Polizei löst Versammlungen auf
Corona-Gegner und Impf-Kritiker demonstrieren in Illertissen und Kaufbeuren

In Kaufbeuren und in Illertissen sind am Sonntag Menschen auf die Straße gegangen. (Symbolbild)
  • In Kaufbeuren und in Illertissen sind am Sonntag Menschen auf die Straße gegangen. (Symbolbild)
  • Foto: Lisa Hauger
  • hochgeladen von David Yeow

Sowohl in Illertissen als auch in Kaufbeuren ist es am Sonntag zu Demonstrationen gekommen. 

Versammlung in Illertissen

Am Sonntagnachmittag, in der Zeit zwischen 14:30 Uhr und 15:00 Uhr, fand auf dem Marktplatz in Illertissen eine Versammlung zum Thema "Für ein friedliches Miteinander ohne Spaltung für unsere Kinder und eine lebenswerte Zukunft" statt. Laut Polizeibericht waren die geschätzten 650 Teilnehmer der Querdenker-Szene oder zumindest den Gegnern der Infektionsschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zuzuordnen. Als die Versammlungsleiterin die Veranstaltung eröffnet hatte, gab es statt Reden einen stillen Protest. Um 15:00 Uhr wurde die Versammlung, die eigentlich mit etwa 100 Teilnehmern angemeldet war, offiziell für beendet erklärt. Danach formierte sich jedoch eine Gruppe von etwa 400 Personen, die vom Marktplatz über die Apothekerstraße zur Memminger Straße lief. Weil die Demonstranten bei dem Marsch teilweise die Fahrbahn und nicht den Gehweg benutzten,  musste die Hauptverkehrsader von Illertissen zeitweise gesperrt werden. Der Aufzug bewegte sich schließlich weiter in nördlicher Richtung zur Ulmer Straße, über den Fußweg am Krankenhaus vorbei zurück zum Martinsplatz, wo er nach etwa 45 Minuten endete. Auch dort musste der öffentliche Straßenverkehr kurzzeitig umgeleitet werden. Um 16:30 Uhr war der Marktplatz dann wieder geräumt. Der nicht genehmigte Aufzug war nach Ansicht der Polizei von Anfang geplant. Die Polizei Illertissen prüft deshalb entsprechende versammlungsrechtliche Verstöße.

Mahnwache in Kaufbeuren

Am Sonntag gegen Abend versammelten sich dann in Kaufbeuren etwa 60 Personen im Bereich der Spittelmühlkreuzung zu einer nicht angemeldeten Mahnwache. Die Versammelten stellten Kerzen auf, die den Protest gegen die Corona-Impfung zum Ausdruck bringen sollten. Dabei wurden die Mindestabstände nicht eingehalten. Die Polizei löste die Versammlung letztendlich auf. Die versammelten Personen mussten die Kreuzung verlassen.

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