Verkehr
Zu schnell unterwegs in Stiefenhofen?

Gar als «beängstigend» hat Werner Sunderbrink die Verkehrssituation in Stiefenhofen in der Mobilen Redaktion beschrieben. Zu schnell seien die Fahrzeuge unterwegs. Für die Fußgänger ist die Verkehrsführung teils unübersichtlich und das Überqueren der Straße gefährlich, so auch die Meinung anderer Bürger. Auf folgende kritische Stellen im Ort konzentrierten sich die Bedenken:

Hauptstraße, bei der Einmündung in die Simmerberger Straße: Immer wieder ist in Stiefenhofen eine zweite Ampel in der Dorfmitte im Gespräch. Durch die teils unübersichtliche Straßenführung ist gerade für ältere Fußgänger das Queren der Fahrbahn oft ein Problem. Eine zweite Ampel wäre auch für die Gemeinde vorstellbar, sagt dazu Bürgermeister Toni Wolf. Schon einige Male habe die Gemeinde laut Wolf versucht eine zweite Ampel im Ort zu beantragen, doch der Antrag wurde immer wieder abgelehnt. Denn keine Notwendigkeit für eine zweite Ampel sieht das Straßenbauamt in Kempten. «Die Erwartungen, wie viele Fußgänger die Straße dort queren würden, ist zu gering», sagt Thomas Hanrieder vom Staatlichen Bauamt.

Die Hauptstraße in Stiefenhofen ist eine Durchgangsstraße. Pendler, die von der Autobahn aus Richtung Kempten kommen, sorgen gerade morgend und abends für ein hohes Verkehrsaufkommen im Ort. Laut Straßenbausamt verlassen etwa durchschnittlich jeden Tag 3933 Fahrzeuge den Ort in Richtung Oberstaufen. Bei Messungen in Habratshofen, Richtung Ebratshofen sind es 3219. Hinzu kommt innerorts der Verkehr, der die Gemeindestraßen gar nicht verlässt. Denn gezählt wird nach dem Ortsausgang.

Hauptstraße, gegenüber des Hauses «Sonne»: Auch hier klagen Bürger darüber, wie schwierig es sei sicher die Straße zu überqueren. «Hier hat sich einiges positiv verändert», betont Wolf.

So wurde der Neubau des Hauses «Sonne» im Vergleich zum vorigen Gebäude nach hinten versetzt um für Fußgänger wie Autofahrer einen besseren Überblick über die Fahrbahn zu verschaffen. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde auch gegen eine kleine Insel in der Mitte der Fahrbahn entschieden. Denn damit wäre laut Wolf die Fahrbahn wieder direkt an das Gebäude gerückt. «Wir wollen noch mit den Besitzern von Bäumen direkt an der Straße reden, ob man diese fällen oder zurückschneiden könnte», sagt Wolf. Damit wären dann die Sichtverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer noch besser.

Simmerberger Straße (Ortseinfahrt, aus Mittelhofen kommend): Schnurgerade läuft die Straße auf die Ortsmitte zu. Anwohner beklagen dass dort zu schnell in den Ort hineingefahren wird. Die Gemeinde und auch die Polizei misst regelmäßig an verschiedenen Stellen im Ort die Geschwindigkeit. Das Ergebnis: Wirkliche Ausreißer gebe es selten. «Die meisten fahren zwischen 50 und maximal 60 Kilometer pro Stunde», so Bürgermeister Toni Wolf. Trotzdem sollen mit verstärken Radarkontrollen die Raser ausgebremst werden.

Schulstraße: Zwei Busse, rund 20 Autos und jede Menge Kinder tummeln sich gerade morgens und zur Mittagszeit vor der Schule in Stiefenhofen. Die schmale Straße ist bereits auf 30 km/h reduziert. Doch trotzdem komme es immer wieder zu kritischen oder gar gefährlichen Situationen, schildert Wolf.

«Wenn jeder die vorgeschriebene Geschwindigkeit fahren würde, wäre es kein Problem», so Wolf. Hier helfe nur der Appell an alle. «Oft sind es auch Mütter mit Kindern hinten drin, die zu schnell unterwegs sind», bemerkte Birgit Krauss bei der Mobilen Redaktion. Und meistens seien es Einheimische, die zu schnell unterwegs seien, stimmten ihr auch andere Bürger zu. (feß)

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