Mehrere Tausend Euro Schaden!
Betrüger machen wieder Beute bei Senioren im Allgäu

Senioren: Oft haben es Betrüger auf sie abgesehen. (Symbolbild)
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  • Foto: congerdesign auf Pixabay
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Hinterhältige Callcenter-Betrüger konnten diese Woche durch ihre Betrugsmaschen zwei weitere Menschen zu ihren Opfern machen. In beiden Fällen erbeuteten sie mehrere tausend Euro.

Mehrere tausend Euro ergaunert

Bei der Kriminalpolizei Kaufbeuren meldete sich ein 70-jähriger Mann, den Gauner durch die boomende Betrugsmasche über eine Messenger-App abgezockt haben. Im Laufe des Mittwochvormittags erhielt der Mann eine Nachricht seiner vermeintlichen Tochter, die um finanzielle Unterstützung wegen eines Umbaus der Wohnung bat. Auf ihr Bitten hin überwies der 70-Jährige in kurzem Zeitraum mehrfach Geld auf die ihm genannten Kontoverbindungen. Bei vier Überweisungen hat er insgesamt mehrere tausend Euro auf drei inländische Banken überwiesen. Am nächsten Tag stellte der Senior nach einem Telefonat mit seiner Enkelin erschreckt fest, dass er nicht Kontakt mit seiner richtigen Tochter Kontakt hatte, sondern Opfer einer aktuellen Betrugsmasche wurde.

Zweiter Fall: Illertissen

Bei der Polizeiinspektion Illertissen meldete sich ein 76-jähriger Mann, der bereits am Ostermontag den Anruf eines angeblichen Bankangestellten erhalten hatte. Der Betrüger schaffte es durch geschickte Gesprächsführung, dass der Senior ihm seine Zugangsdaten zum Online-Banking mitteilte. Der bislang unbekannte Täter loggte sich noch während des Telefonats in das Online-Banking des 76-Jährigen ein und konnte so über das Konto verfügen. Er wollte eine Überweisung im niederen vierstelligen Bereich an eine inländische Kontoverbindung veranlassen und brauchte dafür noch die Push-TAN des Seniors. Der Betrüger brachte den Mann dazu, auch noch diese Nummer preiszugeben. So konnte der Täter die Überweisung ausführen lassen.

Die Polizei rät, in solchen Fällen telefonische Rücksprache mit den Angehörigen aufzunehmen. Probieren Sie den Kontakt über die bekannte Telefonnummer. Sollten Sie Zweifel an der Identität haben, rufen Sie bitte die Polizei. Diese wird für Sie prüfen, ob eine strafbare Handlung vorliegt und wird gegebenenfalls ein Anzeigeverfahren einleiten. Tätigen Sie keine Überweisung aufgrund von Nachrichten mit dem vermeintlichen Angehörigen. Sichern Sie gegebenenfalls den Chatverlauf durch Screenshots, da die Nachrichten im Nachgang durch die Betrüger gelöscht werden. Geben Sie keine persönlichen Daten preis.

Die Polizei warnt eindringlich:

  • Gehen Sie sensibel mit den eigenen Bankdaten um! Der Betrüger braucht nur den Nutzernamen sowie das Kennwort zum Online-Banking und die TAN-Nummer der vorgesehenen unrechtmäßigen Überweisung. So kommt der Täter an Ihr Geld.
  • Suchen Sie den persönlichen Kontakt zu ihrer Bank! Bankangestellte erfragen niemals die Zugangsdaten zum Onlinebanking, vor allem nicht telefonisch. 
  • Lassen Sie Vorsicht walten und beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Sie misstrauisch werden. 
  • Gehen Sie zu Ihrer Bank oder holen Sie Rat bei der Polizei.

Mehr zu aktuellen Betrugsmaschen erfahren Sie auch im Podcast mit Holger Stabik vom Polizeipräsidium Schwaben Süd-West.

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