Investitionen
Westendorf bringt Rekordhaushalt auf den Weg

Die Großbaustelle 'Alpenblick' und eine neue Brücke in Dösingen heben den Haushalt der Gemeinde Westendorf auf Rekordniveau: Mit geplanten Investitionen in Höhe von 2,5 Millionen Euro klettert das Gesamtvolumen des Westendorfer Etats auf über fünf Millionen Euro.

Bemerkenswert: Die Investitionen werden fast ohne Neuverschuldung geschultert. Ein Darlehen über 500 000 Euro dient lediglich der Zwischenfinanzierung der Baumaßnahmen am Bürgerhaus „Alpenblick“, für die in diesem Jahr 1,3 Millionen Euro eingeplant sind.

Dass Bürgermeister Erich Negele die Haushaltslage der Gemeinde als „sehr gut“ einstuft, liegt aber nicht nur am gefüllten Sparstrumpf der Westendorfer (laut Negele betragen die Rücklagen rund 1,6 Millionen Euro), sondern auch an der Entwicklung der Steuereinnahmen.

Vor allem bei der Gewerbesteuer sind Mehreinnahmen zu erwarten. Wenn die vorsichtige Schätzung der Gewerbesteuereinnahmen durch Christian Fischer (Geschäftsstellenleiter und Kämmerer der VG Westendorf) zutrifft, landen mit den veranschlagten 400 000 Euro knapp 80 000 Euro mehr in der Gemeindekasse.

Möglich ist aber auch ein Plus in doppelter Höhe. Eine leichte Tendenz nach oben zeigt auch die Einkommensteuerbeteiligung mit 700 000 Euro. Ein Indiz für die steigende Steuerkraft der Gemeinde sind zudem die um 30 000 Euro gesunkenen Schlüsselzuweisungen.

Dieses Minus wird durch die massiv erhöhte Investitionspauschale des Freistaates für Gemeinden unter 5000 Einwohnern wieder wettgemacht. Mit 560 000 Euro unverändert hoch bleibt einer der größten Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt: die Kreisumlage.

Mit Mehrausgaben von 30 000 Euro auf 180 000 Euro rechnet man beim Defizit des Kindergartens. Trotzdem kann am Jahresende ein ansehnlicher Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt fließen.

Dort wird das Geld auch dringend gebraucht: Etwa für den (fast fertig gestellten) Neubau einer Brücke im Ortsteil Dösingen, für die 350 000 Euro eingeplant sind und für das kleine Neubaugebiet 'Vogelwiese', das mit Gesamtkosten von über 350 000 Euro zu Buche schlägt.

Oder für das Großprojekt 'Alpenblick', das aus Zuschussgründen in zwei Haushaltsposten aufgeteilt wurde.

Als Bauherr der Mehrzweckhallen-Erweiterung erhält der TSV Westendorf einen Zuschuss über 350 000 Euro. Für den Anbau und die Erweiterung des Bürgerhauses selbst ist wiederum die Gemeinde zuständig. Dafür sind 950 000 Euro vorgesehen.

Mit der Splittung dieser Ausgaben, das zeigte die kurze Diskussion vor der einstimmigen Haushaltsverabschiedung, ist nicht jeder Gemeinderat einverstanden. Ein Ratsherr warnte offen vor 'Subventionsbetrug', den die Gemeinde seiner Meinung nach mit der Aufteilung begehen könnte. Seine Einschätzung wurde von Bürgermeister Negele allerdings vehement zurückgewiesen.

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