Fehler. Die 45. Minute läuft und die Reihe um Branden Gracel kann sich länger im Angriff festbeißen, aber die Wölfe immer mit einem Schläger oder Ben Meisner dazwischen. Die Joker wollen es jetzt gefühlt ein bisschen mehr und auch der Spielaufbau läuft sauber und schnell. John Lammers kommt frei zum Schuss, die Scheibe rauscht am Tor vorbei, bleibt aber im Drittel der Freiburger und wird von Julian Eichinger aufgenommen, der schießt, John Lammers fälscht unhaltbar ab und trifft in der 49. Minute zur ersten Führung der Hausherren. Daran kann auch der geforderte Videobeweis nichts mehr ändern. Mit viel Tempo und Kontern auf beiden Seiten geht es weiter, bis Christian Billich durch einen Stockcheck an John Lammers, die Joker in Überzahl bringt. Die tuen sich erst schwer in die Formation zu kommen, schaffen es letztendlich aber doch, dann folgt ein blitzgescheiter Pass von Lammers auf den am kurzen Pfosten lauernden Daniel Oppolzer und „King Oppi“ macht ihn rein. Der ESVK dreht somit einen 1:3 Rückstand, in der 52. Minute zu einer 5:3 Führung. Die Wölfe spielen aber definitiv auch noch mit, Jake Ustorf taucht völlig frei vor Benedikt Hötzinger auf, doch der Joker Goalie macht die Schotten dicht. Auf der anderen Seite zieht der „Rookie of the Year“ Philipp Krauss, mit viel Speed zum Tor, aber auch Ben Meisner kann einen weiteren Gegentreffer verhindern. Vier Minuten stehen noch auf der Uhr, Freiburg nimmt eine Auszeit, kommt aber direkt im Anschluss erneut in Unterzahl, weil Chad Bassen nach einer unfairen Aktion gegen Julian Eichinger, auf die Strafbank muss. Die Rotgelben können den Sack im Powerplay noch nicht zumachen und somit bleibt immer noch eine Restchance für die Gäste. Die Wölfe nehmen kurz vor Schluss auch noch den Keeper zu Gunsten des sechsten Feldspielers vom Eis und machen mächtig Druck. Der Einsatz beim ESV stimmt aber in jeder Hinsicht, die Schüsse werden allesamt geblockt und Joey Lewis kann, nachdem er sich die Scheibe an der Bande erkämpft, das Hartgummi ins leere Tor befördern. Die Joker gewinnen nach bärenstarker Leistung mit 6:3 und gleichen somit die Serie aus.

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