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Zu wenig konkrete Angebote für Urlauber: Tourismusmanagerin rät zu Kooperationen über Landkreis Grenzen hinaus

Von umfangreichen Aktivitäten berichtete Sandra Denner vom Regionalen Tourismusmanagement am Landratsamt den Bürgermeistern des Landkreises bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Grünenbacher Ortsteil Ebratshofen. Dabei führte sie für beide Tourismusbereiche - das Westallgäu und den Bodensee - Defizite an: Im Vergleich mit anderen Orten außerhalb des Landkreises fehlen ihrer Ansicht nach noch «konkrete, gebündelte Angebote», die Einzelgäste, Familien und Gruppen sofort buchten könnten. Auch regte sie an, das Westallgäu und den Bodensee stärker zu vernetzen und auch über die Landkreis-Grenzen hinaus Kooperationen einzugehen.

Im Bereich Westallgäu sei ein << einheitlicher Marktauftritt >> wichtig, so Denner zu den Rathauschefs. Und als Beispiele führte sie neben gemeinsamen Prospekten auch einheitliche Internetseiten und Ortseingangstafeln an - was bei den Bürgermeistern von Oberreute und Maierhöfen, Gerhard Olexiuk und Martin Schwarz, sichtlich Nervosität auslöste: Beide Kommunen hatten gerade erst selbst gestaltete Tafeln neu aufgestellt.

Als Beispiele für gelungene Projekte führte Denner die Präsenz auf der Grünen Woche in Berlin (<< ein fulminanter Auftakt für 2011 >>) und den neu aufgelegten << Freizeitplaner >> des Landkreises an.

Auch der << Allgäuer Wanderfrühling >> sei ein gutes Beispiel, wenngleich hier die Resonanz sehr unterschiedlich gewesen sei: << Einzelne Veranstaltungen mussten wetterbedingt oder aufgrund fehlender Teilnehmer ausfallen >> (Denner).

Nicht alle Aktivitäten der Touristiker lösten bei den Bürgermeistern Begeisterung aus. So kritisierte Walter Matzner (Sigmarszell) die geplante Neuauflage des << Jakobsweg >>-Flyers: << Ich spreche mit vielen Pilgern. 90 Prozent informieren sich im Internet. Wozu brauchen wir da noch einen Prospekt? >>. Denner entgegnete, dass die Druckschrift << unheimlich gut >> laufe und die Touristiker vor Ort nicht auf ihn verzichten wollen.

Ebenfalls nicht nur Zustimmung gab es für das Konzept der Radwege-Ausschilderung. Hier sollen bis Ende September Übersichtstafeln für die einzelnen Gemeinden entworfen und aufgestellt werden. << Wir kriegen die Tafeln nicht mehr unter >>, monierte Gerhard Olexiuk (Oberreute) mit Verweis auf die bereits bestehenden Tafeln für Wanderer und Nordic-Walker.

Mit Blick auf die für 2013 geplante gemeinsame Gästekarte der Allgäuer Kommunen nach dem Vorbild von << Oberstaufen Plus >> mahnte Bert Schädler (Röthenbach), die Bürger nicht zu benachteiligen: << Nicht nur die Urlauber dürfen profitieren >>.

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