Großeinsatz
Zigarette war wohl Ursache für Zimmerbrand in Maierhöfener Pflegeheim

Ein Zimmerbrand im Pflegeheim Haus Iberg in Maierhöfen hat am Mittwochabend zu einem Großeinsatz geführt. Sechs Feuerwehren wurden alarmiert, dazu Polizei und Rotes Kreuz. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Großteil der derzeit 180 Bewohner vorübergehend ins Freie gebracht. 'Der Rettungsplan hat absolut perfekt funktioniert', sagt Einrichtungsleiter Michael Haschner, der den Schaden auf etwa 200 000 Euro schätzt. Eine Person wurde außerdem durch Rauchgas leicht verletzt. Das Feuer entstand wohl im Bereich eines Bettes. Die Kripo Lindau geht nach ihren Ermittlungen von fahrlässiger Brandstiftung in Zusammenhang mit dem Rauchen einer Zigarette durch den 28-jährigen Bewohner des Zimmers aus.

Kurz nach 20 Uhr sprang am Mittwochabend die automatische Brandmeldeanlage an. Weil die Lage zunächst unklar war, wurde Großalarm ausgelöst. Neben den Feuerwehren Maierhöfen und Grünenbach, die in vorderster Front die Löscharbeiten vornahmen, standen auch Einsatzkräfte aus Gestratz, Röthenbach, Lindenberg und Isny als Unterstützung bereit.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Zimmer, dessen Bewohner sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht darin aufhielt, in Flammen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, doch dichter Qualm hatte sich bereits ausgebreitet, den Flur und etwa zehn Nebenzimmer in Mitleidenschaft gezogen.

Der Ruß hatte sich auf Wänden und Möbeln abgelagert, weshalb die Wohngruppe die nächste Zeit nicht bewohnbar sein wird. 'Mit ein paar Tagen ist es wohl nicht getan', so Haschner. Etwa ein Dutzend Bewohner wurde noch am selben Abend in einem anderen Gebäudeteil untergebracht.

'Das Heimpersonal hat optimal reagiert', findet Herbert Wille, Kommandant der Feuerwehr Maierhöfen. Diesem Lob schließt sich Einrichtungsleiter Haschner an.

Seine Mitarbeiter hätten die Situation 'gut im Griff' gehabt. Die jährliche Schulung für solche Notfälle habe sich ebenso ausgezahlt wie die Brandmeldeanlage und die Brandschutztüren, die sich automatisch geschlossen haben. Das System werde viermal jährlich gewartet.

An diesem Punkt hakt allerdings Kreisbrandrat Friedhold Schneider ein: 'In solch großen Komplexen sollte jedes Zimmer einen eigenen Brandmelder haben. Dadurch könnte man noch besser reagieren.'

Der Melder, der im Haus Iberg Alarm ausgelöst hat, ist ihm zufolge zentral in einem etwa 20 Meter langen Flur angebracht, an dem links und rechts die Zimmer liegen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020