Großeinsatz
Futterlager bei Kaufbeuren brennt komplett nieder

Großbrand in Eggental. Luftbildaufnahme während eines Fluges zur Waldbrandkontrolle - durchgeführt vom Luftsportverein Illertissen.
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  • Großbrand in Eggental. Luftbildaufnahme während eines Fluges zur Waldbrandkontrolle - durchgeführt vom Luftsportverein Illertissen.
  • Foto: Philipp von Criegern
  • hochgeladen von David Yeow

Als die Feuerwehrleute am Sonntagmittag die Anhöhe bei Wielen, zwischen Irsee und Eggenthal erreicht hatten, stand die dortige Maschinenhalle schon komplett in Flammen. Die Fassade des benachbarten Stalls war an manchen Stellen bereits geschmolzen. „Wir haben hier wirklich in letzter Minute abgeschirmt“, berichtete Kreisbrandrat Markus Barnsteiner. Milchkühe und Jungvieh konnten die Feuerwehrleute unversehrt ins Freie bringen, für die Tiere zäunten sie spontan eine Weide nördlich der Halle ab. „Das war Schwerstarbeit, ist aber erfolgreich gelungen“, freute sich Barnsteiner. Auch alle beteiligten Personen blieben unversehrt.

Das Futterlager konnten die Feuerwehleute hingegen nicht mehr retten. „Es war sofort komplett zerstört“, sagte Barnsteiner. Bis unters Dach war die Maschinenhalle mit Futter und Heu gefüllt, außerdem standen dort einige landwirtschaftliche Maschinen. Der Schaden dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Derweil blieb der benachbarte Stall bis auf die Fassade unbeschädigt. Warum das Feuer ausgebrochen ist, war am Sonntag noch unklar.

150 Einsatzkräfte von acht Feuerwehren waren ausgerückt, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen: aus Irsee, Eggenthal, Kleinkemnat, Kaufbeuren, Blöcktach, Friesenried, Pforzen und Baisweil. Auch der Rettungsdienst stand bereit.

Löschwasser per Güllefass

Zehn Landwirte fuhren im „Pendelverkehr“ mit Güllefässern zum Eiberger Weiher, schilderte Barnsteiner. Denn: „Bei so einem Ereignis braucht man deutlich mehr Löschwasser als sonst.“ Die Wassermenge am nächsten Hydranten hätte bei Weitem nicht ausgereicht.

„Hätte man nicht sofort etwas unternommen, hätte es bestimmt schnell einen Flächenbrand über die Wiese gegeben“, vermutet Barnsteiner. Das Gras habe wegen der langen Trockenheit schon zu brennen angefangen. Das sei besonders gefährlich, da direkt neben dem Futterlager ein Waldstück liegt. Während des gesamten Einsatzes hatten die Feuerwehrleute die Bäume daher im Auge. Ein Löschzug machte sich sogar direkt auf den Weg zum Wald, weil Anwohner dort Rauchschwaden gesehen hatten. „Es besteht aber keine Gefahr“, gab Barnsteiner Entwarnung.

Obwohl die Feuerwehrleute die Flammen innerhalb einer dreiviertel Stunde unter Kontrolle hatten, sei die „Einsatzdauer lang und ungewiss“. Damit die Glut auch im Inneren der Heuballen abgelöscht werden kann, muss ein Bagger sie einzeln aus den Trümmern heben und zerteilen. Für eine weitere Herausforderung sorgte das Wetter: „Alle Einsatzkräfte waren sofort durchgeschwitzt.“ Daher sei es enorm wichtig gewesen, für alle genügend Getränke bereitzustellen.

Autor:

Jessica Stiegelmayer aus Kempten

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