Schulwegkontrolle in Neugablonz
Helikoptereltern: Wenn Elterntaxis zur Gefahr für die Kinder werden

Die Polizei hat mit Hilfe von zwei Mädchen aus der zweiten Klasse an der Adalbert-Stifter-Volksschule in Neugablonz eine Schulwegkontrolle durchgeführt.
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  • Die Polizei hat mit Hilfe von zwei Mädchen aus der zweiten Klasse an der Adalbert-Stifter-Volksschule in Neugablonz eine Schulwegkontrolle durchgeführt.
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Eltern, die ihre Kinder am liebsten bis ins Klassenzimmer fahren - von sogenannten Helikoptereltern ist immer wieder die Rede. Vor der Adalbert-Stifter-Volksschule in Neugablonz, einem Kaufbeurer Ortsteil, hat die Polizei in dieser Woche deshalb eine Schulwegkontrolle durchgeführt. Ziel der Kontrolle waren in erster Linie Aufklärung und Gefahrenprävention. Eltern, die ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule brachten, wurden gelobt. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto direkt vor der Schule absetzten, wurden belehrt. Denn das dadurch entstehende Verkehrsaufkommen stellt eine zusätzliche Gefahr für die Schüler dar. 

Zwei fleißige Zweitklässlerinnen unterstützten die Polizei

Bei der Kontrolle an der Adalbert-Stifter-Schule bekam die Polizei tatkräftige Hilfe. Alessia und Stella, zwei Mädchen aus der zweiten Klasse, griffen den Beamten unter die Arme. Sie verteilten Zettel mit Süßigkeiten an die Eltern und Schüler. Dabei bekamen Elterntaxis, die direkt vor der Schule hielten, einen Zettel mit einem wütenden Smiley und Eltern, die ihre Schützlinge zu Fuß oder dem Rad zur Schule brachten, einen Zettel mit einem lächelnden Smiley.

Die Polizei hat mit Hilfe von zwei Mädchen aus der zweiten Klasse an der Adalbert-Stifter-Volksschule in Neugablonz eine Schulwegkontrolle durchgeführt.
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Rückgang von Schulunfällen wegen der Pandemie

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West hat im vergangenen Jahr einen Rückgang der Schulwegunfälle verzeichnet. Das liegt aber vor allem an der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Home-Schooling-Phasen. Bei insgesamt 44 Schulwegunfällen wurden 7 Personen schwer und 38 Personen leicht verletzt. Das sicherste Verkehrsmittel ist mit null Unfällen übrigens immer noch der Schulbus.

Eltern können zur Schulwegsicherheit beitragen

Die Polizei hat Tipps, wie Eltern zur Schulwegsicherheit beitragen und Gefahrensituationen für ihre Kinder vermeiden können:

Vermeiden Sie unnötige Autofahrten
Kinder sollten wenn möglich zur Schule laufen oder mit dem Schulbus fahren. Wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, entsteht ein zu hohes Verkehrsaufkommen und dadurch eine Gefahr für die Kinder.

Suchen Sie einen sicheren Schulweg für ihr Kind
Zur Hilfestellung gibt es bei Schulen und Gemeinden vorgefertigte Schulwegpläne.

Üben Sie den sicheren Schulweg mit ihrem Kind
Laufen Sie den Schulweg mit ihrem Kind vorher ab. Schüren Sie hierbei keine Ängste bei ihrem Kind. Trainieren Sie den Weg auch zu unterschiedlichen Tageszeiten.

Helle Kleidung und Reflektoren am Schulranzen sorgen für Sichtbarkeit
Kinder sind oft nicht so schnell sichtbar wie Erwachsene. Zum Beispiel zwischen parkenden Autos. 

Nicht ablenken lassen
Durch das Hören von Musik oder das Herumtoben auf dem Schulweg können Autos unter Umständen nicht wahrgenommen werden. Reden Sie mit ihrem Kind darüber.

Mit dem Fahrrad zur Schule
Kinder sollten erst dann mit dem Rad zur Schule fahren, wenn sie die Fahrradausbildung in der vierten Klasse absolviert haben.

E-Scooter, Hoverboards und andere elektronische Fortbewegungsmittel
Lassen Sie ihr Kind nicht mit unzulässigen elektrischen Fortbewegungsmitteln zur Schule fahren. Neben dem Gefahrenpotenzial können hier auch Ordungswidrigkeiten und Strafbestände entstehen.

Melden Sie Gefahrenstellen oder Sichtbehinderungen durch Pflanzen oder Bäume bei der Polizei

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