Fusionsdiskussionen
Zusammenschluss von Vereinsring und Aktionskreis Neugablonz abgeblasen

Die Fusionsgedanken unter den Mitgliedern des Vereinsrings und des Aktionskreises Neugablonz sind vom Tisch. Der Aufwand eines formalen Zusammenschlusses wäre der Sache nicht angemessen gewesen – so die Überzeugung beider Vorstände, die auch künftig eine enge Partnerschaft statt des angestrebten Eheglücks pflegen wollen. Beide Gremien sind personell ohnehin weitgehend identisch. Dennoch kündigen sich Veränderungen an den Vereinsspitzen an, denen in beiden Fällen Sylwia Pohl vorsteht.

Eine Hochzeit der beiden wesentlichen Vereine in dem Stadtteil war längst beschlossene Sache, da sich die Mitglieder Synergien, Einsparungen, eine stärkere Stimme und klare Zuständigkeiten wünschen. 'Es ist der vernünftigste Weg, Kräfte zu bündeln', warb der damalige Vorsitzende des Vereinsrings, Joachim Pohl. Allerdings wollten die Mitglieder unbedingt die Gemeinnützigkeit erhalten, die aber nur der Vereinsring besitzt. Ein Wechsel aller Aktionskreis-Anhänger stellte sich wegen der unterschiedlichen Beiträge und etlicher Mitglieder aus der naturgemäß kommerziell orientierten Geschäftswelt als wenig praktikabel heraus. Dies wäre zudem kein Zusammenschluss, sondern eine ungern gesehene Übernahme. 'Der Aufwand für eine Fusion ist unverhältnismäßig', fasst Jürgen Feldmeier, Sylwia Pohls Stellvertreter im Vereinsring zusammen.

Sein Kollege Wolfgang Krebs, ebenfalls in Stellvertreterfunktion in beiden Vereinen, ergänzt: 'Die pragmatische Zusammenarbeit steht nun im Vordergrund.'

Damit sind die Würfel gefallen: Keiner der beiden Vereine wird aufgelöst. Die Gemeinnützigkeit des Vereinsrings bleibt bestehen. Wie bisher soll die kommenden zwölf Monate mit jeweils eigenen Vorständen, in denen aber einschließlich der Beisitzer auf fast allen Posten dieselben Personen agieren, eng kooperiert werden. Beide Vereine präsentieren sich bereits mit einer gemeinsamen Internetseite und einheitlichem Logo. Bei den Hauptversammlungen im nächsten Herbst, die formal getrennt, aber zum selben Termin stattfinden, stehen die nächsten Neuwahlen an.

Dass es dann Veränderungen geben wird, deutet sich allerdings an. Denn Sylwia Pohl möchte ihre derzeitigen Posten abgeben. Die 58-jährige CSU-Stadträtin ist ehrenamtlich noch mit zahlreichen anderen Aufgaben befasst. 'Ich möchte einfach kürzertreten', sagt sie, 'und zumindest nicht mehr an vorderster Front Verantwortung tragen.' Das heißt, sie kann sich eigenen Worten zufolge zwar noch Stellvertreteraufgaben für sich vorstellen, aber keinen Vorsitz mehr. 'Über Kandidaten sollten wir uns bereits jetzt Gedanken machen', sagt sie.

Die Nachfolgediskussion ist in der Tat bereits in vollem Gange – stellt sich allerdings schwierig dar, da sich angesichts der vielen Arbeit niemand vordrängt. Als sinnvollste und einfachste Lösung wird die Möglichkeit abermals identischer Personen an den Vorstandsspitzen propagiert. Genannt werden vor allem die Namen Jürgen Feldmeier und Jons Menzel. Auf Nachfrage winken beide aber bereits wegen beruflicher Belastungen ab.

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