Lkr. Ostallgäu/ Pforzen
Großbrand einer Wertstoffhalle in Pforzen - Stand: 30.03.2012, 14:15 Uhr

Der Spezialabrissbagger hat gegen 13:00 Uhr seine Arbeit an der Brandstelle aufgenommen. Das eingestürzte Hallendach wird derzeit durch den Bagger in Einzelteile zerteilt und einzeln aus der Halle gezogen bzw. durch den vor Ort befindlichen Kran herausgehoben.

Zeitgleich laufen weiter die Löscharbeiten der Feuerwehren. Eine gezielte Bekämpfung der teilweise noch unter dem Hallendach befindlichen Brandnester ist erst nach der kompletten Entfernung des eingestürzten Hallendachs möglich. Mehrere Messungen der Feuerwehr ergaben, mit Ausnahme des Brandrauchs selbst, keinerlei gesundheitsgefährdeten Stoffe im Brandrauch.

Aufgrund der insgesamt starken Rauchentwicklung bleibt die vorsorglich getroffene Aufforderung an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, weiter aufrechterhalten. Die geplante Maßnahme, mit einem Autokran das eingestürzte Dach abzutragen, ist gescheitert. Im Moment befindet sich ein Spezialbarissbagger aus Waltenhofen auf der Anfahrt zur Brandstelle um in der Folge die Dachtrümmer zu zerteilen und aus der Brandstelle zu entfernen.

Bezugsmeldung 30. März (8:30 Uhr):

An der Brandstelle ist wieder ein großes, offenes Feuer entstanden. Die Rauchsäule zieht aufgrund der aktuellen Witterung (Nieselregen) bodennah von der Brandstelle, aktuell Richtung Osten (Germaringen), ab.

Die Warnmeldung, Fenster und Türen aufgrund der Rauchentwicklung geschlossen zu halten bleibt weiter bestehen. Im Einsatz befinden sich weiterhin ca. 100 Mann der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und des Bayerischen Roten Kreuzes und der Polizei.

Die Becken im Freibad Neugablonz werden aktuelle durch das Wasserwerk geflutet, um eine Wasserversorgung zur Brandlöschung weiter zu gewährleisten. Die Löscharbeiten gehen gut voran, werden jedoch noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Aufgrund des Großbrandes und der Rauchentwicklung wurden durch die Feuerwehr Kaufbeuren umgehend Schadstoffmessungen in den durch die Windrichtung möglicherweise betroffenen Gebieten Untergermaringen (Schule und Kindergarten), Obergermaringen (Schule und Kindergarten) und Neugablonz (Schule Turnerstraße und Jeschkenweg) durchgeführt.

Bezugsmeldung 29. März (18 Uhr):

Der Brand in der Wertstoffhalle bei Pforzen konnte inzwischen nach massivem Einsatz von Löschschaum durch die Feuerwehren vor Ort und Unterstützung durch die Berufsfeuerwehr München weiter unter Kontrolle gebracht werden.

Im bewohnten Gebiet waren keine Schadstoffkonzentrationen nachweisbar. Aus Sicherheitsgründen wurde dennoch die bei der Berufsfeuerwehr München stationierte Analytische Task Force (ATF), eine Spezialeinheit zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren, angefordert. In ganz Deutschland sind sieben solcher Einheiten stationiert.

Diese führt derzeit weitere, genauere Messungen durch. Bei ersten Messungen rund um die unmittelbare Einsatzstelle wurden, außer dem Brandrauch selbst, keine giftigen Schadstoffe in relevanter Konzentration nachgewiesen. Es besteht daher die Möglichkeit, dass beim Verbrennen der gelagerten Wertstoffe, die z.T. zu Ersatzbrennstoffen verarbeitet werden, keine Gefahren für die Umwelt entstanden sind.

Es werden aber durch die ATF noch weitere Messungen an aussagekräftigen Punkten im Umkreis der Einsatzstelle durchgeführt. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse bleibt daher vorsorglich die Aufforderung an die Bevölkerung der betroffenen Ortsteile Ober- und Untergermaringen, sowie Neugablonz, Fenster und Türen geschlossen zu halten, weiter aufrecht erhalten.

Eine Aussage zur Brandursache kann derzeit nicht getroffen werden. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Kaufbeuren geführt.

Bezugsmeldung 29. März (16 Uhr): Die erneuten Messungen der Feuerwehr haben ergeben, dass sich derzeit keine giftigen Stoffe mehr im Rauch befinden. Die Messungen werden kontinuierlich weitergeführt. Die Löschversuche gestalten sich aufgrund des eingestürzten Hallendachs weiter schwierig. Zur Unterstützung der Löscharbeiten befinden sich zwei Großraumschaumwerfer der Berufsfeuerwehr München derzeit auf der Anfahrt zum Brandobjekt.

Bezugsmeldung 29. März (11 Uhr):

Die Löschwasserversorgung hat sich nach Beginn des Abpumpens am Becken im Freibad stabilisiert. Die ersten Messungen durch die Feuerwehr haben ergeben, dass sich gesundheitsgefährdende Stoffe im Rauch befinden, weshalb die Bevölkerung weiter gebeten wird, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Brandort ist weiträumig abgesperrt. Es besteht für den Fahrzeugverkehr eine weiträumige Umleitung. Derzeit versuchen die im Einsatz befindlichen Feuerwehren die beiden im Brandobjekt befindlichen, brennenden Radlader herauszuziehen, um gezielter im Innenbereich Löschwasser einsetzen zu können.

Bezugsmeldung 29. März (8 Uhr):

Heute am 29.03.2012, um 03:18 Uhr löste die Brandmeldeanlage einer Wertstoffhalle in Pforzen. In der Halle, welche durch eine Brandschutzmauer in zwei Teile unterteilt ist, werden Wertstoffe und zwei Radlager gelagert. Bis dato konnte ein Übergreifen des Feuers auf den zweiten Hallenteil verhindert werden.

Nach sehr kurzer Zeit brach das Hallendach ein. Die Feuerwehren Neugablonz, Kaufbeuren, Germering, Irsee, Pforzen, Rieden und Ingenried sind mit ca. 90 Mann im Einsatz. Zudem befinden sich Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Polizeihubschrauber zur Fertigung von Luftbildern vor Ort.

Personen kamen nicht zu Schaden. Die Schadenshöhe dürfte sich nach derzeitigen Schätzungen im hohen sechstelligen Bereich befinden. Aufgrund bestehender Probleme mit der Löschwasserversorgung wird die Feuerwehr durch fünf Landwirte unterstützt, welche Wasser mit an Traktoren befindlichen Güllefässern zur Brandstelle verbringen.

Zudem wurde eine Schlauchleitung bis in das von der Brandstelle ca. drei Kilometer entfernte Neugablonz gelegt. Aufgrund dem weiterhin bestehenden Wassermangel ist geplant, dass Wasser des Freibads Neugablonz zur Brandbekämpfung abzupumpen und einzusetzen.

Durch die im Werstoffhof befindlichen Stoffe entstand eine ca. 300 Meter hohe, schwarze Rauchsäule. Aufgrund des ständig drehenden Windes und der Tatsache, dass bis dato nicht abschließend beurteilt werden kann, ob sich giftige Stoffe im Rauch befinden, wurde die Bevölkerung mittels Rundfunkdurchsagen gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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